Die Stromerzeugung in Lettland im Jahr 2025 zeigt eine bemerkenswerte Abhängigkeit von kohlenstoffarmen Technologien, wobei diese mehr als die Hälfte der Stromversorgung ausmachen. Insbesondere dominiert die Wasserkraft mit ungefähr 41% der Gesamtstromerzeugung und ist somit die bei weitem wichtigste Quelle unter den kohlenstoffarmen Energien. Weitere kohlenstoffarme Energiequellen in Lettland sind Solarenergie mit etwa 9% und Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 5%. Windenergie hingegen spielt mit knapp 3% eine vergleichsweise geringere Rolle. Die fossilen Brennstoffe, insbesondere Gas, decken etwa 22% des Strombedarfs und bleiben somit eine bedeutende Komponente. Importierter Strom beträgt ungefähr 19%, was auf eine gewisse Abhängigkeit von internationalem Strom hinweist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Lettland?
Bei Betrachtung der jüngsten Zahlen ist der Stromverbrauch pro Person in Lettland seit seinem Höchststand im Jahr 2018, als er 3960 kWh pro Person betrug, gesunken und beträgt nun 3851 kWh pro Person. Diese Abnahme von 108 kWh pro Person lässt vermuten, dass der Stromverbrauch in den letzten Jahren moderat rückläufig ist. Besonders besorgniserregend ist hierbei die Tatsache, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf seit ihrem Höchststand im Jahr 2017 um 557 kWh auf 2255 kWh gesunken ist. Dies bedeutet auch einen Rückgang im Einsatz von sauberem Strom, was gegen die globalen Bestrebungen zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien steht.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Lettland zu steigern, könnte das Land von erfolgreichen Strategien anderer Regionen und Länder lernen, die erheblich auf Solar- und Kernenergie setzen. Beispielsweise haben Bundesstaaten wie Nevada mit einem Anteil von 33% an Solarenergie oder Staaten wie Kalifornien mit 29% gezeigt, dass großflächige Solarinvestitionen richtig eingesetzt werden können. Ebenso sind Länder wie Frankreich, das 70% seines Stroms aus Kernenergie bezieht, ein Modell für die Nutzung von Kernkraft als stabilen und kohlenstoffarmen Energielieferanten. Durch den Einsatz dieser Technologien könnte Lettland seinen Anteil an kohlenstoffarmer Energieerzeugung erheblich steigern und somit einer sauberen, umweltfreundlichen Energiezukunft näherkommen.
Geschichte
Ein Rückblick auf die historische Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Lettland, insbesondere der Wasserkraft, zeigt in den 1980er Jahren eine moderate Volatilität. 1987 und 1989 gab es jeweils Zuwächse, während 1988 und 1991 Rückgänge zu verzeichnen waren. In den späten 1990er Jahren ist eine ähnliche Fluktuation zu beobachten, wobei 1997 und 1998 signifikante Zunahmen auftraten, die jedoch 1999 wieder rückläufig waren. In den 2000er und frühen 2010er Jahren blieb die Wasserkrafterzeugung weitgehend instabil mit weiteren Rückgängen, aber auch kleineren Anstiegen, wie etwa 2004 und 2012. Dies zeigt ein Muster, das möglicherweise auf natürliche Variabilitäten oder unzureichende Infrastruktur zurückzuführen ist, welches durch kontinuierliche Investitionen in moderne und nachhaltige Technologien überwunden werden könnte.