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Elektrizität in Litauen im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.801 kWh/person -2.023
Gesamtelektrizität
4.374 kWh/person -3.559
Kohlenstoffarmer Elektrizität
64 % -27
Kohlenstoffintensität
187 gCO2eq/kWh +120

Litauens Stromverbrauch in den letzten zwölf Monaten, gemessen von September 2025 bis August 2026, zeigt eine klare Bevorzugung kohlenstoffarmer Energiequellen. Mehr als die Hälfte, genauer gesagt 64%, der Elektrizität stammt aus kohlenstoffarmen Quellen. Den größten Anteil daran hält Windenergie mit etwa 39%, gefolgt von Sonnenenergie mit 12%. Auch Wasserkraft und Biokraftstoffe tragen je 6% und 6,5% zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung bei. Ein Viertel der notwendigen Elektrizität wird durch Netto-Importe abgedeckt. Beunruhigend ist der Anteil der fossilen Brennstoffe, der noch immer knapp 9% beträgt, mit Gas, das fast 6% ausmacht.

Wächst der Strom in Litauen?

In Litauen ist der Stromverbrauch im Vergleich zu früheren Höchstständen gesunken. Die derzeitige Stromnutzung liegt bei 4374 kWh pro Person, was eine erhebliche Verringerung um rund 3560 kWh pro Person im Vergleich zum Jahr 1991 bedeutet, als der Verbrauch bei 7933 kWh pro Person lag. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromproduktion ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die heutige Erzeugungsmenge liegt bei 2801 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang von über 2000 kWh pro Person im Vergleich zum Höhepunkt im Jahr 2003 darstellt. Diese rückläufigen Trends sind besorgniserregend, da eine robuste und wachsende Stromproduktion, insbesondere aus sauberen Quellen, entscheidend für zukünftige Energiesicherheit und Nachhaltigkeit ist.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Elektrizität in Litauen zu steigern, wäre es sinnvoll, bestehende Wind- und Solaranlagen weiter auszubauen, da sie bereits nennenswerte Leistungen erbringen. Zudem kann Litauen auf Erfahrungen aus anderen Regionen zurückgreifen. So könnte es von Dänemarks und Iowas Erfolgen mit Windenergie lernen, wo sie etwa 57% des Stroms aus dieser Quelle generieren. Auch der Ausbau der Kernenergie könnte hilfreich sein, inspiriert von Ländern wie Frankreich und der Slowakei, die über 60% des Stroms aus Kernkraft erzeugen. Ebenso ist der Solarenergiemix in Nevada und Kalifornien mit hohen Anteilen von über 30% ein Vorbild für den Ausbau der Solarenergie in Litauen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Litauen ist geprägt von einem bemerkenswerten Rückgang der Kernenergieproduktion, insbesondere in den 1990er und frühen 2000er Jahren. In den Jahren 1992, 1993 und von 1999 bis 2000 erlebte Litauen signifikante Abnahmen in der Kernenergieproduktion, wobei 1994 ein besonders starker Rückgang um 4,6 TWh zu verzeichnen war. Trotz gewisser Aufwärtstrends in den Mitt- bis Spätneunzigern, ging der Kernenergieanteil in den Jahren 2005 und 2006 weiter zurück. Der jüngste Ausbau an Windenergie im Jahr 2023 und Solarenergie im Jahr 2026 zeigt jedoch Potenzial für die Zukunft. Dieser Fokus auf kohlenstoffarme Energiequellen sollte intensiviert werden, um nachhaltige Stromproduktion zu fördern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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