Elektrizität in Gibraltar im Jahr 2020
Im Jahr 2020 stammte Gibraltars Stromverbrauch vollständig aus fossilen Brennstoffen. Kohlenstoffarme Quellen wie Solarenergie, Wind und Kernenergie hatten nach den vorliegenden Daten keinen Anteil. Damit war die Stromversorgung vollständig von fossiler Erzeugung abhängig, die zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt. Der Aufbau sauberer Stromerzeugung bietet deshalb eine wichtige Chance für Gibraltar.
Wächst der Strom in Gibraltar?
Beim Stromverbrauch je Einwohner lag Gibraltar 2020 deutlich unter seinem bisherigen Höchststand: Er betrug rund 5.500 kWh pro Person, gegenüber knapp 6.800 kWh im Rekordjahr 2015. Das entspricht einem Rückgang um etwa 1.200 kWh beziehungsweise 18 Prozent. Diese Zahlen belegen keinen aktuellen Wachstumstrend; für eine Aussage über den gesamten Stromverbrauch wären außerdem Bevölkerungsdaten nötig. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb bei null kWh pro Person und damit unverändert gegenüber dem angegebenen Vergleichswert von 1990. Dieser Stillstand ist bedauerlich, denn die zunehmende Elektrifizierung und neue Anwendungen wie KI erfordern mehr sauberen Strom.
Vorschläge
Gibraltar sollte vor allem Solarstrom auf Dächern und anderen bereits bebauten Flächen ausbauen. Als räumlich oder klimatisch relevante Vorbilder zeigen Malta mit rund 11 Prozent und Zypern mit knapp einem Viertel Solarstrom, dass diese Quelle einen spürbaren Beitrag leisten kann. Im benachbarten Spanien liefert Solarenergie ebenfalls knapp ein Viertel, Wind ein Fünftel und Kernenergie knapp ein Fünftel der Stromerzeugung. Gibraltar kann daraus lernen, verschiedene kohlenstoffarme Quellen miteinander zu verbinden: durch eigene Solaranlagen, die Prüfung geeigneter Windstandorte und mögliche regionale Stromkooperationen. Auch Kernenergie sollte in langfristigen Versorgungsoptionen berücksichtigt werden, etwa über Partnerschaften und Strombezug sowie die Prüfung geeigneter Anlagenkonzepte. Frankreich und die Slowakei zeigen mit jeweils rund zwei Dritteln Kernstrom, welchen großen Beitrag diese saubere Quelle leisten kann.
Geschichte
Zur Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung enthält die Vorlage keine jährliche Liste mit Veränderungen nach Stromquelle. Eine Entwicklung nach Jahrzehnten oder einzelnen Ausbauphasen lässt sich deshalb nicht zuverlässig beschreiben. Die verfügbaren Eckwerte zeigen lediglich, dass der angegebene Höchstwert 1990 bei null kWh pro Person lag und auch 2020 keine kohlenstoffarme Stromerzeugung ausgewiesen wurde. Ein historischer Ausbau ist damit in den bereitgestellten Angaben nicht erkennbar – umso wichtiger ist es, künftig mit Solarenergie und weiteren sauberen Stromquellen einen Wachstumspfad einzuschlagen.













