LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Vereinigtes Königreich im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juli 2025 – Juni 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.719 kWh/person -17
Gesamtelektrizität
4.461 kWh/person -2.251
Kohlenstoffarmer Elektrizität
61 % +1,9
Kohlenstoffintensität
223 gCO2eq/kWh -7,3

Im Vereinigten Königreich stammten in den zwölf Monaten von Juli 2025 bis Juni 2026 rund 61 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wind lieferte mit etwa 30 % den größten Beitrag, gefolgt von Biokraftstoffen mit 12 %, Kernenergie mit 10 %, Solar mit 6 % und Wasserkraft mit gut 2 %. Fossile Brennstoffe machten dagegen rund 29 % aus, überwiegend Gas mit 27 %. Weitere gut 9 % entfielen auf Netto-Importe, deren Erzeugungsmix aus diesen Daten nicht hervorgeht. Damit deckte sauberer Strom deutlich mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs, während fossile Stromerzeugung weiterhin zu Klimawandel und Luftverschmutzung beiträgt.

Wächst der Strom in Vereinigtes Königreich?

Ein Wachstum des Stromverbrauchs lässt sich anhand des Vergleichs mit den bisherigen Höchstständen nicht feststellen: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 4.460 kWh pro Person, gegenüber etwa 6.710 kWh im Rekordjahr 2005. Das entspricht einem Rückgang um ungefähr 2.250 kWh oder ein Drittel. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung liegt mit rund 2.720 kWh pro Person hingegen nahezu auf dem Rekordniveau von 2020 mit etwa 2.740 kWh; der Abstand beträgt lediglich 17 kWh. Diese Zahlen zeigen allerdings keinen direkten Vergleich mit dem Vorjahr. Der große Abstand beim gesamten Stromverbrauch und die fehlende Steigerung gegenüber dem bisherigen Höchststand sauberer Stromerzeugung sind angesichts des künftigen Bedarfs durch Elektrifizierung und KI ein Anlass, den Ausbau stärker voranzutreiben.

Vorschläge

Das Vereinigte Königreich sollte seine bereits bedeutende Stromerzeugung aus Kernenergie und Wind ausbauen und zugleich Solar deutlich stärken. Frankreich zeigt mit rund 67 % Kernenergie an seiner Stromerzeugung, welchen großen Beitrag diese kohlenstoffarme Technologie leisten kann; auch Finnland ist mit etwa 38 % ein relevantes europäisches Vorbild. Beim Wind bietet das benachbarte Dänemark mit rund 57 % einen besonders passenden Vergleich für den weiteren Ausbau, insbesondere auf See. Für Solar lohnt sich der Blick auf die Niederlande und Deutschland, wo diese Technologie trotz vergleichbarer nordeuropäischer Bedingungen etwa 19 % beziehungsweise 20 % der Stromerzeugung liefert. Ein entschlossener Ausbau dieser drei sauberen Stromquellen, begleitet von leistungsfähigen Netzen, kann mehr heimischen kohlenstoffarmen Strom bereitstellen und fossile Stromerzeugung verdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt zunächst kräftige Zuwächse bei der Kernenergie: 1984 kamen 10 TWh hinzu; auf einen Rückgang um rund 11 TWh im Jahr 1987 folgten Zuwächse von etwa 16 TWh 1988 und 8 TWh 1989. Auch 1993 stieg die Kernstromerzeugung deutlich, um rund 13 TWh. Die wiederholten Einbrüche in den 2000er-Jahren waren dagegen ein bedauerlicher Rückschritt für die Bereitstellung sauberen Stroms: 2000, 2004, 2007 und 2008 sank die Erzeugung jeweils um etwa 9 bis 12 TWh, bevor sie 2009 um rund 17 TWh zunahm. Ab den 2010er-Jahren gewann Wind stark an Bedeutung, mit jährlichen Zuwächsen von ungefähr 7 bis 13 TWh in den genannten Jahren 2013, 2015 und 2017 bis 2020. Der erneute Kernenergie-Rückgang um rund 9 TWh 2019 unterstreicht, wie wichtig der Erhalt und Ausbau dieser sauberen Stromquelle ist. Beim Wind folgte auf ein Minus von etwa 11 TWh 2021 ein erfreuliches Plus von 15 TWh 2022; 2026 kamen weitere rund 8 TWh hinzu.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub