Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Colorado zeigt ein interessantes Profil bei der Nutzung verschiedener Energiequellen. Ausgehend von Daten von September 2024 bis August 2025 wird deutlich, dass ein klein wenig mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Colorado durch fossile Brennstoffe gedeckt wird, wobei Kohle und Gas fast gleichauf als Hauptenergieträger stehen. Hierbei entfällt auf Gas etwas mehr als ein Viertel, während Kohle einen ähnlichen Anteil ausmacht. Auf der anderen Seite machen kohlenstoffarme Energien in etwa 42 % der Elektrizität aus, wobei Windenergie einen erheblichen Anteil von über einem Viertel der Gesamtstromerzeugung ausmacht. Solarenergie trägt mit fast 12 % ebenfalls einen beachtlichen Beitrag bei. Effiziente Wasserkraftanlagen steuern etwa 3 % bei, während Netto-Importe einen verhältnismäßig geringen Anteil am Strommix haben.
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Wächst der Strom in Colorado?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs in Colorado zeigt sich ein eher stagnierendes Bild. Der jüngste Gesamtstromverbrauch liegt bei 10.674 kWh pro Person, was einen Rückgang um 1.049 kWh pro Person im Vergleich zum bisherigen Rekord aus dem Jahr 2006 von 11.723 kWh pro Person bedeutet. Diese Entwicklung ist insofern enttäuschend, als sie auf einen Rückgang des allgemeinen Wachstums hindeutet. Dennoch ist es positiv zu vermerken, dass die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität leicht gestiegen ist. Der neueste Wert liegt bei 4.455 kWh pro Person, was eine Steigerung von 25 kWh pro Person gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Vorjahr bedeutet. Dies unterstreicht die Bedeutung von kohlenstoffarmen Lösungen zur Erhaltung und Erhöhung der Erzeugungskapazitäten für zukunftssichere und nachhaltige Elektrizität.
Vorschläge
Um die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität in Colorado weiter zu steigern, wäre eine weitere Ausdehnung der Wind- und Solarenergie ein logischer Schritt, da diese Technologien bereits signifikante Beiträge leisten. Colorado könnte auch von anderen Regionen lernen, die in der Nutzung solcher Technologien erfolgreich sind. Beispielsweise erzeugt Iowa einen beeindruckenden Anteil von 60 % seines Stroms aus Windenergie, während Nevada mit 33 % einen erheblichen Teil seiner Elektrizität aus Solarenergie bezieht. Zudem könnte Colorado den Erfolg in der Nutzung von Kernenergie, wie in Staaten wie Illinois, wo Kernenergie 51 % der Stromproduktion ausmacht, als Vorbild verwenden. Die Kombination aus verstärktem Ausbau von Solarenergie und potenzieller Einführung von Kernenergie verspricht eine stabile Versorgung mit sauberer Energie und würde den Weg für ein nachhaltigeres Colorado ebnen.
Geschichte
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in Colorado, insbesondere im Bereich der Windenergie, ein bemerkenswertes Wachstum vollzogen. Etwa Mitte der 2000er Jahre begann der Aufschwung der Windtechnologie mit deutlichen Erhöhungen in den Jahren 2008 und 2011, die in diesen Jahren Zuwächse von bis zu 1,9 TWh zeigten. Dieses Wachstum setzte sich fort, besonders hervorzuheben ist die starke Entwicklung zwischen 2016 und 2022, mit konstanten Zuwächsen, wobei das Jahr 2020 einen besonders hohen Anstieg verzeichnete. Der Beitrag der Wasserkraft verblieb dagegen weitgehend stabil, mit leichten Fluktuationen. Auch wenn das Jahr 2023 einen leichten Rückgang der Windenergieerzeugung vermerkte, bleibt die allgemeine Tendenz in Richtung wachsender kohlenstoffarmer Stromproduktion bestehen, was die anhaltenden Bemühungen im Bereich der sauberen Energieerzeugung in Colorado widerspiegelt.