Im Jahr 2025 zeigt der Elektrizitätsmix in Belgien eine bemerkenswerte Verschiebung hin zu kohlenstoffarmer Energie. Über die Hälfte des Stroms, etwa 63 %, stammt bereits aus kohlenstoffarmen Quellen, was einen positiven Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft darstellt. Kernenergie macht fast 29 % des Mixes aus, während Wind- und Solarenergie zusammen fast 30 % zur Stromerzeugung beitragen. Obwohl die fossilen Brennstoffe immer noch etwa 21 % ausmachen, zeigt das Land ein starkes Engagement für grüne Energieformen. Gas dominiert innerhalb der fossilen Kategorie mit knapp 18 %, während Kohle und Biokraftstoffe nur geringe Anteile haben.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Belgien?
Leider gibt es Anzeichen dafür, dass der Stromverbrauch in Belgien nicht wächst, sondern eher rückläufig ist. Die derzeitige Elektrizitätsnutzung pro Person liegt bei etwa 6671 kWh, was einen signifikanten Rückgang im Vergleich zu den 9079 kWh im Jahr 2006 bedeutet. Auch die Erzeugung aus kohlenstoffarmer Energie ist zurückgegangen: Von einem Höchststand von 6094 kWh pro Person im Jahr 2021 auf aktuell etwa 4202 kWh. Diese Abnahme ist alarmierend, da mehr Elektrizität, insbesondere aus kohlenstoffarmen Quellen, notwendig ist, um steigende Anforderungen durch Elektrifizierung und technologische Fortschritte zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Belgien zu steigern, könnten bestehende Anlagen für Kernenergie, Wind und Solar erweitert werden, da diese bereits einen beträchtlichen Anteil am Energiemix haben. Belgien könnte dabei von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die einen großen Anteil ihrer Stromerzeugung durch Kernenergie abdecken. Ebenso kann Dänemark als Vorbild dienen, was den Einsatz von Windenergie angeht. Ein weiteres Beispiel wäre Nordmazedonien, das fast die Hälfte seines Stroms aus Solarenergie bezieht. Diese Beispiele zeigen deutlich den Erfolg, den ähnliche Regionen bei der Umstellung auf nachhaltige Energien erzielt haben. Belgien sollte deren Strategien analysieren und umsetzen, um den Anteil an kohlenstoffarmer Energie weiter zu erhöhen.
Geschichte
Ein Blick in die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Belgien zeigt eine kurvenreiche Entwicklung, insbesondere bei der Kernenergie. In den 1970er und 1980er Jahren erlebte die Kernenergie einen positiven Wachstumstrend mit bedeutenden Zuwächsen in mehreren Jahren. Jedoch ab den 2010er Jahren kam es zu erheblichen Rückgängen, was kritisiert werden muss, da eine kontinuierliche Unterstützung von kohlenstoffarmer Technologie entscheidend ist. Einige Jahre sahen dennoch Erholungen, wie 2019 und 2021, als die Kernenergienutzung wieder zunahm. In den letzten Jahren wurden auch Fortschritte bei der Windenergie erzielt, was hoffnungsvolle Ansätze für die Zukunft bietet, jedoch müssen nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, um einen Rückfall in die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermeiden.


