Im US-Bundesstaat Georgia wurden in den zwölf Monaten von Juli 2025 bis Juni 2026 rund 47 % des Stromverbrauchs durch fossile Brennstoffe gedeckt: etwa 34 % durch Gas und 12 % durch Kohle. Kohlenstoffarmer Strom erreichte knapp 41 %, wobei Kernenergie mit 30 % den größten Beitrag leistete. Solarstrom steuerte 7 % bei, überwiegend aus Anlagen der Versorgungsbetriebe, und Biokraftstoffe knapp 3 %. Netto-Importe deckten weitere rund 13 % des Stromverbrauchs; ihre Zusammensetzung lässt sich aus diesen Angaben nicht bestimmen. Damit liegt kohlenstoffarmer Strom noch hinter fossilem Strom, dessen Erzeugung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Georgia?
Georgias Stromverbrauch wächst leicht: Der aktuelle Wert für 2026 beträgt rund 15.040 kWh pro Person und übertrifft damit den bisherigen Rekord von 14.951 kWh aus dem Jahr 2025 um 89 kWh, also rund 0,6 %. Das ist ein neuer Höchststand, allerdings nur ein kleiner Zuwachs. Gleichzeitig sank die kohlenstoffarme Stromerzeugung auf rund 6.104 kWh pro Person, gegenüber dem bisherigen Rekord von 6.196 kWh im Jahr 2025. Dieser Rückgang um 92 kWh beziehungsweise etwa 1,5 % ist enttäuschend: Gerade angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI sollte die saubere Stromerzeugung stärker wachsen.
Vorschläge
Georgia sollte deshalb seine bereits bedeutende Kernenergieerzeugung weiter ausbauen und den Zubau von Solaranlagen beschleunigen. Ein besonders naheliegendes Vorbild ist der benachbarte US-Bundesstaat South Carolina, der 52 % seiner Stromerzeugung aus Kernenergie gewinnt; auch der US-Bundesstaat Illinois erreicht mit 49 % deutlich mehr als Georgia. Frankreich zeigt mit einem Kernenergieanteil von 67 %, welche tragende Rolle diese kohlenstoffarme Technologie übernehmen kann. Bei Solarstrom liefern die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 % ihrer Stromerzeugung hilfreiche Vergleichspunkte für einen deutlich größeren Ausbau. Ergänzend sollte Georgia geeignete Windstandorte prüfen: Der US-Bundesstaat Texas erzeugt 22 % seines Stroms mit Wind. Gemeinsam können zusätzliche Kernenergie, Solar- und Windanlagen die saubere Stromversorgung ausweiten und fossile Erzeugung verdrängen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben zeigen zunächst einen kräftigen Ausbau der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: 2024 stieg die Kernenergieerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 10,6 TWh, 2025 kamen weitere 3,2 TWh hinzu. Diese deutlichen Zuwächse waren ein großer Fortschritt für Georgias saubere Stromversorgung. Die Erzeugung aus Biokraftstoffen nahm 2024 um 0,4 TWh zu, sank jedoch 2025 um 0,7 TWh und 2026 um weitere 0,3 TWh. Bei der Wasserkraft blieb die Erzeugung 2024 und 2025 unverändert, bevor sie 2026 um 0,5 TWh zurückging. Auch die Kernenergieerzeugung sank 2026 leicht um 0,3 TWh. Nach den starken Zuwächsen der Vorjahre ist diese Abschwächung bedauerlich und unterstreicht, wie wichtig ein erneuter Wachstumskurs bei kohlenstoffarmem Strom ist.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













