LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Neukaledonien im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.821 kWh/person +542
Gesamtelektrizität
10.763 kWh/person -1.582
Kohlenstoffarmer Elektrizität
26 % -1,2
Kohlenstoffintensität
552 gCO2eq/kWh +53

Neukaledoniens Stromverbrauch wurde 2022 zu fast drei Vierteln durch fossile Brennstoffe gedeckt. Kohle allein machte rund 37 % des Strommixes aus. Gut ein Viertel entfiel auf kohlenstoffarmen Strom: Wasserkraft lieferte rund 17 %, Solarenergie gut 7 % und Wind etwa 1 %. Damit dominieren weiterhin fossile Brennstoffe, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt. Der Ausbau sauberer Stromerzeugung bietet deshalb großes Potenzial.

Wächst der Strom in Neukaledonien?

Beim gesamten Stromverbrauch pro Kopf zeigt sich bislang kein neuer Wachstumshöchststand: Mit rund 10.800 kWh im Jahr 2022 lag Neukaledonien etwa 1.600 kWh beziehungsweise 13 % unter dem bisherigen Rekord von 2018 mit rund 12.300 kWh. Dieser Abstand ist angesichts des künftig steigenden Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen bedenklich; er belegt allerdings nicht allein einen Rückgang gegenüber dem unmittelbar vorherigen Jahr. Erfreulich ist dagegen der neue Höchststand der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 2022 rund 2.800 kWh pro Person und übertraf den bisherigen Rekord von 2021 um etwa 540 kWh beziehungsweise 24 %.

Vorschläge

Für mehr kohlenstoffarmen Strom sollte Neukaledonien besonders Solarenergie ausbauen und ergänzend geeignete Windstandorte erschließen. Als pazifischer Inselraum bietet der US-Bundesstaat Hawaii einen besonders relevanten Vergleich: Dort liefert Solarenergie 23 % des Stroms. Auch das nahe Australien mit 21 % Solarstrom und 16 % Windstrom zeigt mögliche Ausbauperspektiven. Für Windkraft ist zudem der Inselstaat Cabo Verde mit einem Anteil von 14 % ein interessanter Bezugspunkt. Daneben sollte Neukaledonien prüfen, wie Kernenergie langfristig zu einer verlässlichen, sauberen Stromversorgung beitragen kann. Frankreich, mit dem Neukaledonien politisch verbunden ist, erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie und bietet dafür einen wichtigen Erfahrungsschatz. Diese Beispiele sind Orientierungspunkte, keine unmittelbar übertragbaren Ausbauziele.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen zeigen zunächst vor allem Schwankungen der Wasserkraft. In den 2000er-Jahren sank ihre Stromerzeugung 2001 und 2006 jeweils um 0,1 TWh, bevor sie 2007 und 2008 jeweils um denselben Betrag zunahm; 2002 und 2009 blieb sie unverändert. In den 2010er-Jahren wechselten kleinere Rückgänge und Zuwächse einander ab. Besonders deutlich war der Rückgang um 0,2 TWh im Jahr 2014, während 2011, 2013, 2015 und 2017 jeweils Zuwächse von 0,1 TWh verzeichnet wurden. Neue Impulse brachte Solarenergie 2019 mit einem Plus von 0,1 TWh. Zum Ende der Datenreihe beschleunigte sich der Ausbau sauberer Stromerzeugung erfreulich: Die Wasserkraft legte 2021 und 2022 jeweils um 0,1 TWh zu, und Solarenergie steuerte 2022 einen weiteren Zuwachs von 0,1 TWh bei.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub