Albanien deckt bereits **100 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen** – ein großer Erfolg für eine saubere Stromversorgung. In den letzten zwölf Monaten, von Juni 2025 bis Mai 2026, entfielen rund 83 % auf Wasserkraft und rund 17 % auf Solarstrom. Fossile Brennstoffe hatten damit keinen Anteil am angegebenen Strommix. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Heizung und Industrie stärker zu elektrifizieren. Dafür wird Albanien deutlich mehr sauberen Strom benötigen.
Wächst der Strom in Albanien?
Der Stromverbrauch in Albanien wächst und erreicht einen neuen Höchststand: Der aktuelle Wert für 2026 beträgt rund 3.610 kWh pro Person, gegenüber dem bisherigen Rekord von rund 3.340 kWh im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von rund 270 kWh pro Person beziehungsweise etwa 8 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreicht mit rund 3.610 kWh pro Person einen neuen Rekord. Sie liegt rund 450 kWh beziehungsweise 14 % über dem bisherigen Höchstwert von rund 3.160 kWh aus dem Jahr 2023. Diese Entwicklung ist erfreulich: Albanien erhöht seine Stromversorgung und hält sie zugleich vollständig kohlenstoffarm.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, sollte Albanien insbesondere seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung ausbauen. Größere Solaranlagen und Anlagen auf Wohnhäusern, Gewerbegebäuden und Industriehallen können zusätzlichen sauberen Strom liefern. Der Ausbau von Stromnetzen und Speichern kann helfen, diese wachsende Erzeugung für Verkehr, Heizung und Industrie nutzbar zu machen. Ergänzend sollte Albanien prüfen, wie Kernenergie langfristig zu einer noch umfangreicheren kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen könnte.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Albaniens ist in den vorliegenden Daten vor allem durch starke jährliche Veränderungen der Wasserkraft geprägt. 1996 stieg ihre Erzeugung um 1,5 TWh. In den 2000er-Jahren standen Rückgängen von 1 TWh im Jahr 2001 und 2,6 TWh im Jahr 2007 mehrere Zuwächse gegenüber: 2003 und 2009 jeweils 1,4 TWh sowie 2008 rund 1 TWh. Die 2010er-Jahre brachten besonders große Veränderungen: Auf einen Zuwachs von 2,4 TWh im Jahr 2010 folgte 2011 ein Rückgang von 3,4 TWh; auch danach wechselten deutliche Anstiege und Rückgänge einander ab. Besonders kräftig war der Zuwachs 2018 mit 4 TWh, während 2017 und 2019 jeweils 3,3 TWh weniger erzeugt wurden. In den 2020er-Jahren setzte sich dieses Muster fort: 2021 kamen 3,6 TWh hinzu, 2022 gingen 2,1 TWh verloren, 2023 stieg die Erzeugung um 1,8 TWh und 2024 sank sie um 1,2 TWh. Der jüngste Zuwachs von 1,4 TWh im Jahr 2026 ist ein erfreulicher Schritt hin zu mehr sauberem Strom.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.















