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Elektrizität in Syrien im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
39 kWh/person -283
Gesamtelektrizität
894 kWh/person -1.170
Kohlenstoffarmer Elektrizität
4,4 % -63
Kohlenstoffintensität
564 gCO2eq/kWh +336

Syriens Stromverbrauch beruhte 2022 fast vollständig auf fossilen Brennstoffen: Sie deckten rund 96 % des Verbrauchs, wobei Gas allein etwa 38 % ausmachte. Kohlenstoffarmer Strom hatte dagegen nur einen Anteil von gut 4 %. Der größte Teil davon stammte aus Wasserkraft, die knapp 4 % des gesamten Stromverbrauchs deckte. Andere kohlenstoffarme Quellen spielten somit kaum eine Rolle. Ein Ausbau sauberer Stromerzeugung könnte die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und damit auch deren Beiträge zu Klimawandel und Luftverschmutzung reduzieren.

Wächst der Strom in Syrien?

Die vorliegenden Zahlen zeigen keinen Wachstumstrend gegenüber den historischen Höchstständen, sondern einen erheblichen Rückstand. Der Stromverbrauch lag 2022 bei rund 890 kWh pro Person, gegenüber etwa 2.060 kWh im Rekordjahr 2010. Das entspricht einem Rückgang um 1.170 kWh beziehungsweise rund 57 %. Noch ausgeprägter ist der Abstand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Mit lediglich 39 kWh pro Person lag sie rund 88 % unter dem Rekord von 322 kWh aus dem Jahr 1984. Dieser Verlust sauberer Stromerzeugung ist besorgniserregend. Syrien braucht wieder deutlich mehr Strom, insbesondere kohlenstoffarmen, um Versorgung und wirtschaftliche Entwicklung zu stärken und künftig zusätzlichen Bedarf durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen zu decken.

Vorschläge

Für den Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung sollte Syrien insbesondere Solarenergie und Kernenergie berücksichtigen. Naheliegende regionale Vorbilder für Solar sind der Libanon, wo diese Quelle rund 31 % der Stromerzeugung liefert, sowie Zypern mit etwa 23 % und Jordanien mit 15 %. Syrien könnte daraus Ansätze für Solaranlagen auf Gebäuden und größere Solarparks ableiten und parallel Stromnetze und Speicher ausbauen. Bei der Kernenergie bieten die Vereinigten Arabischen Emirate mit rund 20 % und Armenien mit etwa 29 % der Stromerzeugung relevante regionale Vergleichspunkte; Frankreich zeigt mit ungefähr zwei Dritteln, welchen großen Beitrag Kernenergie leisten kann. Syrien sollte deshalb auch einen langfristigen Aufbau entsprechender Fachkräfte, Institutionen und internationaler Partnerschaften prüfen. Ergänzend lohnt sich die Untersuchung geeigneter Windstandorte: In der benachbarten Türkei liefert Wind etwa 12 % des Stroms, in Marokko rund 20 %.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung betreffen ausschließlich Wasserkraft. In den frühen 1980er-Jahren gab es Zuwächse von 0,3 TWh im Jahr 1982 und 0,5 TWh im Jahr 1984; 1986 folgte eine Veränderung von −0,5 TWh. Anfang der 2000er-Jahre wechselten die jährlichen Veränderungen deutlich: Auf zusammen 0,7 TWh Zuwachs 2000 und 2001 folgten −1 TWh im Jahr 2002, bevor die Erzeugung zwischen 2003 und 2005 insgesamt um 1,9 TWh zunahm. Von 2006 bis 2009 summierten sich die Veränderungen auf −2,5 TWh. Die Jahre 2010 und 2011 brachten jeweils 0,7 TWh zusätzlichen Strom. Zwischen 2013 und 2015 betrugen die Veränderungen insgesamt −2,8 TWh, darunter −1,9 TWh allein 2015. Zuletzt stehen in dieser Reihe ein Zuwachs von 0,5 TWh im Jahr 2016 und eine Veränderung von −0,2 TWh im Jahr 2017. Insgesamt unterstreicht diese wechselhafte Entwicklung, wie wichtig zusätzliche saubere Stromerzeugung aus Solar- und Kernenergie für einen verlässlichen Wachstumspfad wäre.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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