Zwischen September 2024 und August 2025 zeigt die Stromverbrauchsstatistik in Arizona eine bemerkenswerte Balance zwischen der Nutzung fossiler Brennstoffe und kohlenstoffarmer Energiequellen. Fossile Brennstoffe machen knapp über die Hälfte des Stromverbrauchs aus, mit einem entscheidenden Anteil von etwa 44% durch Gas. Kohle trägt nur einen kleineren Teil, ungefähr 7%, bei. Auf der anderen Seite zeichnet sich ein nahezu gleichwertiger Beitrag kohlenstoffarmer Quellen ab: Gemeinsam machen sie nahezu die andere Hälfte des Energieverbrauchs aus. Besonders hervorzuheben ist die Kernenergie, die mehr als ein Viertel des Gesamtverbrauchs allein verantwortet. Die Solarenergie leistet ebenfalls einen bedeutenden Beitrag mit über 16%, wobei der Großteil von großen Solaranlagen bereitgestellt wird. Wasserkraft und Wind spielen ebenfalls ihre Rollen, allerdings in einem geringeren Maße, mit insgesamt etwa 7% zusammen.
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Wächst der Strom in Arizona?
Was das Wachstum betrifft, zeigt sich ein Rückgang im gesamten Stromverbrauch pro Kopf in Arizona verglichen mit dem Höchstwert im Jahr 2008, als dieser noch über 19.000 kWh betrug, aktuell jedoch bei etwa 16.000 kWh liegt - ein Unterschied von knapp 3.000 kWh weniger. Im Kontext der kohlenstoffarmen Stromerzeugung hingegen zeigt Arizona eine positive Entwicklung: Es wurde eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von etwa 400 kWh pro Kopf bei der kohlenstoffarmen Stromproduktion verzeichnet. Diese Zunahme verdeutlicht den anhaltenden Trend hin zu sauberen Energiequellen, sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn das allgemeine Verbrauchsniveau gesunken ist.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu steigern, wäre Arizona gut beraten, die Kapazitäten seiner vorhandenen Kern- und Solaranlagen auszubauen. Vergleiche mit anderen Regionen zeigen das Potenzial: Nevada erzeugt über 30% seines Stroms mittels Solarenergie, was Arizona als Vorbild dienen könnte, um die ohnehin schon starke Solarstromproduktion noch weiter zu steigern. Was die Kernenergie betrifft, sind Länder wie Frankreich und die Slowakei herausragende Beispiele mit Kernenergieanteilen von rund 70% beziehungsweise 66%. Auch Beispiele aus den USA, wie Illinois und South Carolina, zeigen, dass nachhaltige Kernenergie hohe Entwicklungsstufen erreichen kann, die Arizona als Inspiration dienen können.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat Arizona einige Höhen und Tiefen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung erlebt. Während der frühen 2000er Jahre gab es einen signifikanten Rückgang bei der Kernenergieproduktion, welcher durch die Jahre 2005 und 2006 mit insgesamt minus 4,1 TWh veranschaulicht wird, gefolgt von einer Erholung zwischen 2007 und 2009. Entwicklungen in der Wasserkraft spiegelten ebenfalls eine Volatilität wider, wie der dramatische Anstieg im Jahr 2011 zeigt, gefolgt von einem starken Rückgang im darauf folgenden Jahr. Neubauten von Solaranlagen in den 2010er Jahren trugen zuletzt maßgeblich zu einem positiven Trend bei, mit kontinuierlichen Erweiterungen. Ganz aktuell verzeichnen wir eine moderate Zunahme bei der Windenergie in den letzten Jahren, wobei die jüngsten Projekte die Vielfältigkeit der kohlenstoffarmen Stromproduktion in Arizona weiter unterstützen. Diese Fortschritte stimmen zuversichtlich, dass Arizona auf einem fortschrittlichen Kurs in Richtung nachhaltiger Energienutzung ist.