In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, hat Nebraska einen bemerkenswerten Anteil von kohlenstoffarmer Energie für seinen Stromverbrauch erreicht. Fast die Hälfte der Elektrizität stammt aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe knapp 47% ausmachen. Kohle ist mit fast 44% die dominierende fossile Energiequelle, während Wind fast ein Drittel des Strommixes ausmacht. Kernenergie trägt über 15% zur kohlenstoffarmen Elektrizität bei und ist damit ein bedeutender Pfeiler der sauberen Energie im Bundesstaat. Die Vorstellung von einer saubereren Energiezukunft zeigt sich auch in der Wasserkraft, die knapp 3% des Energiebedarfs deckt. Netto-Importe von Elektrizität und Gas machen zusammen weniger als 7% aus, was die relative Abhängigkeit des Staates von externen Energiequellen zeigt.
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Wächst der Strom in Nebraska?
Trotz dieser positiven Entwicklungen ist der Stromverbrauch in Nebraska insgesamt leicht gesunken. Der derzeitige Gesamtverbrauch liegt bei etwa 19.895 kWh pro Person, was einen Rückgang von 1.185 kWh im Vergleich zum höchsten Stand von 21.080 kWh pro Person im Jahr 2015 bedeutet. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmer Energie hat sich im Vergleich zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2023 verringert, mit einem Rückgang um 380 kWh pro Person. Dieser Rückgang stellt eine Herausforderung dar, insbesondere da ein wachsender Bedarf an elektrischer Energie zu erwarten ist, der Techniktrends wie Elektrifizierung und künstliche Intelligenz kompensieren muss.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Nebraska in die Erweiterung der bereits etablierten Wind- und Kernenergieanlagen investieren. Die Anstrengungen sollten sich an erfolgreichen Regionen orientieren, die erhebliche Erfolge in der kohlenstoffarmen Energieerzeugung vorzuweisen haben. Iowa ist ein leuchtendes Beispiel aus den USA, das 60% seiner Elektrizität aus Windkraft gewinnt. Illinois und South Carolina demonstrieren mit über 50% ihrer Elektrizität aus Kernenergie die Potenziale von Kernkraft. Diese Beispiele könnten Nebraska ermutigen, seine kohlenstoffarme Erzeugung weiter auszubauen und damit sowohl umweltfreundlich als auch zukunftssicher zu werden.
Geschichte
Historisch gesehen hat die kohlenstoffarme Stromproduktion in Nebraska einige Höhen und Tiefen durchlaufen. In den frühen 2000er Jahren gab es Schwankungen, insbesondere im Bereich der Kernenergie mit nennenswerten Rückgängen wie 1,4 TWh im Jahr 2005 und 4,1 TWh im Jahr 2011. Positivere Entwicklungen wurden in den 2010er Jahren verzeichnet, wobei der Windsektor ab 2014 kontinuierlich gewachsen ist. Das Jahr 2020 und 2022 brachten wiederum bedeutende Zuwächse bei der Windenergie, mit Erweiterungen von bis zu 3 TWh. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für strategische Investitionen, um Schwankungen zu minimieren und die stabile und nachhaltige Produktion kohlenstoffarmer Elektrizität sicherzustellen.