Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Mississippi rund 80 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen: Gas dominierte mit etwa 76 %, Kohle lieferte gut 4 %. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur etwa ein Fünftel aus. Den größten sauberen Beitrag leistete die Kernenergie mit rund 13 %, gefolgt von Solarstrom mit gut 4 % und Biokraftstoffen mit knapp 2 %. Der Solarstrom kam nahezu vollständig aus Anlagen von Versorgungsbetrieben. Die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unterstreicht, wie wichtig mehr saubere Stromerzeugung zur Verringerung von Klimabelastung und Luftverschmutzung ist.
Wächst der Strom in Mississippi?
Die jüngsten Zahlen zeigen kein Wachstum des Stromverbrauchs pro Kopf. Der für 2026 ausgewiesene Wert beträgt rund 26.390 kWh je Person und liegt damit etwa 230 kWh beziehungsweise knapp 1 % unter dem bisherigen Rekord von 2025. Noch besorgniserregender ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte zuletzt rund 5.230 kWh je Person, gegenüber etwa 5.530 kWh im Rekordjahr 2025. Das entspricht einem Minus von rund 300 kWh oder gut 5 %. Ob der gesamte Stromverbrauch wächst, lässt sich aus Pro-Kopf-Werten allein nicht ableiten. Für die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI wäre jedoch ein deutlicher Ausbau sauberer Erzeugung wünschenswert.
Vorschläge
Mississippi sollte seine bestehende Kernenergie ausbauen und die Solarstromerzeugung deutlich steigern. Besonders relevante Vorbilder sind benachbarte Regionen: In den US-Bundesstaaten Alabama und Georgia liefert Kernenergie jeweils rund 30 % des Stroms, in Tennessee etwa ein Drittel und in South Carolina sogar mehr als die Hälfte. Diese Beispiele zeigen, welche tragende Rolle Kernenergie auch im Südosten der USA übernehmen kann. Beim Solarstrom können die US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 % als Orientierung für einen wesentlich größeren Beitrag dienen. Ergänzend sollte Mississippi geeignete Windprojekte prüfen: Im US-Bundesstaat Texas liefert Wind rund 22 % des Stroms, in Oklahoma sogar 45 %. Ein solcher Ausbau würde die saubere Stromversorgung stärken und zusätzlichen Verbrauch zunehmend kohlenstoffarm decken.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngere Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Mississippi ist von enttäuschenden Rückschritten und einer nur teilweisen Erholung geprägt. 2024 sank die Kernstromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 1,1 TWh; bei Biokraftstoffen betrug der Rückgang 0,1 TWh. 2025 folgte eine erfreuliche Erholung der Kernenergie um 0,8 TWh, ergänzt durch einen Zuwachs der Windstromerzeugung um 0,2 TWh. Die Biokraftstofferzeugung blieb unverändert. 2026 ging die Kernstromerzeugung jedoch erneut um 1,3 TWh zurück, während Wind und Biokraftstoffe stagnierten. Damit wurde der vorherige Kernenergiezuwachs mehr als aufgezehrt – ein besorgniserregender Rückschritt für die saubere Stromversorgung, der die Dringlichkeit einer stärkeren und wachsenden kohlenstoffarmen Erzeugung verdeutlicht.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













