Von Juli 2025 bis Juni 2026 deckten fossile Brennstoffe rund 40 % des Stromverbrauchs in Virginia: Gas lieferte etwa 37 %, Kohle gut 2 %. Kohlenstoffarmer Strom erreichte dagegen rund 26 %, also gut ein Viertel. Davon entfielen etwa 17 % auf Kernenergie, knapp 7 % auf Solarenergie und gut 2 % auf Biokraftstoffe. Solaranlagen von Versorgungsbetrieben allein deckten rund 6 % des Stromverbrauchs. Netto-Importe machten weitere 34 % aus, also etwa ein Drittel; ihre Aufteilung in fossile und kohlenstoffarme Quellen geht aus den Angaben nicht hervor.
Wächst der Strom in Virginia?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst in Virginia weiter: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 18.300 kWh und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 um 226 kWh beziehungsweise gut 1 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf erreichte mit rund 4.740 kWh einen neuen Höchststand. Ihr Zuwachs gegenüber dem Rekord von 2025 betrug allerdings nur 13 kWh, also knapp 0,3 %. Diese Rekorde sind erfreulich, doch gerade die saubere Stromerzeugung wächst bislang kaum. Für die zusätzliche Nachfrage durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen braucht Virginia deutlich mehr kohlenstoffarmen Strom.
Vorschläge
Virginia sollte seine bestehende Kernenergie ausbauen und zugleich den Ausbau der Solarenergie beschleunigen. Besonders relevant sind Erfahrungen anderer US-Bundesstaaten: Im US-Bundesstaat South Carolina liefert Kernenergie rund 52 % der Stromerzeugung, in Pennsylvania etwa 31 % und in Georgia rund 30 %. Diese Regionen zeigen, welchen großen Beitrag Kernenergie leisten kann. Bei Solarenergie bieten die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 % wichtige Anregungen für einen wesentlich größeren Ausbau. Ergänzend sollte Virginia geeignete Windprojekte vorantreiben: Der US-Bundesstaat Iowa erzeugt rund 57 % seines Stroms aus Wind, und auch der US-Bundesstaat Illinois verbindet einen hohen Kernenergieanteil von 49 % mit 13 % Windstrom. Ein solcher Mix kann Virginias saubere Stromversorgung stärken und fossile Stromerzeugung mit ihren Klima- und Luftschadstoffemissionen zurückdrängen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben für 2024 bis 2026 zeigen bei mehreren kohlenstoffarmen Quellen eine schwache Entwicklung. Die Kernstromerzeugung sank 2024 und 2025 jeweils um 0,7 TWh und 2026 um weitere 0,4 TWh, insgesamt also um 1,8 TWh gegenüber dem Stand von 2023. Damit blieb ihr wichtiger Beitrag zuletzt unter dem früheren Niveau; zusätzliche saubere Erzeugung ist umso dringlicher. Bei Wasserkraft gab es 2024 einen Rückgang um 0,2 TWh und 2025 keine Veränderung. Die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen blieb 2024 unverändert und stieg anschließend um 0,2 beziehungsweise 0,1 TWh. Windstrom verzeichnete in allen drei Jahren keine Veränderung. Angaben zur historischen Entwicklung der Solarstromerzeugung fehlen in dieser Reihe, sodass sich daraus kein vollständiges Bild der gesamten kohlenstoffarmen Stromerzeugung ableiten lässt.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













