Von Juli 2025 bis Juni 2026 deckte Maryland rund 39 % seines Stromverbrauchs durch Netto-Importe; deren Erzeugungsmix ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen. Kohlenstoffarmer Strom aus eigener Erzeugung deckte rund 31 % des Verbrauchs, während fossile Brennstoffe rund 29 % beitrugen. Die wichtigste heimische saubere Stromquelle war Kernenergie mit rund 22 %, gefolgt von Solar mit gut 5 %, Wasserkraft mit rund 2 % und Wind mit rund 1 %. Solar verteilte sich nahezu gleichmäßig auf Eigenverbrauch und Versorgungsbetriebe. Unter den fossilen Quellen dominierte Gas mit rund 24 % des Stromverbrauchs; Kohle lieferte gut 4 % und Öl rund 1 %. Damit bleiben sowohl Stromimporte als auch fossile Stromerzeugung wichtige Bestandteile der Versorgung.
Wächst der Strom in Maryland?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst in Maryland leicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei 10.736 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 10.665 kWh aus dem Jahr 2025 um 71 kWh beziehungsweise knapp 1 %. Erfreulich ist auch der neue Höchststand der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie stieg von 3.248 auf 3.342 kWh pro Person, also um 94 kWh oder knapp 3 %. Damit wächst die saubere Stromerzeugung pro Kopf schneller als der Stromverbrauch pro Kopf. Ob auch der gesamte Stromverbrauch gestiegen ist, lässt sich ohne Angaben zur Bevölkerungsentwicklung allerdings nicht sicher feststellen. Weiteres Wachstum bei sauberem Strom ist wichtig, um den zusätzlichen Bedarf durch Elektrifizierung und KI zu decken.
Vorschläge
Maryland sollte seine bestehende Kernenergieerzeugung durch Leistungserhöhungen und zusätzliche Kapazitäten ausbauen und zugleich Solar auf Dächern sowie in größeren Anlagen deutlich stärken. Kernenergie liefert bereits große Strommengen und bietet deshalb einen starken Ausgangspunkt. Nahe gelegene Vergleichsregionen zeigen das Potenzial: Im US-Bundesstaat New Jersey stammen rund 33 % der Stromerzeugung aus Kernenergie, im US-Bundesstaat Connecticut rund 36 % und im US-Bundesstaat South Carolina sogar gut die Hälfte. Frankreich erreicht etwa zwei Drittel. Beim Solarausbau kann Maryland vom US-Bundesstaat Maine mit rund 18 % Solarstrom und von den Niederlanden mit rund 19 % lernen. Auch Wind sollte einen größeren Beitrag leisten: Der US-Bundesstaat Illinois erzeugt rund 13 % seines Stroms aus Wind, der US-Bundesstaat Maine rund 18 %. Diese Beispiele sprechen für einen Ausbau mehrerer sauberer Stromquellen, unterstützt durch passende Netzinfrastruktur und zügige Genehmigungen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngste Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung war zwischen 2024 und 2026 uneinheitlich. Die Kernenergieerzeugung sank 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 TWh und erholte sich 2025 und 2026 jeweils um 0,1 TWh; der Rückgang wurde damit noch nicht vollständig aufgeholt. Bei Wind gab es dagegen kontinuierliche Fortschritte: In allen drei Jahren kamen jeweils 0,1 TWh hinzu. Die Wasserkrafterzeugung blieb 2024 unverändert, ging jedoch 2025 um 0,3 TWh und 2026 um weitere 0,2 TWh zurück. Bei Biokraftstoffen wurde in allen drei Jahren keine Veränderung ausgewiesen. Insgesamt zeigen die Daten noch keinen durchgehend kräftigen Wachstumspfad für sauberen Strom. Umso wichtiger sind zusätzliche Kernenergie- und Solarkapazitäten sowie ein weiterer Ausbau der Windstromerzeugung.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













