Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Vietnam im Jahr 2025 zeigt eine fast gleichmäßige Verteilung zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Energiequellen. Fossile Brennstoffe machen mehr als die Hälfte des Strommixes aus, wobei Kohle hier mit etwa 48% den größten Beitrag leistet, gefolgt von Gas mit etwa 6%. Auf der Seite der kohlenstoffarmen Energien trägt die Wasserkraft mit fast einem Drittel erheblich zur Stromversorgung bei, während die Solarenergie fast 8% beisteuert und Wind knapp über 4% ausmacht. Dieser Ansatz zur Stromerzeugung zeigt eine beachtliche Nutzung sauberer Energiequellen, jedoch gibt es weiterhin einen bedeutenden Anteil fossiler Energien.
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Wächst der Strom in Vietnam?
Die Frage des Stromwachstums in Vietnam wirft einige Bedenken auf. Die jüngsten Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen einen Rückgang des Pro-Kopf-Stromverbrauchs auf 2549 kWh, was eine bedeutende Verringerung gegenüber dem Rekordwert von 2024 mit 3047 kWh bedeutet. Ebenso ist der kohlenstoffarme Anteil ebenfalls gesunken, mit aktuellen Werten von 1168 kWh pro Person gegenüber 1336 kWh im Vorjahr. Diese Entwicklung deutet auf einen Rückgang des Stromverbrauchs hin, was in Anbetracht der globalen Notwendigkeit, die Elektrifizierung voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, bestürzend ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Vietnam zu steigern, könnten Lehren aus erfolgreichen Regionen und Ländern gezogen werden, insbesondere durch den Ausbau von Solar- und Kernenergie. In Ländern wie Frankreich und der Slowakei zeigt Kernenergie bereits beeindruckende Anteile von über 65%. Deutschland und Dänemark dienen als inspirierende Beispiele für den Erfolg der Windenergie, wobei letztere fast drei Fünftel ihres Stroms aus Windkraft bezieht. Diese Länder bieten wertvolle Lektionen für den Ausbau der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, indem sie auf bewährte Techniken und Politiken setzen. Vietnams Streben nach einer nachhaltigen Zukunft könnte durch eine verstärkte Hinwendung zu diesen bewährten Methoden im Solar- und Kernenergiesektor erfolgreich unterstützt werden.
Geschichte
In den frühen 2000er Jahren verzeichnete Vietnam einen stetigen Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, insbesondere durch Wasserkraftprojekte. Zwischen 2009 und 2017 wurden in mehreren Jahren bedeutende Zuwächse in der Wasserkrafterzeugung verzeichnet, mit einem bemerkenswerten Höhepunkt im Jahr 2017. Nach einer Phase stagnierender und sogar rückläufiger Trends in den Jahren 2018 und 2019, trotz der Einführung von Solarenergie, erholte sich die Stromerzeugung mit beachtlichen Zuwächsen in den folgenden Jahren bis 2022 zeitweise wieder. Doch mit den jüngsten Rückgängen im Jahr 2025, sowohl bei der Wasserkraft als auch bei der Solarenergie, steht Vietnam vor der Herausforderung, seine kohlenstoffarme Stromproduktion zu stabilisieren und zu steigern, um langfristige Energieziele zu erreichen.





