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Elektrizität in Serbien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.730 kWh/person -382
Gesamtelektrizität
5.429 kWh/person -139
Kohlenstoffarmer Elektrizität
32 % -6,1
Kohlenstoffintensität
523 gCO2eq/kWh +15

Von September 2025 bis August 2026 wurden in Serbien rund 60 % des Stromverbrauchs durch fossile Brennstoffe gedeckt. Dabei dominierte Kohle mit etwa 56 %, während Gas knapp 4 % beitrug. Kohlenstoffarmer Strom machte fast ein Drittel aus: Wasserkraft deckte rund 25 % des Verbrauchs, Wind etwa 5 % und Biokraftstoffe gut 1 %. Weitere knapp 8 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus den Angaben nicht hervorgeht. Damit bleibt Serbiens Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen geprägt, die zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beitragen.

Wächst der Strom in Serbien?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst der Stromverbrauch je Einwohner derzeit nicht: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 5.430 kWh pro Person und damit etwa 140 kWh beziehungsweise 2,5 % unter dem Rekord von 2023. Noch besorgniserregender ist der Rückstand beim kohlenstoffarmen Strom: Seine Erzeugung beträgt aktuell rund 1.730 kWh pro Person, gegenüber etwa 2.110 kWh im Rekordjahr 2023 – ein Minus von rund 380 kWh beziehungsweise 18 %. Diese Vergleiche zeigen einen Rückgang gegenüber den Rekorden, erlauben aber keine Aussage über die Veränderung gegenüber dem unmittelbar vorangegangenen Jahr. Für die Elektrifizierung und den wachsenden Strombedarf durch KI braucht Serbien wieder mehr saubere Stromerzeugung.

Vorschläge

Serbien sollte insbesondere Solarstrom ausbauen und den Aufbau von Kernenergie prüfen, ergänzt durch zusätzliche Windkraft. Besonders relevante Vorbilder liegen in der Nachbarschaft: In Ungarn liefert Kernenergie rund 32 % und Solarstrom 22 % der Stromerzeugung; Bulgarien erreicht etwa 38 % mit Kernenergie und 19 % mit Solarstrom. Slowenien erzeugt rund 40 % seines Stroms aus Kernenergie, die Slowakei sogar etwa zwei Drittel. Für den Solarausbau bietet Nordmazedonien mit einem Anteil von 20 % ein weiteres regionales Beispiel. Bei Windkraft kann Serbien von Kroatien mit rund 16 % und Griechenland mit etwa 21 % lernen. Klare Ausbauziele, zügige Genehmigungen sowie Investitionen in Stromnetze und Speicher können helfen, diese sauberen Stromquellen stärker zu nutzen und fossile Stromerzeugung zu ersetzen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die angegebenen historischen Veränderungen des kohlenstoffarmen Stroms in Serbien betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen erhebliche Schwankungen. In den 1990er-Jahren standen Zuwächsen von 2 TWh im Jahr 1991 und zusammen 2,7 TWh in den Jahren 1995 und 1996 Rückgänge von jeweils 1 TWh in den Jahren 1993 und 1997 gegenüber. In den 2000er-Jahren wechselten ebenfalls Rückgänge und Erholungen: Besonders deutlich waren die Verluste 2000 und 2003 sowie der Zuwachs von 2 TWh im Jahr 2004. Auf Anstiege 2009 und 2010 folgte 2011 ein kräftiger Einbruch um 3,3 TWh; auch zwischen 2017 und 2019 schwankte die Erzeugung. In den 2020er-Jahren setzte sich dieses Muster fort: Nach einem Plus von 2,2 TWh im Jahr 2021 und einem Minus von 2,7 TWh 2022 brachte 2023 einen starken Zuwachs von 3,7 TWh. Die anschließenden Rückgänge um 2,5 TWh 2024 und 1,9 TWh 2025 sind enttäuschend und unterstreichen, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Stromerzeugung aus Solar-, Wind- und Kernenergie ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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