Von Juni 2025 bis Mai 2026 stammten in Peru knapp 64 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft stellte mit rund 52 % mehr als die Hälfte der Stromversorgung bereit, gefolgt von Wind mit etwa 6 % und Solar mit gut 4 %. Fossile Brennstoffe lieferten dagegen rund 36 % des Stroms, fast vollständig aus Gas, dessen Anteil knapp 36 % betrug. Damit überwiegt sauberer Strom deutlich, doch die weiterhin erhebliche fossile Stromerzeugung verursacht klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung.
Wächst der Strom in Peru?
Beim Stromverbrauch pro Kopf zeigt Peru derzeit kein Wachstum gegenüber seinem bisherigen Höchststand: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 1.800 kWh pro Person und liegt damit 69 kWh beziehungsweise knapp 4 % unter dem Rekord von 2024 mit 1.869 kWh. Dieser Rückgang ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen bedenklich. Erfreulich ist dagegen der leichte Fortschritt bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreicht rund 1.144 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von rund 1.135 kWh aus dem Jahr 2025 um etwa 1 %. Sauberer Strom wächst somit pro Kopf leicht, während der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch unter seinem Rekord bleibt.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung deutlich zu steigern, sollte Peru insbesondere Solar ausbauen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Das benachbarte Chile bietet ein relevantes Vorbild: Dort liefert Solar bereits rund 24 % des Stroms. Auch der US-Bundesstaat Nevada zeigt mit etwa 35 % Solarstrom, welchen Beitrag diese Technik leisten kann. Für ergänzenden Windkraftausbau ist Uruguay interessant, wo Wind rund ein Drittel der Stromerzeugung deckt. Bei der Kernenergie kann Peru von Frankreich mit einem Kernenergieanteil von rund zwei Dritteln sowie von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit rund 20 % lernen. Zusammen mit der bestehenden Wasserkraft könnten mehr Solar-, Wind- und Kernenergie die saubere Stromversorgung vergrößern und fossile Stromerzeugung ersetzen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Historisch wurde Perus kohlenstoffarme Stromerzeugung vor allem durch Wasserkraft geprägt. Nach einem Zuwachs von 1 TWh im Jahr 1981 folgten in den frühen 1990er-Jahren deutliche Schwankungen: Auf ein Plus von 1 TWh 1991 und einen Rückgang um 1,8 TWh 1992 folgte 1993 und 1994 eine Erholung um insgesamt 3 TWh. In den 2000er-Jahren brachten 2000, 2001 und 2006 zusammen 4,6 TWh zusätzlichen Wasserkraftstrom, unterbrochen von einem Rückgang um 1 TWh 2004. Die 2010er-Jahre waren von kräftigen Zuwächsen geprägt, besonders 2017 mit zusätzlichen 4,9 TWh und 2018 mit 1,7 TWh. In den frühen 2020er-Jahren wechselten Rückgänge 2020 und 2022 mit einer Erholung 2021; 2024 stieg die Wasserkrafterzeugung wieder deutlich um 2,9 TWh. Zugleich wurde der Ausbau breiter: Wind lieferte 2024 zusätzlich 1,5 TWh, Solar folgte 2025 mit einem Plus von 0,9 TWh.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















