Elektrizität in Massachusetts im Jahr 2025/2026
Von Juli 2025 bis Juni 2026 deckte Massachusetts mehr als die Hälfte seines Stromverbrauchs durch Netto-Importe: Ihr Anteil lag bei rund 57 %. Fossile Brennstoffe lieferten etwa 27 %, überwiegend Gas mit rund 26 % sowie Öl mit gut 1 %. Kohlenstoffarmer Strom aus eigener Erzeugung deckte rund 14 % des Verbrauchs. Solar war dabei mit gut 11 % die wichtigste Quelle: Rund 7 % entfielen auf Solar (Eigenverbrauch) und 4 % auf Solar (Versorgungsbetriebe). Biokraftstoffe und Wind trugen jeweils etwa 1 % bei. Da die Zusammensetzung der Netto-Importe nicht angegeben ist, lässt sich der gesamte Stromverbrauch nicht vollständig in fossilen und kohlenstoffarmen Strom aufteilen.
Wächst der Strom in Massachusetts?
Der Stromverbrauch in Massachusetts wächst leicht: Der jüngste, für 2026 angegebene Wert erreicht rund 8.600 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 um 97 kWh beziehungsweise gut 1 %. Erfreulich ist insbesondere der stärkere Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 1.230 kWh pro Person, nach 1.144 kWh im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 86 kWh oder etwa 8 % gegenüber dem bisherigen Höchststand. Diese neuen Rekorde sind ein positiver Schritt; weiteres Wachstum sauberer Stromerzeugung ist wichtig, um den zusätzlichen Bedarf durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen zu decken.
Vorschläge
Massachusetts sollte vor allem seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung ausbauen, sowohl auf Gebäuden als auch durch Anlagen der Versorgungsbetriebe. Orientierung bieten die US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada, in denen Solar rund 31 % beziehungsweise 35 % der Stromerzeugung liefert. Auch Kernenergie sollte als tragende Säule einer wachsenden, sauberen Stromversorgung berücksichtigt werden: Die benachbarten US-Bundesstaaten New Hampshire und Connecticut erzeugen rund 52 % beziehungsweise 36 % ihres Stroms aus Kernenergie und sind besonders relevante regionale Vorbilder. Ergänzend kann Massachusetts seine Windstromerzeugung ausweiten und vom US-Bundesstaat Maine lernen, wo Wind rund 18 % der Stromerzeugung ausmacht. Ein Ausbau von Solar, Kernenergie und Wind würde mehr kohlenstoffarmen Strom bereitstellen und helfen, fossile Stromerzeugung mit ihren Klimafolgen und ihrer Luftverschmutzung zu ersetzen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Daten zeigen für 2024 bis 2026 ein gemischtes Bild der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. In den Jahren 2024 und 2025 stagnierte die Windstromerzeugung; auch bei Biokraftstoffen gab es zunächst keine Veränderung, gefolgt von einem Rückgang um 0,1 TWh im Jahr 2025. Die Wasserkrafterzeugung sank 2024 um 0,4 TWh, blieb 2025 unverändert und ging 2026 nochmals um 0,1 TWh zurück. Solche Rückgänge und Phasen der Stagnation sind angesichts des wachsenden Strombedarfs bedauerlich. Ein erfreulicher Gegenimpuls kam 2026 vom Wind, dessen Stromerzeugung um 0,4 TWh zunahm, während Biokraftstoffe unverändert blieben. Angaben zu historischen Veränderungen bei Solar und Kernenergie sind in dieser Zeitreihe nicht enthalten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








