Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Maine rund 62 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe etwa 37 % ausmachten. Solar und Wind lieferten jeweils rund 18 %, Wasserkraft etwa 15 % und Biokraftstoffe gut 10 %. Beim Solarstrom entfielen knapp 10 Prozentpunkte auf Anlagen der Versorgungsbetriebe und knapp 9 auf Anlagen zum Eigenverbrauch. Auf fossiler Seite dominierte Gas mit rund 35 % des gesamten Stromverbrauchs; Öl steuerte etwa 2 % bei. Damit ist Maines Stromversorgung bereits überwiegend kohlenstoffarm, doch die weiterhin erhebliche Nutzung fossiler Brennstoffe verursacht klim schädliche Emissionen und Luftverschmutzung.
Wächst der Strom in Maine?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 11.750 kWh und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 mit rund 11.400 kWh um 344 kWh beziehungsweise etwa 3 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf erreichte mit rund 7.240 kWh einen neuen Höchststand, nach etwa 7.150 kWh im Jahr 2025. Der angegebene Zuwachs beträgt rund 88 kWh beziehungsweise gut 1 %. Diese neuen Rekorde sind erfreulich, allerdings wächst die saubere Stromerzeugung langsamer als der Stromverbrauch. Ihr Ausbau sollte deshalb beschleunigt werden, um die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf etwa durch KI zunehmend mit sauberem Strom zu versorgen.
Vorschläge
Maine sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich den Aufbau von Kernenergie prüfen. Für Wind bieten Dänemark mit rund 59 % und der US-Bundesstaat Iowa mit rund 57 % Windstrom anschauliche Vorbilder. Beim Solarstrom können Erfahrungen aus dem US-Bundesstaat Kalifornien mit rund 31 % oder dem US-Bundesstaat Nevada mit rund 35 % hilfreich sein, wobei Maines örtliche Bedingungen berücksichtigt werden müssen. Besonders relevant für Kernenergie sind die benachbarten beziehungsweise nahe gelegenen US-Bundesstaaten New Hampshire und Connecticut: Dort liefert Kernenergie rund 52 % beziehungsweise 36 % des Stroms. Maine kann aus diesen Regionen lernen, wie ein starker Mix aus Wind, Solar und verlässlich verfügbarer Kernenergie eine umfangreichere kohlenstoffarme Stromversorgung ermöglicht.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngste Entwicklung von 2024 bis 2026 zeigt wachsende Windstromerzeugung, aber eine enttäuschende Abnahme der Wasserkraft. Die Windstromerzeugung legte 2024 um 0,1 TWh, 2025 um 0,4 TWh und 2026 erneut um 0,1 TWh zu – insgesamt also um 0,6 TWh. Gleichzeitig sank die Wasserkrafterzeugung zunächst deutlich um 1 TWh und anschließend um weitere 0,2 beziehungsweise 0,1 TWh. Bei Biokraftstoffen gab es 2024 einen Zuwachs von 0,2 TWh und 2025 von 0,1 TWh; 2026 blieb ihre Stromerzeugung unverändert. Insgesamt konnten die hier aufgeführten Zuwächse die Rückgänge der Wasserkraft nicht ausgleichen. Das unterstreicht, wie wichtig ein stärkerer Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung ist.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















