Albanien hat es geschafft, seine Stromerzeugung vollständig kohlenstoffarm zu gestalten, ein Meilenstein, der die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gänzlich beseitigt hat. Mehr als 96% der Stromproduktion stammen aus Wasserkraft, mit einem bescheidenen, aber wichtigen Anteil von über 3%, der durch Solarenergie gedeckt wird. Bemerkenswerterweise ist Albanien ein signifikanter Nettoexporteur von Strom, was den angrenzenden Regionen in ihrem Bestreben, die eigenen Emissionen zu senken, sehr zugutekommt. Die nächste Herausforderung besteht jedoch darin, den Strombedarf zu steigern, um andere Sektoren wie Transport, Heizung und Industrie zu elektrifizieren, ein Bestreben, das weit mehr Strom erfordern wird als derzeit vorhanden.
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Wächst der Strom in Albanien?
Der Stromverbrauch in Albanien zeigt einen leichten Wachstumstrend. Im Jahr 2023 liegt der Verbrauch bei 3205 kWh pro Person, was die bisherige Höchstmarke von 3193 kWh pro Person im Jahr 2013 übertrifft. Dies entspricht einem Anstieg um 11 kWh pro Person. Gleichzeitig hat auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung einen neuen Höchststand von 3205 kWh pro Person erreicht, was eine Steigerung um 67 kWh pro Person im Vergleich zum Rekord von 2021 bedeutet. Diese Anstiege sind jedoch noch nicht ausreichend, um die zukünftige Nachfrage zu decken, weshalb weiteres Wachstum dringend erforderlich ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Albanien weiter zu erhöhen, ist der Ausbau der Solarenergie von entscheidender Bedeutung. Albanien sollte in die technologische Entwicklung investieren, um die Effizienz der Solarzellen zu maximieren und großflächige Solaranlagen zu errichten. Zudem könnte Albanien in Betracht ziehen, Kernenergie als zuverlässige und emissionsfreie Stromquelle mit in sein Portfolio aufzunehmen. Ein solcher Mix aus Solar- und Kernenergie würde nicht nur die Energieversorgung des Landes sichern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Reduktion globaler Emissionen leisten.
Geschichte
Blickt man auf die Vergangenheit der kohlenstoffarmen Energieproduktion in Albanien, so gab es einige Schwankungen, besonders in der Wasserkraft. In den späten 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren, beispielsweise 1990 und 2001, verzeichnete die Wasserkraftproduktion Verluste von jeweils 1 TWh. In den späten 2000er Jahren, insbesondere 2007, erlebt die Stromerzeugung Einbrüche von bis zu 2,6 TWh, welche durch Anstiege in den folgenden Jahren, wie 2010 mit einem Zuwachs von 2,4 TWh, ausgeglichen wurden. Trotz der Herausforderungen hat Albanien es geschafft, in den letzten Jahren, insbesondere seit 2018, positive Schritte zu unternehmen, wie der deutliche Zuwachs 2018 mit 4 TWh und 2021 mit 3,6 TWh belegt. Diese bewegte Geschichte unterstreicht die Notwendigkeit einer diversifizierten und stabilen Strategie zur kohlenstoffarmen Energieerzeugung.