Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammte in Arizona gut die Hälfte des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen; fossile Brennstoffe lieferten nach den vorliegenden Angaben rund 49 %. Kernenergie stellte etwa ein Viertel des Stroms bereit, Solarenergie knapp ein Fünftel. Davon entfielen rund 14 Prozentpunkte auf Solar der Versorgungsbetriebe und 5 Prozentpunkte auf Solar für den Eigenverbrauch. Wasserkraft trug rund 4 % und Wind knapp 3 % bei. Auf fossiler Seite dominierte Gas mit rund 43 % des gesamten Stromverbrauchs, während Kohle knapp 7 % ausmachte. Die angegebenen Anteile ergeben zusammen geringfügig mehr als 100 % und sind daher als Näherungswerte zu lesen.
Wächst der Strom in Arizona?
Arizonas Stromverbrauch wächst, allerdings bislang nur leicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 16.100 kWh pro Person und damit 81 kWh beziehungsweise etwa 0,5 % über dem bisherigen Rekord von 2024. Deutlich stärker entwickelte sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung: Sie erreichte rund 8.250 kWh pro Person und übertraf den Rekord von 2025 um etwa 300 kWh beziehungsweise knapp 4 %. Dieser neue Höchststand ist erfreulich. Ein kräftigerer Ausbau sauberer Stromerzeugung bleibt jedoch wichtig, um die zusätzliche Nachfrage durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen zu decken und fossilen Strom zu ersetzen.
Vorschläge
Arizona sollte insbesondere seine bereits bedeutende Kernenergie- und Solarstromerzeugung ausbauen. Für Solar bieten benachbarte US-Bundesstaaten passende Vorbilder: Nevada erreicht einen Solarstromanteil von 35 %, Kalifornien von 31 %, gegenüber rund 19 % in Arizona. Zusätzliche große Solaranlagen und Anlagen für den Eigenverbrauch können diesen Beitrag erhöhen. Bei der Kernenergie zeigen der US-Bundesstaat South Carolina mit 52 % und Frankreich mit 67 %, wie groß ihr Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung sein kann. Arizona sollte deshalb Leistungssteigerungen bestehender Kernkraftwerke und zusätzliche Kernenergiekapazitäten prüfen. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf den benachbarten US-Bundesstaat New Mexico, wo Wind bereits 36 % des Stroms liefert: Geeignete Windstandorte können Arizonas saubere Stromversorgung zusätzlich stärken. Mehr kohlenstoffarmer Strom hilft, die Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe zu verringern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben umfassen die Jahre 2024 bis 2026. Im Jahr 2024 steigerte Arizona seine Kernstromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 0,9 TWh; zugleich wuchs die Windstromerzeugung um 0,8 TWh. Wind setzte diesen Ausbau anschließend fort, mit weiteren Zuwächsen von 0,6 TWh im Jahr 2025 und 0,2 TWh im Jahr 2026. Über die drei Jahre ergibt das insgesamt 1,6 TWh zusätzliche Windstromerzeugung. Bei der Wasserkraft gab es 2026 einen Zuwachs von 0,2 TWh. Die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen blieb in allen drei Jahren unverändert. Insgesamt unterstreichen insbesondere die kontinuierlichen Windzuwächse, wie ein stetiger Ausbau zur wachsenden kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen kann.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













