Von August 2025 bis Juli 2026 stammten in Zypern rund 72 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen, ausschließlich aus Öl. Kohlenstoffarme Quellen deckten dagegen etwa 28 % des Stromverbrauchs. Solarstrom lieferte mit rund 23 % fast ein Viertel des gesamten Stroms, Wind weitere gut 4 %. Damit hat saubere Stromerzeugung bereits einen wichtigen Platz, doch Öl dominiert weiterhin deutlich. Ein höherer Anteil kohlenstoffarmen Stroms würde helfen, die Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe zu verringern.
Wächst der Strom in Zypern?
Ein Wachstum des gesamten Stromverbrauchs lässt sich aus dem Vergleich mit dem bisherigen Rekord nicht erkennen: Der Wert für 2026 liegt bei rund 4.210 kWh pro Person und damit etwa 510 kWh beziehungsweise 11 % unter dem Höchststand von 2010 mit rund 4.720 kWh. Dieser Abstand ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI ein Anlass, den Ausbau der Stromversorgung stärker voranzutreiben; über die Veränderung gegenüber dem unmittelbar vorherigen Jahr sagt er allerdings nichts aus. Erfreulich ist der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 1.180 kWh pro Person und übertraf damit den bisherigen Höchststand von 2025 um knapp 60 kWh beziehungsweise etwa 5 %.
Vorschläge
Zypern sollte vor allem seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung weiter ausbauen. Als Orientierung dienen Nordmazedonien mit einem Solaranteil von 40 % und der US-Bundesstaat Nevada mit 35 % der jeweiligen Stromerzeugung. Beim Wind kann Zypern vom geografisch nahen Griechenland lernen, wo diese Quelle rund 21 % des Stroms liefert. Ergänzend sollte Zypern prüfen, wie Kernenergie langfristig zu einer größeren, verlässlichen kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen könnte. Beispiele sind Frankreich mit rund zwei Dritteln Kernenergie sowie die Vereinigten Arabischen Emirate mit rund einem Fünftel. Der Ausbau von Solar- und Windkraft, ergänzt durch die Prüfung von Kernenergie, bietet eine klare Richtung für mehr sauberen Strom.
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Zypern begann in den vorliegenden Daten mit Windzuwächsen von jeweils rund 0,1 TWh in den Jahren 2011 und 2012. In den anschließend aufgeführten Jahren bis 2018 wurden bei Wind und Solar überwiegend keine Veränderungen auf der angegebenen Genauigkeitsstufe verzeichnet. Ab 2020 gewann Solar deutlich an Dynamik: Von 2020 bis 2022 kamen jährlich etwa 0,1 TWh hinzu, von 2023 bis 2025 jeweils rund 0,2 TWh. Diese anhaltende Expansion ist ein erfreulicher Fortschritt. Für 2026 zeigen die Daten dagegen keinen ausgewiesenen Solarzuwachs, was nach den starken Vorjahren enttäuschend ist; zugleich legte die Windstromerzeugung um etwa 0,1 TWh zu. Nun gilt es, an die erfolgreichen Solarjahre anzuknüpfen und das Wachstum sauberer Stromerzeugung zu beschleunigen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.














