Elektrizität in Massachusetts im Jahr 2024/2025
In Massachusetts wird der größte Teil des Stroms durch Netto-Importe gedeckt, die mehr als die Hälfte des Bedarfs ausmachen (56,22%). Der Anteil der fossilen Brennstoffe liegt bei rund 29%, wobei Gas fast die gesamte Menge der fossilen Energiequellen ausmacht. Kohlenstoffarme Energien wie Solar und Biokraftstoffe kommen dagegen auf insgesamt 13%, wobei fast 11% aus Solarenergie stammen. Die Solarkapazitäten sind aufgeteilt in Solar (BTM) mit rund 7% und Solar (Utility) mit etwa 4%. Der Anteil der Biokraftstoffe ist dagegen eher marginal und beträgt knapp 1,5%. Vereinigte Stärke von kohlenstoffarmen Energiequellen zeigt das Potenzial von Massachusetts, saubere Energie zu fördern.
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Wächst der Strom in Massachusetts?
Wenn wir die Frage betrachten, ob der Stromverbrauch in Massachusetts wächst, sehen wir einen Rückgang gegenüber historischen Höchstständen. Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 8389 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang von 1572 kWh im Vergleich zu 2005 bedeutet, als der Verbrauch bei 9961 kWh pro Person lag. Der gänzlich kohlenstoffarme Anteil ist ebenfalls gesunken: Aktuell werden 1108 kWh pro Person aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, im Vergleich zu 1389 kWh im Jahr 2018, was einen Rückgang von 281 kWh bedeutet. Diese Rückgänge sind besorgniserregend, da sie im Widerspruch zu dem allgemeinen globalen Trend stehen, die klar pro Elektrifizierung und Dekarbonisierung spricht.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Massachusetts zu erhöhen, sollte in den Ausbau der bestehenden Solarkapazitäten investiert werden. Massachusetts könnte von erfolgreichen Regionen wie Kalifornien lernen, wo Solarenergie fast ein Drittel des Stroms ausmacht. Auf internationaler Ebene könnten Länder mit einem starken Kernenergieanteil, wie Frankreich (70% Kernenergie), als Inspiration dienen. Auch New Hampshire zeigt mit 54% einen bedeutenden Anteil an Kernenergie. Diese Beispiele verdeutlichen, dass sowohl Solarenergie als auch Kernenergie stabile, saubere und effiziente Lösungen bieten, die Massachusetts in ihrem zukünftigen Energieplan berücksichtigen sollte.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten war die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Massachusetts von Schwankungen geprägt. In den 2000er Jahren gab es sowohl Anstiege als auch Rückgänge bei der Kernenergie, darunter erhebliche Rückgänge in den Jahren 2005, 2007, 2009, 2011 und 2013. Der Einsatz von Wasserkraft nahm 2006 zu, fiel jedoch im darauffolgenden Jahr wieder ab. In letzter Zeit zeigte sich 2024 auch ein Rückgang der Wasserkraft. Diese unbeständige Entwicklung in der Vergangenheit zeigt, dass ein konstanterer und strategischer Ansatz in Richtung kohlenstoffarmer Energien notwendig ist, um eine dauerhafte, umweltfreundliche Energieversorgung sicherzustellen. Es ist dringend erforderlich, dass Massachusetts eine konsequentere Orientierung hin zu nachhaltiger und stabiler Energiepolitik verfolgt.