Im Jahr 2022 wurde in Neukaledonien der Großteil des Stroms durch fossile Brennstoffe erzeugt, die mehr als zwei Drittel der gesamten Stromproduktion ausmachten. Insbesondere dominierte Kohle mit fast 37%. Auf kohlenstoffarme, saubere Energien entfielen knapp über ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs in Neukaledonien, wobei Wasserkraft allein bereits fast 17,5% beisteuerte. Solarenergie machte nahezu 7,5% aus, während Windkraft mit einem Anteil von etwa 1,3% beinahe keine Rolle spielte. Diese hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern unterstreicht die Notwendigkeit einer deutlichen Energiewende hin zu kohlenstoffarmen Alternativen, um das Ziel eines nachhaltigeren Strommixes zu erreichen.
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Wächst der Strom in Neukaledonien?
Der Stromverbrauch pro Kopf in Neukaledonien ist im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2018 erheblich zurückgegangen, mit einem Rückgang von 1582 kWh auf 10763 kWh pro Person im Jahr 2022. Dies ist besorgniserregend, da es auf eine Stagnation oder gar einen Rückgang der vollständigen Elektrifizierung hinweist. Auf der anderen Seite stieg die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität im Vergleich zum Rekord von 2021 um 542 kWh pro Person, was ermutigend ist. Trotzdem bleibt die Herausforderung bestehen, insgesamt mehr Elektrizität, vor allem saubere Elektrizität, zu produzieren, um zukünftige Bedarfe durch Elektrifizierung und das Wachstum der künstlichen Intelligenz zu decken.
Vorschläge
Neukaledonien kann von erfolgreichen Regionen lernen, um die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern. Insbesondere der Ausbau von Solarenergie könnte durch den Blick auf Staaten wie Nevada, das 33% seiner Elektrizität aus Solarenergie gewinnt, von Vorteil sein. Im Bereich Kernenergie könnte Neukaledonien von Erfahrungen aus Ländern wie Frankreich profitieren, das beeindruckende 70% seiner Elektrizität aus Kernkraft bezieht. Der Aufbau von Atomkraftwerken könnte einen stabilen und kontinuierlichen Beitrag zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung leisten. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe zu reduzieren, sind solide Investitionen in diese sauberen Energien entscheidend.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Neukaledonien, fällt auf, dass die Wasserkraft in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts mehrfach Schwankungen mit leichten Rückgängen und Erholungen erlebte. Zum Beispiel erlebte die Wasserkraft in den Jahren 2001 und 2006 je einen Rückgang von 0,1 TWh. In jüngerer Vergangenheit, speziell in den Jahren 2019 bis 2022, gab es jedoch eine positive Entwicklung durch kleine Zuwächse sowohl bei der Wasserkraft als auch bei der Solarenergie, was auf eine allmähliche, aber positive Richtung in der Nutzung sauberer Energiequellen hinweist. Diese Schritte sollten als Basis für eine ambitionierte Erweiterung angesehen werden, um in Zukunft eine größere Nachhaltigkeit im Stromsektor zu erreichen.