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Elektrizität in Colorado im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juli 2025 – Juni 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
4.786 kWh/person +292
Gesamtelektrizität
10.762 kWh/person +32
Kohlenstoffarmer Elektrizität
44 % +2,0
Kohlenstoffintensität
323 gCO2eq/kWh -37

Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Colorado knapp 45 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und gut 44 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Die übrigen rund 11 % entfielen auf Netto-Importe, deren Erzeugungsmix hier nicht ausgewiesen ist. Bei den fossilen Quellen lieferte Gas rund 30 % des Stromverbrauchs und Kohle etwa 15 %. Auf der sauberen Seite führte Wind mit rund 27 %, gefolgt von Solar mit knapp 14 % und Wasserkraft mit gut 3 %. Der Solaranteil setzte sich aus etwa 10 % durch Versorgungsbetriebe und knapp 4 % aus Anlagen für den Eigenverbrauch zusammen. Damit liegen fossile und kohlenstoffarme Stromquellen nahezu gleichauf.

Wächst der Strom in Colorado?

Colorados Stromverbrauch wächst pro Kopf bisher nur geringfügig: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 10.760 kWh pro Person und damit etwa 30 kWh beziehungsweise 0,3 % über dem bisherigen Rekord von 2025. Erfreulicher ist der deutliche Zuwachs der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 4.790 kWh pro Person, knapp 300 kWh oder etwa 6,5 % mehr als beim bisherigen Höchststand von 2025. Sauberer Strom gewinnt damit deutlich an Boden, während der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch nahezu stagniert. Ob auch der absolute Stromverbrauch wächst, lässt sich ohne Bevölkerungszahlen nicht bestimmen. Für die zunehmende Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI ist ein weiterer kräftiger Ausbau sauberer Erzeugung wichtig.

Vorschläge

Colorado sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Orientierung bieten besonders andere US-Bundesstaaten: Im benachbarten Kansas liefert Wind etwa die Hälfte der Stromerzeugung, in Iowa sogar deutlich mehr als die Hälfte. Bei Solar zeigen die sonnenreichen US-Bundesstaaten Nevada mit rund 35 % und Kalifornien mit rund 31 %, dass wesentlich höhere Anteile möglich sind. Für Kernenergie sind der US-Bundesstaat Arizona mit etwa einem Viertel und Illinois mit fast der Hälfte der Stromerzeugung wichtige Vergleichsregionen. Auch Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln Kernenergie, welchen großen Beitrag diese saubere Stromquelle leisten kann. Ein breiter Ausbau von Wind, Solar und Kernenergie könnte fossilen Strom verdrängen und dadurch klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung vermindern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die vorliegenden Veränderungen von 2024 bis 2026 zeigen insgesamt einen erfreulichen Ausbau der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, allerdings mit einem zwischenzeitlichen Rückschritt beim Wind. Nach einem kräftigen Zuwachs von 1,5 TWh im Jahr 2024 sank die Windstromerzeugung 2025 um 0,5 TWh; 2026 legte sie wieder um 0,6 TWh zu und machte diesen Rückgang mehr als wett. Wasserkraft wuchs durchgehend: um 0,1 TWh im Jahr 2024 und jeweils 0,2 TWh in den beiden Folgejahren. Bei Biokraftstoffen gab es keine Veränderung. Zusammengenommen stieg die Erzeugung aus den hier aufgeführten kohlenstoffarmen Quellen über diese drei jährlichen Veränderungen um 2,1 TWh.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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