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Elektrizität in Litauen im Jahr 2025

2.492 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-2.332 #75
4.424 kWh/person Gesamtelektrizität
-3.509 #100
217 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+150 #49
56 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-35 #63

Aktuell stammen mehr als die Hälfte der Stromerzeugung in Litauen aus kohlenstoffarmen Quellen, insbesondere Wind und Solarenergie. Die Windenergie, die etwa 30 % der Stromerzeugung ausmacht, ist die führende kohlenstoffarme Technologie im Land. Die Solarenergie trägt hingegen fast 13 % bei, und die Wasserkraft macht etwa 6 % aus. Netto-Importe von Strom sind ebenfalls signifikant und liegen bei knapp 29 %, während fossile Brennstoffe, konzentriert in Form von Gas, insgesamt etwas über 11 % der Stromerzeugung ausmachen. Der Anteil der Biokraftstoffe liegt bei rund 7 %. Angesichts der fortschreitenden Umstellung weg von fossilen Brennstoffen stellt dieser hohe Anteil an sauberen Energiequellen einen vielversprechenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energiezukunft dar.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Litauen?

Trotz dieser Fortschritte ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in Litauen seit dem historischen Höchststand von 1991 deutlich gesunken. Heute liegt er bei 4424 kWh pro Person, was einem Rückgang von mehr als 3500 kWh pro Person seit 1991 entspricht. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person hat einen ähnlichen Abwärtstrend erfahren. Sie ist von einem Höchstwert von 4824 kWh im Jahr 2003 auf 2492 kWh im Jahr 2025 gefallen, was einen Rückgang von über 2300 kWh darstellt. Dieser Rückgang in der Nutzung von kohlenstoffarmem Strom ist bedauerlich und deutet auf einen dringenden Handlungsbedarf hin, um das Potenzial und die Vorteile von sauberer Elektrizität voll auszuschöpfen.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Litauen weiter auszubauen, sollte das Land seine Investitionen in Wind und Solar intensivieren, da diese Technologien bereits erhebliche Beiträge leisten. Bei der Verbesserung dieser Kapazitäten könnte Litauen von erfolgreichen Regionen lernen, die einen hohen Anteil an grüner Energie erzielen. Länder wie Dänemark und Iowa sind herausragende Beispiele für die Nutzung von Windenergie, während Kalifornien und Nevada zeigen, wie lohnend es sein kann, in Solarenergie zu investieren. Zudem könnte Litauen von Ländern wie Frankreich und der Slowakei inspiriert werden, welche weitreichend in Kernenergie investieren und so einen großen Teil ihres Strombedarfs abdecken. Die Diversifizierung durch den Aufbau einer soliden Kernenergieinfrastruktur könnte Litauen eine stabile und zuverlässige Energiequelle bieten, die gleichzeitig den CO2-Ausstoß verringert.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der Geschichte der kohlenstoffarmen Energieerzeugung in Litauen fällt insbesondere der Einsatz von Kernenergie auf. Während der späten 1980er und frühen 1990er Jahre wuchs die Kernenergieerzeugung, bevor Rückgänge in den Jahren 1992 bis 1999 verzeichnet wurden. Es folgten Erholungen in den frühen 2000er Jahren, bevor es Ende der 2000er erneut zu einem signifikanten Rückgang kam. Diese Schwankungen verweisen auf die Herausforderungen der Stabilität und Verlässlichkeit in der kohlenstoffarmen Energieproduktion. Der jüngste Zuwachs in der Wind- und Solarenergie, wie zum Beispiel der um 1 TWh im Jahr 2023 gestiegene Beitrag der Windenergie und der um 1,5 TWh im Jahr 2025 gestiegene Beitrag der Solarenergie, sind ermutigende Zeichen für die Fortschritte im Bereich der sauberen Energien in Litauen. Um jedoch in diese Richtung erfolgreich weiterzumachen, ist es entscheidend, neue Wege insbesondere in Solar- und Kernenergie zu erschließen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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