Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Missouri rund 58 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen: knapp 47 % aus Kohle und rund 11 % aus Gas. Kohlenstoffarmer Strom machte etwa ein Viertel aus. Dazu trugen Kernenergie mit rund 11 %, Wind mit 8 %, Solar mit 4 % und Wasserkraft mit gut 1 % bei. Die Netto-Importe deckten weitere knapp 18 % des Stromverbrauchs; ihre Zusammensetzung lässt sich aus diesen Daten nicht bestimmen. Damit dominierten weiterhin fossile Brennstoffe, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Missouri?
Missouris Stromverbrauch wächst, allerdings bislang nur langsam: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 14.200 kWh pro Person und damit um 63 kWh beziehungsweise etwa 0,4 % über dem bisherigen Rekord von 2025. Erfreulicher ist der Fortschritt beim kohlenstoffarmen Strom: Seine Erzeugung erreichte rund 3.500 kWh pro Person und übertraf den bisherigen Höchststand von 2024 um 354 kWh beziehungsweise gut 11 %. Das ist ein wichtiger Schritt. Angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI sollte Missouri jedoch sowohl die saubere Stromerzeugung als auch die insgesamt verfügbare Strommenge weiter steigern.
Vorschläge
Missouri sollte seine bestehende Kernenergie ausbauen, etwa durch Leistungserhöhungen und zusätzliche Kapazitäten am vorhandenen Standort, und zugleich Solar- und Windstrom deutlich erweitern. Kernenergie liefert bereits den größten Beitrag zur heimischen kohlenstoffarmen Stromversorgung. Als regional relevantes Vorbild zeigt der benachbarte US-Bundesstaat Illinois mit rund 49 % Kernenergieanteil an der Stromerzeugung, wie groß dieser Beitrag werden kann. Für Wind bieten die US-Bundesstaaten Iowa mit 57 % und Kansas mit 49 % besonders naheliegende Orientierung. Beim Solarstrom können die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Arizona mit 19 % Anregungen für einen deutlich stärkeren Ausbau liefern, angepasst an Missouris örtliche Bedingungen. Ein gemeinsamer Ausbau dieser sauberen Stromquellen kann fossile Stromerzeugung ersetzen und zusätzliches Wachstum ermöglichen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngste Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Missouri zeigt deutliche Schwankungen. 2024 stieg die Kernstromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 1,3 TWh, während Wasserkraft weitere 0,4 TWh hinzugewann. 2025 folgte ein enttäuschender Rückschritt bei der gesamten sauberen Stromerzeugung. 2026 brachten zusätzliche 2,7 TWh Kernstrom und 0,6 TWh Windstrom wieder einen erfreulichen Aufschwung. Über die drei Jahre hinweg nahm die Windstromerzeugung insgesamt um 0,3 TWh zu; 2024 hatte sie stagniert. Bei Wasserkraft gab es nach dem Zuwachs von 2024 keine weiteren Veränderungen, und die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen blieb in allen drei Jahren unverändert. Entscheidend ist nun, den jüngsten Aufschwung in ein dauerhaftes Wachstum kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu überführen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













