LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Belarus im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Apr. 2025 – März 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.125 kWh/person -45
Gesamtelektrizität
4.954 kWh/person -138
Kohlenstoffarmer Elektrizität
43 % -1,2
Kohlenstoffintensität
303 gCO2eq/kWh +5,3

Von April 2025 bis März 2026 stammten in Belarus rund 57 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und rund 43 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Gas allein deckte mit etwa 47 % fast die Hälfte des Stromverbrauchs. Die wichtigste saubere Stromquelle war Kernenergie mit rund 38 %, ergänzt durch Wasserkraft mit knapp 3 % und Wind mit gut 1 %. Damit liefert kohlenstoffarmer Strom bereits einen beträchtlichen Anteil, während fossile Brennstoffe weiterhin mehr als die Hälfte ausmachen. Ein höherer Anteil sauberer Stromerzeugung könnte die mit fossilen Brennstoffen verbundenen Klimabelastungen und die Luftverschmutzung verringern.

Wächst der Strom in Belarus?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst der Stromverbrauch pro Kopf derzeit nicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 4.950 kWh je Person, gegenüber rund 5.090 kWh im Rekordjahr 2024. Das entspricht einem Rückgang um 138 kWh beziehungsweise knapp 3 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 2.125 kWh je Person etwa 2 % unter ihrem Höchststand von rund 2.170 kWh im Jahr 2025; die angegebenen Vergleichsdaten beziffern den Abstand auf rund 45 kWh. Diese Entwicklung ist bedauerlich, denn die Elektrifizierung und der wachsende Strombedarf durch KI erfordern mehr saubere Elektrizität. Der Vergleich mit Rekordwerten allein zeigt allerdings nicht, wie sich der gesamte Stromverbrauch gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Jahr verändert hat.

Vorschläge

Belarus sollte vor allem seine bereits bedeutende Kernenergieerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich Solar- und Windanlagen errichten. Als europäische Vergleichsregionen zeigen die Slowakei mit rund 66 % und Frankreich mit rund 67 % Kernenergieanteil an der Stromerzeugung, wie stark diese kohlenstoffarme Technologie eine Stromversorgung tragen kann. Für Wind ist das benachbarte Litauen besonders relevant: Dort stammen rund 39 % der Stromerzeugung aus Wind. Bei Solar bieten Lettland mit rund 21 % und Polen mit rund 13 % naheliegende Orientierungspunkte. Belarus kann diese Beispiele nutzen, um Ausbauziele, Netzanschlüsse und Investitionsbedingungen für mehr sauberen Strom zu entwickeln. Die Kombination aus zusätzlicher Kernenergie, Solar und Wind würde das Angebot kohlenstoffarmer Elektrizität verbreitern und Raum für steigenden Strombedarf schaffen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Belarus begann in den vorliegenden Daten mit vergleichsweise kleinen Zuwächsen: Wasserkraft legte 2013 um 0,1 TWh und 2017 um 0,3 TWh zu; Solar verzeichnete 2017 und 2018 jeweils zusätzliche 0,1 TWh. Wind blieb 2016 unverändert und gewann 2019 rund 0,1 TWh hinzu. Biokraftstoffe erhöhten ihren Beitrag 2019 und 2020 zusammen um 0,4 TWh. Der große Wachstumsschub kam anschließend durch Kernenergie: 2021 stieg ihre Stromerzeugung um 5,4 TWh, 2023 um 7,1 TWh und 2024 um weitere 4,8 TWh. Im Jahr 2025 kamen nochmals 0,4 TWh Kernenergie hinzu, begleitet von kräftigen Zuwächsen bei Wasserkraft um 0,9 TWh und Wind um 0,4 TWh. Kleinere Rückgänge betrafen Wasserkraft 2018 und 2026 sowie Biokraftstoffe 2022 und 2025. Insgesamt unterstreichen die großen Ausbaujahre, welches Potenzial Belarus für weiteres Wachstum seiner sauberen Stromversorgung besitzt.

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub