Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Pennsylvania knapp zwei Drittel des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und rund 35 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Gas dominierte mit etwa 57 %, während Kohle weitere 7 % beitrug. Kernenergie lieferte mit knapp 31 % den weitaus größten Anteil des sauberen Stroms; Solar und Wind kamen jeweils auf etwa 1,5 %. Pennsylvania besitzt damit eine starke Grundlage für kohlenstoffarmen Strom, ist aber weiterhin überwiegend von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Pennsylvania?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst derzeit nicht: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 18.800 kWh und liegt damit etwa 200 kWh beziehungsweise 1 % unter dem bisherigen Rekord von 2025. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gibt es dagegen einen kleinen Fortschritt: Sie erreichte rund 6.550 kWh pro Person und übertraf den Rekord des Vorjahres um 33 kWh, also etwa 0,5 %. Dieser neue Höchststand ist erfreulich, doch das Wachstum bleibt gering. Angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und künstliche Intelligenz sollte Pennsylvania seine saubere Stromerzeugung deutlich stärker ausbauen.
Vorschläge
Dafür sollte Pennsylvania insbesondere die Leistung bestehender Kernkraftwerke erhöhen und zusätzliche Kernenergiekapazitäten prüfen. Die US-Bundesstaaten Illinois mit rund 49 % und New Hampshire mit 52 % Kernenergieanteil an der Stromerzeugung zeigen, welche größere Rolle diese kohlenstoffarme Quelle übernehmen kann; Frankreich erreicht sogar rund 67 %. Ergänzend sollte Pennsylvania Solar auf Dächern und geeigneten Freiflächen ausbauen: Der US-Bundesstaat Maine erzielt bereits 18 % Solarstrom, Deutschland rund 20 %, was auch außerhalb besonders sonnenreicher Regionen das Potenzial verdeutlicht. Auch Wind verdient einen stärkeren Ausbau an geeigneten Standorten. Als Vergleich bieten sich die US-Bundesstaaten Illinois mit 13 % und Maine mit 18 % Windstrom an. Ein solcher Ausbau verschiedener sauberer Stromquellen würde die fossile Abhängigkeit verringern und zusätzlichen Strombedarf decken.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Daten für 2024 bis 2026 zeigen insgesamt nur kleine Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Bei der Kernenergie folgte auf einen Zuwachs von 0,1 TWh im Jahr 2024 eine enttäuschende Abnahme um 0,4 TWh im Jahr 2025; der Wiederanstieg um 0,3 TWh im Jahr 2026 war daher ein wichtiger Schritt zurück zu höherer Erzeugung. Wind blieb 2024 unverändert, legte 2025 um 0,3 TWh zu und verlor 2026 wieder 0,1 TWh. Die Wasserkrafterzeugung sank in allen drei Jahren zusammen um 0,4 TWh, während Biokraftstoffe unverändert blieben. Diese insgesamt schwache Entwicklung unterstreicht, wie wichtig ein entschlossener Ausbau insbesondere von Kernenergie und Solar für eine wachsende, kohlenstoffarme Stromversorgung ist.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








