Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Belgien zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Zwischen September 2025 und August 2026 hat Belgien 52,93% seines Stroms aus nachhaltigen Quellen wie Wind (18,26%), Solar (14,7%), Kernenergie (14,34%), und Biokraftstoffen (3,77%) bezogen. Andererseits stammen fast ein Viertel des Stroms aus fossilen Brennstoffen wie Gas (20,25%) und Kohle (2,35%). Netto-Importe machen 22,91% aus, was darauf hinweist, dass Belgien weiterhin Strom aus anderen Ländern bezieht, um seinen Bedarf zu decken. Wasserkraft trägt mit 1,66% nur geringfügig zur Gesamtversorgung bei.
Wächst der Strom in Belgien?
Die Stromnachfrage in Belgien hat in den letzten Jahren einen Rückgang erlebt, was Anlass zur Sorge gibt. Der letzte E-Zeitraum zeigt einen Verbrauch von 6519 kWh pro Person, was im Vergleich zum Rekord von 9079 kWh pro Person im Jahr 2006 einen signifikanten Rückgang von 2560 kWh darstellt. Besonders alarmierend ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, mit aktuellen 3451 kWh pro Person, was einen Rückgang von 2643 kWh gegenüber dem Rekord von 2021 bedeutet. Diese Trends deuten darauf hin, dass Belgien Anstrengungen unternehmen muss, um seine saubere Energieerzeugung zu steigern, insbesondere angesichts der Notwendigkeit zur Reduzierung von CO2-Emissionen und der Herausforderungen des Klimawandels.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Belgien die bestehenden Kapazitäten in der Kernenergie, Wind und Solar weiter ausbauen. Ein Blick auf erfolgreiche Regionen zeigt, dass Länder wie Frankreich und die Slowakei einen beeindruckenden Anteil von über 60% ihres Stroms durch Kernenergie erzeugen, während Länder wie Dänemark und Iowa nahezu 57% durch Windkraft erreichen. Belgien könnte von diesen Vorbildern lernen und in den Ausbau dieser nachhaltigen Technologien investieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Insbesondere die Potenziale der Solarenergie sollten dabei nicht übersehen werden, inspiriert etwa durch Nevada, das 35% seines Stroms aus Solarenergie bezieht.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Belgien zeigte sich, dass die Kernenergie in den 1970er und 1980er Jahren deutliche Zuwächse erlebte, insbesondere 1975 mit 6,6 TWh und 1983 mit 8,4 TWh. Diese positive Entwicklung wurde jedoch durch zahlreiche Rückgänge unterbrochen, die ab 2012 begannen und sich in den letzten Jahren fortsetzten. Der signifikante Rückgang in der Kernenergieerzeugung von 7,9 TWh im Jahr 2012 mit fortgesetzten negativen Entwicklungen, einschließlich -11,4 TWh im Jahr 2026, wirft Bedenken hinsichtlich der Konsistenz und Stabilität der Energiepolitik in Belgien auf. Es ist entscheidend, dass Belgien seinen Fokus auf den Ausbau der kohlenstoffarmen Energieerzeugung verstärkt, um eine nachhaltige und zuverlässige Stromversorgung sicherzustellen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








