Der derzeitige Zustand des Stromverbrauchs in Peru zeigt eine interessante Dynamik zwischen kohlenstoffarmer und fossil basierter Stromerzeugung. Mehr als die Hälfte des gesamten Stroms wird aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, wobei die Wasserkraft mit einem Anteil von etwas mehr als 50% die führende Rolle spielt. Die Wind- und Solarenergie tragen zusammen fast 8% zur Stromerzeugung bei, wobei Windkraft einen Anteil von 6% und Solarkraft 2% ausmacht. Auf der anderen Seite stammen bei annähernd 41% der Stromversorgung aus fossilen Brennstoffen, wobei Gas mit einem Anteil von rund 39% der Hauptakteur ist. Diese Aufteilung zeigt, dass Peru bereits erhebliche Fortschritte im Bereich der kohlenstoffarmen Energieerzeugung gemacht hat, doch besteht weiterhin ein substanzieller Anteil an Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Peru?
Was das Wachstum des Stromverbrauchs angeht, zeigt das Jahr 2024 in Peru eine positive Entwicklung. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch liegt bei 1.869 kWh, womit das vorherige Rekordjahr 2023 mit 1.839 kWh übertroffen wird. Dies bedeutet einen Anstieg von 30 kWh auf Pro-Kopf-Basis. Auch im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wird ein Zuwachs verzeichnet: Der Pro-Kopf-Wert hat 1.107 kWh erreicht, ein Plus von 46 kWh gegenüber dem bisherigen Höchststand im Jahr 2019. Diese Zunahmen deuten darauf hin, dass sowohl der Gesamtstromverbrauch als auch der Anteil an sauberem Strom in Peru ansteigt, was für die Zukunft des Landes vielversprechend ist.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung weiter zu steigern, kann Peru von erfolgreichen Regionen weltweit lernen, indem es sowohl die Solar- als auch die Kernenergie intensiviert. In Nevada zum Beispiel macht Solarenergie 33% des Strommix aus, während Uruguay 33% des Stroms aus Windenergie gewinnt. Kernenergie kann auch eine vielversprechende Rolle spielen; Frankreich und die Slowakei zeigen mit einem Kernenergieanteil von 68% bzw. 67%, wie effektiv diese Energiequelle in einem nationalen Strommix integriert werden kann. Durch die verstärkte Nutzung dieser Technologien könnte Peru den Weg in eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Stromversorgung gehen.
Geschichte
In der Geschichte des kohlenstoffarmen Stroms in Peru spielte die Wasserkraft eine zentrale Rolle. In den 1980er Jahren verzeichnete sie stetige, jedoch bescheidene Wachstumsraten, mit Ausnahme eines bedeutenden Rückgangs im Jahr 1992. Die 1990er und 2000er Jahre waren von einem schrittweisen Anstieg geprägt, der gelegentlich durch Rückgänge, wie in den Jahren 2004 und 2020, unterbrochen wurde. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum verstärkt, mit einem bemerkenswerten Sprung im Jahr 2017 und einem weiteren Aufschwung im Jahr 2024. Im selben Jahr konnte auch die Windenergie mit einem Plus von 1,5 TWh erhebliche Fortschritte verzeichnen, was die Diversifizierung des energiearmen Erzeugungsmixes in Peru weiter vorantreibt.