LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter)

Elektrizität in Belgien im Jahr 2025

4.202 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-1.892 #50
6.415 kWh/person Gesamtelektrizität
-2.664 #77
192 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+39 #40
65 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-9,0 #44

Im Jahr 2025 zeigt sich, dass ein bedeutender Teil des belgischen Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Mehr als die Hälfte des Stroms, genauer gesagt etwa 66%, wird aus solchen sauberen Energiequellen erzeugt. Kernenergie spielt mit knapp 30% der insgesamt erzeugten Elektrizität eine wesentliche Rolle im Energiemix. Wind- und Solarenergie tragen zusammen über 30% bei, wobei Windenergienutzung fast 17% und Solarenergie nahezu 14% ausmacht. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die fossilen Brennstoffe, die wenig mehr als ein Fünftel des Stroms bereitstellen. Gas ist hier der größte Akteur mit über 18%, gefolgt von Kohle, die allerdings einen sehr geringen Anteil von nur etwa 3% ausmacht. Die Netto-Importe von Strom decken über 12% des Bedarfs. Insgesamt zeigt sich Belgien auf einem guten Weg, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Belgien?

Trotz der bedeutenden bestehenden Infrastruktur für kohlenstoffarme Stromerzeugung und dem erheblichen Anteil dieser Technologien im Jahr 2025 bleibt die Herausforderung des Wachstums bestehen. Der derzeitige Pro-Kopf-Verbrauch von Strom beträgt 6415 kWh, was deutlich unter dem Spitzenwert von 9079 kWh im Jahr 2006 liegt. Diese allgemeine Reduktion zeigt sich auch beim kohlenstoffarmen Verbrauch; der aktuelle Stand von 4202 kWh pro Person ist weit entfernt von früheren Spitzen im Jahr 2021 mit 6094 kWh. Solche Rückgänge, vor allem bei der Nutzung von kohlenstoffarmen Technologien, werfen Fragen hinsichtlich der künftigen Energiesicherheit und der Erreichung von Klimazielen auf, was eine gut durchdachte und gezielte Energiepolitik erfordert.

Vorschläge

Um den kohlenstoffarmen Stromanteil zu erhöhen, wäre es für Belgien sinnvoll, bestehende Kapazitäten in den Bereichen Kernenergie, Wind- und Solarenergie auszubauen. Länder wie Frankreich und die Slowakei, die über 60% ihrer Elektrizität aus Kernenergie beziehen, zeigen, wie stark der Fokus auf diese kohlenstoffarme Technologie sein kann. Gleichzeitig könnten Belgien Erfahrungen aus Dänemark oder Iowa nutzen, die einen sehr hohen Anteil ihrer Elektrizität (über 50%) aus Windenergie beziehen. Für den Bereich Solarenergie bietet sich Kalifornien als Vorbild an, das rund ein Drittel seiner Elektrizität aus Solarressourcen gewinnt. Ein verstärkter Ausbau dieser Technologien würde nicht nur die Elektrizitätsproduktion verbessern, sondern auch im Einklang mit globalen Klimabemühungen stehen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Betrachtet man die historische Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Belgien, ist die Rolle der Kernenergie seit den 1970er Jahren beachtenswert. Die späten 1970er und frühen 1980er Jahre sahen ein kontinuierliches Wachstum mit bedeutsamen Zuwächsen, etwa um 9,9 TWh in den Jahren 1983 und 1985. Allerdings zeichnen sich die 2010er Jahre durch ein Wechselspiel von enormen Anstiegen und teils noch größeren Rückgängen aus, wie etwa die Reduktion um 13,6 TWh in 2018. Solche signifikanten Schwankungen betonen die Notwendigkeit einer stabileren und mehr auf Expansion zielenden Energiepolitik. Während in den letzten Jahren, insbesondere ab 2023, die Windenergie an Schwung gewonnen hat, bleibt die Zukunft der Kernenergie von konstanter Bedeutung, um das Ziel einer nachhaltigen kohlenstoffarmen Stromversorgung zu erreichen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Instagram Facebook X (Twitter)