In den letzten zwölf Monaten, von August 2024 bis Juli 2025, hat sich der Stromverbrauch in Serbien aufgeteilt in kohlenstoffarme und fossile Brennstoffe gestaltet. Mehr als die Hälfte des Elektrizitätsbedarfs, etwa 68%, wird durch fossile Brennstoffe gedeckt, wobei Kohle den größten Teil mit 63% ausmacht. Gas trägt zu etwa 4% bei. Kohlenstoffarme Energien dagegen machen fast 30% des Elektrizitätsmixes aus. Dominierend unter den kohlenstoffarmen Quellen ist die Wasserkraft mit 25%, während Windenergie einen kleinen Teil von knapp 4% ausmacht. Netto-Importe haben einen marginalen Anteil von 2% an der Stromversorgung.
Wächst der Strom in Serbien?
Die Stromerzeugung und -nutzung in Serbien zeigt derzeit einen beunruhigenden Abwärtstrend. Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 5.234 kWh pro Person, was einen Rückgang von 530 kWh pro Person gegenüber dem Rekordjahr 2023 darstellt. Auch im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung sehen wir einen Rückgang. Aktuell werden 1.550 kWh pro Person aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, während der Höchststand im Jahr 2023 mit 1.987 kWh pro Person erreicht wurde, was einen Rückgang von 438 kWh darstellt. Dies sind beunruhigende Anzeichen, dass Serbien nicht nur in der Gesamtstromerzeugung, sondern vor allem in der Produktion von sauberer Energie an Dynamik verloren hat.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Serbien auf die Erfahrungen erfolgreicher Regionen zurückgreifen. Länder wie Frankreich und die Slowakei erzielen durch den massiven Einsatz von Kernenergie über 60% ihrer Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen. Weiterhin hat Dänemark beeindruckende Erfolge mit der Windenergie erreicht, wo fast 60% der Elektrizität aus Windkraft stammt. Für Serbien könnte das bedeuten, den Einsatz von Solar- und Kernenergie stark zu forcieren, in Anlehnung an etablierte Vorbilder, um sowohl Versorgungssicherheit als auch Nachhaltigkeit zu gewährleisten und damit fossile Brennstoffe deutlich zu reduzieren.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Serbien war von Schwankungen geprägt, besonders im Bereich der Wasserkraft. In den frühen 1990er Jahren gab es ein konstantes Wachstum mit Spitzen wie 1991 und 1995. Doch ab 2000 erlebte Serbien mehrere Jahre mit Rückgängen, besonders dramatisch im Jahr 2011, als ein Minus von über 3 TWh zu verzeichnen war. In den letzten Jahren gab es einige positive Entwicklungen, wie 2021 mit einem Anstieg von 2,3 TWh, doch 2024 und 2025 brachten abermals Rückgänge. Diese inkonsistente Entwicklung in der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen, insbesondere Wasserkraft, ist besorgniserregend und fordert klare strategische Maßnahmen zur Stabilisierung und Steigerung der sauberen Energieleistung in Serbien.
Electrification
Wir schätzen den Elektrifizierungsgrad durch den Vergleich von Strom- und Gesamtenergieemissionen. Mehr über die Methodik.