Lettland bezieht mehr als die Hälfte seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei die Wasserkraft mit ungefähr 41 % die dominierende Rolle spielt. Solarenergie trägt fast 10 % bei, während Wind- und Biokraftstoffe zusammen ungefähr 8 % ausmachen. Der Anteil der fossilen Brennstoffe, hauptsächlich Gas, liegt bei knapp 22 % und ist damit immer noch relevant, jedoch deutlich niedriger als der niedrige Kohlenstoffanteil. Lettland ist auch auf Netto-Importe angewiesen, um fast 20 % des Strombedarfs zu decken. Diese Mischung zeigt eine beachtliche Neigung zu umweltfreundlichem Strom, dennoch besteht ein laufender Bedarf, den Anteil von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Lettland?
In Bezug auf den Stromverbrauch ist Lettland im Jahr 2025 mit 3863 kWh pro Person auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zu seinem historischen Höchststand von 3960 kWh pro Person aus dem Jahr 2018. Dies bedeutet einen Rückgang von etwa 96 kWh pro Person. Bedauerlicherweise zeigt sich auch im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ein negativer Trend, da die Stromerzeugung aus sauberen Quellen von ihrem Höchststand im Jahr 2017 bei 2812 kWh pro Person auf 2272 kWh pro Person im Jahr 2025 gesunken ist, was einem Rückgang von 540 kWh pro Person entspricht. Dieser Rückgang ist besorgniserregend, da es ein Hindernis für die dringend benötigte Elektrifizierung und die Dekarbonisierung des Stromsektors darstellt.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Lettland zu steigern, könnte das Land von Regionen lernen, die erfolgreich Kernenergie und Solarenergie integriert haben. Frankreich und die Slowakei sind beispielhafte Länder, die durch Kernenergie mehr als zwei Drittel ihres Stroms decken und dadurch ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch reduziert haben. Lettland könnte ähnliche Erfolge erzielen, indem es in Kernenergie investiert. Zudem hat Nevada mit einem solaren Anteil von 34 % gezeigt, wie durch starke Investitionen in Solarenergie ein bedeutender Beitrag zur sauberen Stromerzeugung geleistet werden kann. Diese Kombination aus Kern- und Solarenergie kann die nachhaltige Grundlage für Lettlands Stromreifen schaffen und dabei helfen, den Anteil fossiler Brennstoffe erheblich zu senken.
Geschichte
In der Historie der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Lettland spielte die Wasserkraft eine zentrale Rolle mit merklichen Schwankungen. Beispielsweise zeigt der Zeitraum von Ende der 1980er bis zu den späten 1990er Jahren, dass der Stromanteil aus Wasserkraft auf und ab ging, mit starken Zuwächsen und Rückgängen, wie im Jahr 1997 mit einer Zunahme von 1,1 TWh und einem bedeutenden Rückgang 1999 um 1,6 TWh. In jüngeren Jahren, etwa 2016 und 2023, stieg die Wasserkraft um 0,7 bzw. 1 TWh an. Diese Schwankungen weisen auf die Volatilität hin, die mit Wasserkraft als alleiniger Hauptenergiequelle einhergehen kann. Das unterstreicht die Bedeutung, Lettlands Strommix durch den Ausbau stabiler und vorhersehbarer kohlenstoffarmer Quellen wie Kern- und Solarenergie zu diversifizieren.








