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Elektrizität in Bhutan im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
14.193 kWh/person -574
Gesamtelektrizität
15.248 kWh/person +224
Kohlenstoffarmer Elektrizität
93 % -6,9
Kohlenstoffintensität
51 gCO2eq/kWh +27

Bhutan deckte 2023 bereits rund 93 % seines Stromverbrauchs mit kohlenstoffarmem Strom – ein beachtlicher Erfolg. Dieser saubere Strom stammte vollständig aus Wasserkraft. Die übrigen rund 7 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus kohlenstoffarmen Quellen und fossilen Brennstoffen aus den Angaben nicht hervorgeht. Die nächste große Aufgabe ist die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie. Dafür wird Bhutan deutlich mehr sauberen Strom benötigen.

Wächst der Strom in Bhutan?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst, allerdings nur leicht über den bisherigen Höchststand hinaus: Mit rund 15.250 kWh pro Person lag er 2023 etwa 224 kWh beziehungsweise 1,5 % über dem bisherigen Rekord von 2021. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung besteht dagegen Aufholbedarf. Sie erreichte 2023 rund 14.200 kWh pro Person und lag damit etwa 574 kWh beziehungsweise 4 % unter dem Rekord von 2020. Der neue Verbrauchsrekord ist erfreulich, doch die saubere Stromerzeugung muss stärker zulegen, damit zusätzliche Nachfrage zunehmend durch heimische kohlenstoffarme Quellen gedeckt werden kann.

Vorschläge

Bhutan kann seine kohlenstoffarme Stromerzeugung durch zusätzliche Wasserkraftanlagen und die Modernisierung bestehender Kraftwerke steigern. Besonders sinnvoll wäre außerdem ein kräftiger Ausbau der Solarenergie, sowohl auf Gebäuden als auch in geeigneten Freiflächenanlagen. Damit würde Bhutan seine saubere Stromversorgung breiter aufstellen. Ergänzend sollte das Land prüfen, ob Kernenergie langfristig einen Beitrag leisten kann, etwa über regionale Kooperationen und geeignete kleinere Reaktorkonzepte. Investitionen in Stromnetze, Speicher und flexible Stromnutzung würden helfen, die zusätzliche saubere Erzeugung für die Elektrifizierung nutzbar zu machen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Bhutans ist in den vorliegenden Daten eine Geschichte der Wasserkraft. Nach einem Zuwachs von 0,2 TWh im Jahr 1996 folgten Anfang der 2000er-Jahre überwiegend kleinere Steigerungen, unterbrochen von einem Rückgang 2004. Besonders kräftig wuchs die Erzeugung 2006 und 2007 mit zusammen 3,8 TWh zusätzlichem Strom. In den 2010er-Jahren wechselten Zuwächse und Rückgänge: Auf Einbußen 2011 und 2012 folgte 2013 ein Plus von 0,8 TWh; auch 2014 und 2015 verliefen gegenläufig. Nach Rückgängen 2017 und insbesondere 2018 brachten 2019 und 2020 mit zusammen 4,5 TWh einen starken Wachstumsschub. Der Rückgang um 0,5 TWh im Jahr 2021 war ein bedauerlicher Rückschritt; der erneute Zuwachs um 0,4 TWh im Jahr 2023 ist dagegen ein erfreuliches Signal für den weiteren Ausbau sauberer Stromerzeugung.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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