Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Neukaledonien zeigt, dass fossile Brennstoffe dominieren, da sie mehr als zwei Drittel des Strombedarfs decken. Kohle allein trägt mit rund 37% erheblich zu dieser Nutzung bei. Auf der anderen Seite steht die kohlenstoffarme Energie, die etwas mehr als ein Viertel des Stromverbrauchs ausmacht. Wasserkraft ist hierbei die bedeutendste Quelle und liefert fast 18% des Stroms, während Solarenergie knapp 7% deckt und Windenergie nahezu 1% beisteuert. Der hohe Anteil an fossilen Brennstoffen ist bedenklich, vor allem angesichts der negativen Auswirkungen wie Klimawandel und Luftverschmutzung. Gleichzeitig zeigt der Anteil der kohlenstoffarmen Energien, dass Neukaledonien eine Basis für nachhaltige Energie hat, auf der es aufbauen kann.
Wächst der Strom in Neukaledonien?
Der Blick auf den Stromverbrauch in Neukaledonien zeigt, dass es einen Abwärtstrend gibt. Der letzte Stand für 2022 liegt bei etwa 10.763 kWh pro Person, deutlich niedriger als der Rekordwert von 12.345 kWh pro Person im Jahr 2018. Das bedeutet einen Rückgang von etwa 13%. Eine positive Entwicklung zeigt sich hingegen im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die pro Person einen Anstieg auf 2.821 kWh verzeichnete, gegenüber dem bisherigen Rekord von 2.279 kWh pro Person im Jahr 2021. Diese Zunahme von 542 kWh pro Person ist erfreulich und zeigt, dass Neukaledonien seine Anstrengungen zur Förderung sauberer Energiequellen verstärkt.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Neukaledonien weiter auszubauen, sollten Anreize für den Ausbau von Solar- und Kernenergie geschaffen werden. Regionen wie Frankreich und die Slowakei produzieren über 60% ihres Stroms aus Kernenergie, was ein hohes Maß an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit darstellt. Ebenso beeindruckend sind US-Bundesstaaten wie Iowa und South Dakota, die mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Windenergie beziehen. Neukaledonien kann von solchen Beispielen lernen und die Kombination von Solar- und Kernenergie sowie die Entwicklung von Windkraft vorantreiben, um seinen Anteil an kohlenstoffarmen Energiequellen zu steigern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Neukaledonien zeigt vor allem Veränderungen in der Wasserkraft. In den 2000er Jahren gab es einige Schwankungen, mit leichten Rückgängen und gelegentlichen Anstiegen, die darauf hindeuten, dass die Wasserkraftkapazität relativ stabil blieb. Seit 2019 ist zudem ein kleiner, aber bemerkenswerter Anstieg der Solarenergie zu beobachten, mit einem Wachstum von 0,1 TWh sowohl in den Jahren 2019 als auch 2022. Diese positive Entwicklung sollte als Grundlage für weitere Bemühungen dienen, insbesondere durch einen verstärkten Fokus auf den Ausbau von Solar- und Kernenergie als zuverlässige und umweltfreundliche Energiequellen.