Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammte in North Carolina knapp die Hälfte des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen: Gas deckte rund 36 % und Kohle rund 12 %. Kohlenstoffarmer Strom machte gut 40 % aus. Den größten Beitrag dazu leistete die Kernenergie mit rund 27 % des Stromverbrauchs, gefolgt von Solar mit rund 9 % und Wasserkraft mit knapp 3 %. Etwa 8 Prozentpunkte entfielen auf Solar aus Anlagen der Versorgungsbetriebe. Netto-Importe deckten weitere 11 % des Verbrauchs; ihre Zusammensetzung nach kohlenstoffarmen und fossilen Quellen geht aus den Angaben nicht hervor.
Wächst der Strom in North Carolina?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst in North Carolina derzeit nur geringfügig. Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 13.890 kWh pro Person und damit lediglich 31 kWh beziehungsweise etwa 0,2 % über dem bisherigen Rekord von 2025. Gleichzeitig erreichte die kohlenstoffarme Stromerzeugung nur rund 5.620 kWh pro Person, gegenüber rund 5.720 kWh im Vorjahr – ein Rückgang um etwa 100 kWh beziehungsweise knapp 2 %. Der neue Verbrauchsrekord ist somit noch kein entsprechender Fortschritt bei sauberem Strom. Angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI ist ein deutlich stärkerer Ausbau kohlenstoffarmer Erzeugung nötig.
Vorschläge
North Carolina sollte seine bereits bedeutende Kernenergieerzeugung durch Leistungserhöhungen und zusätzliche Kapazitäten an bestehenden Standorten ausbauen und zugleich Solarenergie stärker voranbringen. Ein besonders relevantes Vorbild ist der benachbarte US-Bundesstaat South Carolina, wo Kernenergie rund 52 % der Stromerzeugung liefert. Auch der US-Bundesstaat Illinois erreicht mit Kernenergie fast die Hälfte. Für Solar zeigen die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 %, wie groß ihr Beitrag werden kann. Ergänzend sollte North Carolina geeignete Windstandorte erschließen: Der US-Bundesstaat Iowa erzeugt rund 57 % seines Stroms aus Wind, der US-Bundesstaat Texas rund 22 %. Diese Regionen bieten Anhaltspunkte für einen breiteren sauberen Strommix, wobei die Umsetzung an die örtlichen Bedingungen angepasst werden muss. Mehr Kernenergie, Solar und Wind können fossile Stromerzeugung und damit klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung verdrängen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben zeigen für 2024 zunächst einen erfreulichen Zuwachs: Die Kernenergieerzeugung stieg gegenüber dem Vorjahr um 1 TWh, die Wasserkraft um 0,6 TWh. Die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen sank um 0,2 TWh, während Wind unverändert blieb. In den Jahren 2025 und 2026 fehlte anschließend der nötige Aufwärtstrend bei der gesamten kohlenstoffarmen Erzeugung. Wind legte 2025 um 0,4 TWh zu, blieb 2026 aber unverändert. Die Wasserkrafterzeugung sank in diesen beiden Jahren um 0,2 beziehungsweise 0,5 TWh; Biokraftstoffe verzeichneten zunächst ein Plus von 0,1 TWh und danach ein ebenso großes Minus. Für die Zukunft sollte North Carolina wieder an die erfolgreichen Zuwächse von 2024 anknüpfen und insbesondere mit zusätzlicher Kernenergie- und Solarerzeugung einen verlässlichen Wachstumskurs für sauberen Strom schaffen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













