Elektrizität in Dominica im Jahr 2023
Der aktuelle Stand des Elektrizitätsverbrauchs in Dominica zeigt eine deutliche Dominanz von fossilen Brennstoffen. Über 86 Prozent des Stroms werden aus fossilen Quellen erzeugt, während kohlenstoffarme Energien nur einen kleinen Anteil von etwa 13 Prozent einnehmen. Dieser kohlenstoffarme Anteil stammt vollständig aus der Wasserkraft. Es ist offensichtlich, dass fossile Brennstoffe eine erdrückende Mehrheit in der Stromerzeugung haben, während fast kein Strom aus sauberen Alternativen wie Solar- oder Kernenergie kommt. Diese Übereinstimmung auf fossile Brennstoffe könnte auf lange Sicht problematisch sein, vor allem in Anbetracht der negativen Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt.
Wächst der Strom in Dominica?
Betrachtet man die Entwicklung des Elektrizitätsverbrauchs in Dominica, so ist dieser in den letzten Jahren leicht rückläufig gewesen. Im Jahr 2023 liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 2256 kWh, was einen kleinen Rückgang im Vergleich zum historischen Höchstwert im Jahr 2016 von 2300 kWh bedeutet. Insbesondere die kohlenstoffarme Stromerzeugung erfährt einen noch dramatischeren Rückgang: Die jüngsten Zahlen zeigen einen Stand von 301 kWh pro Person gegenüber dem früheren Rekord von 579 kWh im Jahr 2011. Dieser deutliche Rückgang ist besorgniserregend, vor allem in einer Zeit, in der der weltweite Trend generell in Richtung mehr sauberer Energie geht.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Dominica von erfolgreichen Regionen lernen, die stark auf Solar- und Kernenergie setzen. Beispielsweise haben Kalifornien und Nevada beeindruckende Erfolge mit Solarenergie erzielt, die mehr als 30 Prozent ihrer Stromerzeugung ausmacht. Auch bei der Nutzung von Windkraft könnten Lektionen gezogen werden, ähnlich wie in Dänemark oder Uruguay, wo über 30 Prozent des Stromes aus Wind erzeugt wird. Schließlich zeigt Frankreich, dass ein starker Fokus auf Kernenergie ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Anteil kohlenstoffarmer Energie haben kann, wobei mehr als 60 Prozent des Stroms aus Kernenergie stammen. Dominica sollte diese Beispiele in Betracht ziehen und Anstrengungen unternehmen, um die nationale Energieinfrastruktur in Richtung sauberer und nachhaltiger Lösungen zu modernisieren.
Geschichte
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die kohlenstoffarme Elektrizität in Dominica kaum verändert, speziell durch die vollständige Stagnation der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Seit 2001 gab es keinen messbaren Anstieg bei der Wasserkraftnutzung. Diese Stagnation zeigt auf, dass es dringend notwendige Fortschritte im Bereich der kohlenstoffarmen Energieformen, wie vor allem Solartechnologie und Kernenergie, geben sollte. Ohne Bewegung in Richtung modernerer und sauberer Technologien bleibt Dominica hinter globalen Trends zurück und kann den Herausforderungen einer nachhaltigen Energiezukunft nicht effektiv begegnen.



