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Elektrizität in Lettland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.547 kWh/person -265
Gesamtelektrizität
3.881 kWh/person -79
Kohlenstoffarmer Elektrizität
66 % -6,9
Kohlenstoffintensität
191 gCO2eq/kWh +19

Von September 2025 bis August 2026 stammten in Lettland rund 66 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen – also fast zwei Drittel. Wasserkraft lieferte mit rund 36 % den größten Anteil, gefolgt von Solar mit etwa 21 %. Biokraftstoffe trugen rund 5 % und Wind knapp 4 % bei. Fossile Brennstoffe deckten dagegen etwa 23 % des Stromverbrauchs, vollständig durch Gas. Die übrigen rund 10 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus kohlenstoffarmen und fossilen Quellen aus diesen Daten nicht hervorgeht.

Wächst der Strom in Lettland?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst Lettlands Stromversorgung noch nicht ausreichend: Der aktuelle Stromverbrauch pro Kopf liegt 2026 bei rund 3.880 kWh und damit etwa 80 kWh beziehungsweise 2 % unter dem Rekord von 2018. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung beträgt rund 2.550 kWh pro Kopf; gegenüber ihrem Höchststand von rund 2.810 kWh im Jahr 2017 fehlen etwa 265 kWh beziehungsweise 9 %. Diese Abstände zeigen keine Entwicklung gegenüber dem unmittelbar vorherigen Jahr, machen aber deutlich, dass die früheren Rekorde noch nicht wieder erreicht wurden. Besonders der Rückstand bei sauberem Strom ist besorgniserregend, denn Elektrifizierung und wachsende KI-Anwendungen benötigen zusätzliche Strommengen.

Vorschläge

Lettland sollte vor allem seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung weiter ausbauen und durch mehr Wind sowie die Prüfung eigener Kernenergie ergänzen. Für Wind ist das benachbarte Litauen ein besonders relevantes Vorbild: Dort liefert Wind rund 39 % der Stromerzeugung; Dänemark erreicht sogar 57 %. Finnland zeigt mit rund 38 % Kernenergie und 25 % Wind, wie sich unterschiedliche kohlenstoffarme Quellen im nordeuropäischen Umfeld ergänzen können. Auch Schweden mit jeweils etwa einem Viertel Kernenergie und Wind bietet Orientierung. Beim Solarausbau können die US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien mit Solarstromanteilen von rund 35 % beziehungsweise 31 % Anregungen liefern, wobei ihre Standortbedingungen berücksichtigt werden müssen. Ein solcher Ausbau sauberer Stromerzeugung würde mehr Strom für künftigen Bedarf bereitstellen und die Nutzung von Gas mit ihren Folgen für Klima und Luftqualität verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Lettlands war lange von starken Schwankungen der Wasserkraft geprägt. Ende der 1980er-Jahre folgte auf einen Zuwachs von 0,7 TWh ein ebenso großer Rückgang. In den 1990er-Jahren wechselten deutliche Gewinne und Verluste: Nach einem Plus von 0,9 TWh im Jahr 1990 sank die Erzeugung 1991 und 1992 zusammen um 2 TWh; auf weitere Rückgänge und kräftige Zuwächse zwischen 1996 und 1998 folgte 1999 ein Minus von 1,6 TWh. Auch in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren blieb die Entwicklung wechselhaft, mit Zuwächsen 2004 und 2012, aber Rückgängen 2006, 2011, 2013 und 2014. Besonders auffällig waren der Wasserkraftzuwachs von 1,9 TWh im Jahr 2017 und der gleich große Verlust 2018. Erfreuliche jüngere Impulse sind das Wasserkraftplus von 1 TWh im Jahr 2023 und der zusätzliche Solarstrom von 0,8 TWh im Jahr 2026 – ein wichtiger Schritt hin zu einer breiter aufgestellten, wachsenden sauberen Stromversorgung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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