In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, wird der Großteil des in Pennsylvania verbrauchten Stroms weiterhin durch fossile Brennstoffe erzeugt, wobei insgesamt etwa zwei Drittel, oder genauer gesagt 65,35%, der Stromerzeugung auf fossile Quellen entfallen. Insbesondere Gas trägt zu mehr als der Hälfte der Gesamtstromproduktion bei. Kohle bleibt mit einem Anteil von ungefähr 7% an der Elektrizitätsproduktion eine kleinere, aber nicht unerhebliche Quelle. Auf der anderen Seite machen kohlenstoffarme Energiequellen fast ein Drittel der Elektrizitätserzeugung aus, wobei Kernenergie mit einem Anteil von ungefähr 30% den Löwenanteil der sauberen Energie in Pennsylvania ausmacht. Wind- und Solarenergie tragen jeweils mit kleinen Anteilen von rund 1,5% beziehungsweise 1,2% zur Stromerzeugung bei. Diese Daten spiegeln die Herausforderungen wider, vor denen Pennsylvania steht, um seinen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu erhöhen und die Energiewende zu meistern.
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Wächst der Strom in Pennsylvania?
Es gibt Anzeichen dafür, dass der Stromverbrauch in Pennsylvania wächst. Die neuesten Zahlen für 2025 zeigen eine Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs auf 18.975 kWh, was einen Anstieg von 382 kWh im Vergleich zur bisherigen Höchstmarke im Jahr 2021 bedeutet. Trotzdem zeigt der Vergleich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Anlass zur Besorgnis. Trotz des allgemeinen Wachstums im Stromverbrauch ist der kohlenstoffarme Stromverbrauch im Jahr 2025 mit 6.503 kWh pro Person gesunken. Dies stellt einen signifikanten Rückgang von 788 kWh hinsichtlich des früheren Rekords im Jahr 2018 dar. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Pennsylvania seine Strategie überdenken und Anstrengungen unternehmen muss, um die Erzeugung kohlenstoffarmer Energiequellen zu fördern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Pennsylvania auf den Ausbau der bereits in großem Umfang genutzten Kernenergie setzen. Hierbei können Lehren aus erfolgreichen Regionen gezogen werden. Zum Beispiel generiert Frankreich 68% seines Stroms aus Kernenergie, während der Staat Illinois mit 51% ebenfalls hohe Anteile erzielt. Um die Anteile von Wind- und Solarenergie zu erhöhen, könnte Pennsylvania von Iowa lernen, wo 60% des Stroms aus Windenergie kommen, und von Nevada, das 33% seines Stroms aus Solarenergie bezieht. Mit einem stärkeren Fokus auf den Ausbau von Kernenergie, Solarenergie und vielleicht weiteren Investitionen in Windenergie kann Pennsylvania seine saubere Energieproduktion erheblich erhöhen, um um umweltbewusste Ziele zu erfüllen und langfristig den Energiemarkt zu stärken.
Geschichte
Betrachtet man die Historie der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Pennsylvania, zeigt sich ein gemischtes Bild. In den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts gab es im Bereich der Kernenergie einige bedeutende Rückgänge, insbesondere 2005, 2009 und 2011, aber auch 2020, mit einem sehr signifikanten Rückgang von 6,7 TWh im letzten Fall. Gleichzeitig verzeichnete die Windenergie regelmäßige Anstiege, insbesondere in den Jahren 2010 und 2013. Wesentlich ist, dass die Kernenergieerzeugung im Jahr 2013 mit einem Wachstum von 3,5 TWh einen wichtigen Schub erhielt. Im Jahr 2025 gab es auch einen Anstieg der Solarenergie um 0,9 TWh. Dies zeigt, dass trotz vergangener Rückgänge, insbesondere beim Atomstrom, ein wieder aufkeimender Aufwärtstrend bei sauberen Energien durchaus möglich ist. Durch die Konsequenz der Entwicklungskosten- und Leistungsvorteile sollte der Fokus auf die Förderung kohlenstofffreier Stromquellen gerichtet sein, insbesondere im Hinblick auf die dringend benötigte Dekarbonisierung des Energiesektors in Pennsylvania.