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Elektrizität in Venezuela im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.297 kWh/person -798
Gesamtelektrizität
2.931 kWh/person -1.322
Kohlenstoffarmer Elektrizität
78 % -0,85
Kohlenstoffintensität
136 gCO2eq/kWh +4,7

Venezuelas Stromverbrauch wurde 2023 zu gut 78 % durch kohlenstoffarme Stromerzeugung gedeckt. Fast der gesamte saubere Strom stammte aus Wasserkraft, die ebenfalls gut 78 % des Strommixes ausmachte; andere kohlenstoffarme Quellen spielten nahezu keine Rolle. Fossile Brennstoffe lieferten knapp 22 % des Stroms, darunter Gas mit rund 15 % des gesamten Strommixes. Venezuela verfügt damit über einen hohen Anteil kohlenstoffarmen Stroms, während gut ein Fünftel weiterhin aus fossilen Quellen stammt.

Wächst der Strom in Venezuela?

Gegenüber dem bisherigen Höchststand ist der Stromverbrauch pro Kopf deutlich gesunken. Im Jahr 2023 betrug er rund 2.930 kWh, verglichen mit etwa 4.250 kWh im Rekordjahr 2008. Das entspricht einem Rückgang um rund 1.320 kWh beziehungsweise 31 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf lag mit knapp 2.300 kWh deutlich unter ihrem Rekord von etwa 3.100 kWh im Jahr 2008: Das Minus betrug rund 800 kWh oder 26 %. Diese Zahlen belegen keinen aktuellen jährlichen Trend, zeigen aber einen besorgniserregenden Abstand zum früheren Niveau. Mehr saubere Stromerzeugung wäre wichtig, um Elektrifizierung und zusätzlichen Strombedarf zu ermöglichen.

Vorschläge

Venezuela sollte seine starke Wasserkraftbasis durch Solarenergie, Wind und Kernenergie ergänzen und zugleich Stromnetze sowie bestehende Anlagen modernisieren. Besonders relevante Vorbilder liegen in Südamerika: Chile erzeugt rund 24 % seines Stroms mit Solarenergie, Uruguay rund ein Drittel mit Wind. Brasilien zeigt mit etwa 14 % Wind und 11 % Solar ebenfalls, wie beide Quellen zum Strommix beitragen können. Für einen ambitionierten Solarausbau lohnt außerdem der Blick auf den US-Bundesstaat Nevada, wo Solarenergie rund 35 % der Stromerzeugung liefert. Bei der Kernenergie zeigen Frankreich mit 67 % und der US-Bundesstaat South Carolina mit 52 %, welchen großen Beitrag diese kohlenstoffarme Quelle leisten kann. Venezuela sollte deshalb auch den Aufbau eines Kernenergieprogramms prüfen, einschließlich Fachkräfteausbildung, institutioneller Grundlagen und langfristiger Investitionsplanung. Ein solcher Ausbau sauberer Stromerzeugung könnte fossilen Strom und damit verbundene Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Venezuelas ist eine Geschichte der Wasserkraft. Von 1985 bis 1988 stieg ihre jährliche Erzeugung insgesamt um 15 TWh. In den aufgeführten Jahren der 1990er nahm sie weiter kräftig zu, besonders 1991 mit knapp 8 TWh zusätzlichem Strom. Auch die 2000er brachten große Fortschritte: Allein 2004 bis 2006 summierten sich die Zuwächse auf rund 21 TWh, 2008 kamen knapp 4 TWh hinzu. Danach folgten deutliche Rückschläge und zwischenzeitliche Erholungen: 2010 sank die Erzeugung um gut 9 TWh, bevor sie 2011 um knapp 7 TWh zunahm. Besonders einschneidend waren die Rückgänge 2014 um rund 19 TWh, 2016 um knapp 12 TWh und 2019 um etwa 9 TWh; der Zuwachs von knapp 11 TWh im Jahr 2015 konnte diese Verluste nicht ausgleichen. Erfreulich war die erneute Erholung 2020 und 2021 mit zusammen rund 16 TWh zusätzlicher Wasserkrafterzeugung.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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