In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, hat sich die Stromerzeugung in Georgia zu einem bedeutenden Anteil auf kohlenstoffarme Energien verlagert. Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus fossilen Brennstoffen, wobei Gas mit über einem Drittel den größten Anteil ausmacht und Kohle etwa ein Achtel beisteuert. Auf der anderen Seite spielen kohlenstoffarme Energiequellen eine bedeutende Rolle, wobei etwa 41% des erzeugten Stroms aus Kernenergie, Solarenergie, Biokraftstoffen und Wasserkraft stammen. Der größte Teil davon kommt aus Kernenergie, mit fast einem Drittel des gesamten Stroms. Solarenergie trägt etwas weniger als 7% bei, und Biofuels und Wasserkraft gemeinsam machen einen kleineren Teil des Mixes aus. Importierter Strom verstärkt das Netz um knapp 13%.
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Wächst der Strom in Georgia?
Trotz eines Rückgangs im gesamten Stromverbrauch in Georgia gibt es Anzeichen für ein Wachstum bei der kohlenstoffarmen Stromproduktion. Die Pro-Kopf-Stromverbrauchszahlen für 2025 zeigen einen Rückgang im Vergleich zum historischen Höchststand von 2004, was auf eine Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung hinweist. Dennoch ist die Produktion kohlenstoffarmer Energie gestiegen, wobei die jüngsten Zahlen um 155 kWh/person im Vergleich zum Vorjahr gewachsen sind, was einen positiven Trend in Richtung sauberer Energieerzeugung darstellt. Dies signalisiert einen Fortschritt, obwohl der Gesamtstromverbrauch nicht an frühere Höchststände heranreicht, und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen zur Erhöhung der grünen Stromproduktion.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Georgia weiter auszubauen, könnte der Staat von erfolgreichen Regionen lernen, die in bestimmten Technologien führend sind. Die Erweiterung der kapazitätsstarken Kernenergie könnte ein geeigneter Schritt sein, da diese ohnehin schon einen signifikanten Anteil der sauberen Stromerzeugung in Georgia liefert. Ein Blick auf Länder wie Frankreich und die Slowakei, die jeweils etwa 70% und 66% ihres Stroms aus Kernenergie beziehen, könnte als Inspiration dienen. Darüber hinaus könnten Staaten wie Nevada, das 33% seines Stroms aus Solarenergie bezieht, für Georgia als Vorbild dienen, um die Nutzung der Solarenergie zu verstärken. Da die globalen Herausforderungen im Bereich des Klimaschutzes und der Lufterhaltung weiter zunehmen, ist die Umstellung auf einen nachhaltigen und erweiterten Einsatz kohlenstoffarmer Technologien wichtiger denn je.
Geschichte
Die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Georgia hat über die Jahre einige Schwankungen erlebt. In den frühen 2000er Jahren zeigte sich ein gemischtes Bild, da die Kernenergieerzeugung im Jahr 2005 um 2,2 TWh zurückging. Ein Aufwärtstrend setzte sich jedoch ab 2010 fort, als die Kernenergie um 1,8 TWh zunahm. In den folgenden Jahren sah sich die Kernenergieerzeugung weiteren Schwankungen gegenüber, inklusive eines signifikanten Wachstums 2023 mit einem Anstieg von 3,3 TWh und einem beeindruckenden Sprung von 10,6 TWh im Jahr 2024. Wasserkraft hat ebenfalls eine unstete Entwicklung mitgemacht, erlebte in den letzten Jahrzehnten jedoch sowohl Rückgänge als auch Erholungen. Diese historische Leistung unterstreicht die Notwendigkeit einer strategischen Planung und Erhöhung kohlenstoffarmer Energiequellen, insbesondere durch bewährte Technologien wie Solar- und Kernenergie, um den zukünftigen Energiebedarf sauber und nachhaltig zu decken.