Aktuell wird in Alabama der Großteil des Stroms aus fossilen Brennstoffen erzeugt, die mehr als die Hälfte der gesamten Produktion ausmachen. Insbesondere Gas trägt mit fast 46% erheblich zur Stromversorgung bei. Kohlenstoffarme Technologien decken knapp 40% der Elektrizität, wobei Kernenergie mit rund 30% eine bedeutende Rolle spielt. Wasserkraft ist für fast 6% verantwortlich, während Biokraftstoffe einen geringen Anteil von etwa 2% ausmachen. Der Anteil an Kohle beläuft sich auf rund 15%. Es ist deutlich, dass Alabama zwar Fortschritte bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gemacht hat, jedoch der Löwenanteil nach wie vor auf fossilen Brennstoffen basiert.
Wächst der Strom in Alabama?
Der Elektrizitätskonsum in Alabama hat kürzlich einen Rückgang erfahren. Die aktuelle Gesamtstromnutzung beträgt 27.408 kWh pro Person, was einem Rückgang von 303 kWh im Vergleich zur historischen Höchstmarke im Jahr 2024 entspricht. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom ist von ihrem Höchststand im Jahr 2023 um 690 kWh pro Person auf derzeit 10.717 kWh gesunken. Diese stagnierende oder sogar sinkende Stromproduktion, insbesondere bei der kohlenstoffarmen Energie, ist besorgniserregend und könnte die Erfüllung zukünftiger Anforderungen durch Elektrifizierung und das Wachstum der Künstlichen Intelligenz gefährden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Alabama zu steigern, ist es empfehlenswert, die bestehende Kernenergiekapazität auszubauen. Frankreich zeigt beeindruckend, dass Kernenergie mehr als zwei Drittel ihres Strombedarfs decken kann. Auch Regionen wie South Carolina und Illinois nutzen Kernenergie erfolgreich und könnten als Vorbilder dienen. Darüber hinaus könnten Solarenergieprojekte von Kalifornien, das etwa 31% seiner Elektrizität durch Solarenergie erzeugt, oder Nevada mit 34% Erzeugung, Alabamas Strategie beeinflussen. Ein starker Fokus auf die Erweiterung von Kern- und Solarenergie könnte zudem helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und zu einer saubereren Energiezukunft beizutragen.
Geschichte
In der jüngsten Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Alabama gab es einige besorgniserregende Entwicklungen. Besonders auffällig war der Rückgang der Kernenergiemengen, die 2024 um 1,1 TWh und 2025 um weiter 1,8 TWh gesunken sind. Gleichzeitig blieb die Erzeugung aus Wasserkraft nahezu unverändert mit einem leichten Rückgang um jeweils 0,1 TWh in den Jahren 2024 und 2025, während Biokraftstoffe 2024 leicht um 0,1 TWh zunahmen und dann stabil blieben. Dies zeigt einen deutlichen Abwärtstrend in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, der der beständigen Wachstumsdynamik von Ländern, die auf Kernenergie setzen, entgegengesetzt ist und dringende Maßnahmen erfordert, um diesen Trend umzukehren.













