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Elektrizität in Serbien im Jahr 2025

1.531 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-582 #96
5.375 kWh/person Gesamtelektrizität
-193 #86
556 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
28 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-9,5 #127

In Serbien dominiert derzeit der Einsatz fossiler Brennstoffe, wobei Kohle mit einem Anteil von über 60 % an der Stromerzeugung besonders ins Gewicht fällt. Insgesamt stammen mehr als zwei Drittel der Elektrizität (rund 66 %) aus fossilen Quellen, während kohlenstoffarme Energien etwa 28 % ausmachen. Wasserkraft ist hierbei die bedeutendste kohlenstoffarme Quelle, die fast ein Viertel zur Stromerzeugung beiträgt. Andere kohlenstoffarme Quellen wie Wind spielen mit knapp 4 % eine eher untergeordnete Rolle. Interessanterweise machen Netto-Importe etwa 5 % der Stromversorgung aus, was auf eine gewisse Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen hinweist. Eine Aufstockung der kohlenstoffarmen Energiequellen könnte der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Elektrizitätslandschaft sein.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Serbien?

Die derzeitige Gesamtnachfrage nach Elektrizität in Serbien zeigt einen Rückgang, der Anlass zur Sorge gibt. Der pro Kopf Verbrauch im Jahr 2025 liegt bei 5375 kWh, was einen Rückgang von 193 kWh im Vergleich zum Vorgängerwert von 2023 bedeutet. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmer Elektrizität hat ein starkes Minus zu verzeichnen: Von ehemals 2113 kWh pro Person im Jahr 2023 auf 1531 kWh im Jahr 2025, was einem Rückgang von 582 kWh entspricht. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass nicht nur die generelle Elektrizitätserzeugung, sondern auch der Anteil der nachhaltigen Energien rückläufig ist, was möglicherweise Anstrengungen zur Dekarbonisierung im Weg steht. Ein solcher Rückgang in der kohlenstoffarmen Erzeugung kann negative Folgen für das Klimaziel haben und deutet auf die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen in der Energiewende hin.

Vorschläge

Um die Erzeugung von kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, könnte Serbien von erfolgreichen Regionen lernen, die bereits bedeutende Anteile an kohlenstoffarmer Energie erreicht haben. Länder wie Frankreich und die Slowakei setzen stark auf Kernenergie, mit Anteilen von 70 % bzw. 66 %. Daraus lässt sich schließen, dass Serbien den Ausbau der Kernenergie in Betracht ziehen sollte. Auch Wind und Solar bieten großartige Möglichkeiten, die kohlenstoffarmen Erzeugungsanteile zu erhöhen. Regionen wie Iowa und Dänemark zeigen, dass es möglich ist, fast 60 % der Elektrizität durch Windenergie zu erzeugen. Ebenso könnte eine vertiefte Investition in Solartechnologien Serbien helfen, seinen Anteil an sauberer Energie zu steigern, wie es Ländern wie Kalifornien und Nevada gelungen ist.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Serbien hat die Wasserkraft eine wesentliche, wenn auch schwankende Rolle gespielt. In den 1990er Jahren gab es sowohl Zuwächse als auch Rückgänge: 1991 und 1995 stieg die Wasserkraft um 2 TWh beziehungsweise 1,1 TWh, während sie 1993, 1997 und 2000 Rückgänge verzeichnete. Auch in den 2000er Jahren setzte sich dieses Auf und Ab fort, mit bemerkenswerten Zuwächsen in den Jahren 2004 und 2010. In jüngerer Zeit, 2023, gab es einen bedeutenden Anstieg von 3,7 TWh, gefolgt von einem Rückgang 2024 und einer weiteren Abnahme 2025. Diese Schwankungen machen deutlich, dass Serbien auf kontinulierlichere und stabilere kohlenstoffarme Energiequellen setzen sollte, um die Volatilität zu minimieren und den Ausstoß von CO2 fortlaufend zu reduzieren. Eine diversifizierte Strategie, die sowohl die Nutzung von modernster Kernenergie als auch den Ausbau von Wind- und Solaranlagen einschließt, könnte hier Abhilfe schaffen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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