Elektrizität in West Virginia im Jahr 2025/2026
Von Juli 2025 bis Juni 2026 war der Stromverbrauch in West Virginia überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt: Sie machten rund 94 % des Strommixes aus. Allein Kohle lieferte etwa 86 %, Gas weitere 7 %. Kohlenstoffarmer Strom kam dagegen auf lediglich gut 6 %. Dazu trugen Wind mit rund 3 % und Wasserkraft mit gut 2 % bei. Die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unterstreicht, wie wichtig der Ausbau sauberer Stromerzeugung ist, um klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung zu verringern.
Wächst der Strom in West Virginia?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 30.800 kWh und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 mit etwa 30.500 kWh. Das entspricht einem Zuwachs von 320 kWh pro Person oder gut 1 %. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt sich jedoch eine besorgniserregende Gegenentwicklung: Mit 1.890 kWh pro Person liegt sie um 186 kWh beziehungsweise rund 9 % unter dem bisherigen Höchststand von 2.076 kWh aus dem Jahr 2023. Der neue Verbrauchsrekord ist ein Wachstumssignal, doch die saubere Stromerzeugung muss deutlich zulegen, um Elektrifizierung und zusätzlichen Strombedarf durch KI klimafreundlich zu unterstützen.
Vorschläge
West Virginia sollte insbesondere Kernenergie und Solarenergie aufbauen und zugleich geeignete Windstandorte erschließen. Orientierung bieten nahe gelegene US-Bundesstaaten: Pennsylvania erzeugt rund 31 % seines Stroms mit Kernenergie, Virginia etwa 17 % und North Carolina rund 27 %. Diese Beispiele sprechen dafür, Kernenergie als tragende Säule einer kohlenstoffarmen Stromversorgung zu prüfen. Bei Solarenergie zeigt der US-Bundesstaat Maine mit rund 18 %, dass ihr Beitrag nicht auf besonders sonnenreiche Regionen beschränkt ist; Massachusetts erreicht etwa 11 %. Für Windenergie lohnt sich der Blick auf den ebenfalls stark vom Bergbau geprägten US-Bundesstaat Wyoming, der rund 31 % seines Stroms daraus erzeugt. Klare Ausbauziele, geeignete Flächen und ein leistungsfähiges Stromnetz könnten West Virginia helfen, diese Vorbilder in mehr eigene saubere Stromerzeugung umzusetzen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden Daten für 2024 bis 2026 zeigen leider wiederholte Rückgänge der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Im Jahr 2024 sank die Erzeugung aus Wasserkraft gegenüber dem Vorjahr um 0,2 TWh und aus Wind um 0,1 TWh; Biokraftstoffe blieben unverändert. 2025 ging die Wasserkraft nochmals um 0,1 TWh zurück, während die Windstromerzeugung stagnierte. 2026 folgten weitere Verluste von 0,3 TWh bei Wind und 0,1 TWh bei Wasserkraft. Zusammengenommen ergeben diese jährlichen Veränderungen einen Rückgang um 0,8 TWh. Diese enttäuschende Entwicklung macht einen entschlossenen Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung umso dringlicher.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













