Im Jahr 2025 wird der Großteil des Stromverbrauchs in Lettland durch kohlenstoffarme Energie gedeckt, wobei mehr als die Hälfte – rund 59% – aus umweltfreundlichen Quellen stammt. Die dominierende Form der sauberen Energie ist die Wasserkraft, welche etwa 41% der gesamten Stromversorgung ausmacht, gefolgt von Solarenergie, die fast 10% beiträgt. Biomasse und Windkraft haben geringere Anteile mit etwa 6% bzw. 3%. Fossile Brennstoffe, insbesondere Gas, decken etwa 22% des Strombedarfs ab. Zusätzlich stammen etwa 19% des Stroms aus Netto-Importen, was auf eine signifikante Abhängigkeit von ausländischen Stromquellen hinweist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Lettland?
Der derzeitige Stromverbrauch in Lettland zeigt einen beunruhigenden Rückgang. 2025 liegt der Pro-Kopf-Stromverbrauch bei 3863 kWh, einem Rückgang von 96 kWh im Vergleich zur Spitzenleistung von 3960 kWh im Jahr 2018. Ebenso sank die Produktion kohlenstoffarmer Energie erheblich, von 2812 kWh pro Person im Jahr 2017 auf 2272 kWh. Diese Entwicklung ist bedenklich, da sie auf einen Rückschritt hinsichtlich der Anstrengungen hindeutet, die Elektrifizierung und der Anteil an sauberer Energie zu erhöhen, die entscheidend für die Bewältigung der Klimakrise sind.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, sollte Lettland den Fokus auf Solar- und Kernenergie verstärken. Inspirierende Beispiele finden sich in Ländern wie Frankreich und der Slowakei, wo mehr als zwei Drittel des Stroms aus Kernenergie stammen. Auch Dänemark und Iowa demonstrieren mit über 50% Strom aus Windkraft, wie effektiv Windenergie eingesetzt werden kann. Lettland könnte insbesondere den Fokus auf den Ausbau von Solar- und Kernenergie legen, untermauert durch die Erfolge in Regionen wie Kalifornien und Nevada, wo Solarenergie einen beträchtlichen Anteil an der Stromversorgung ausmacht.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Lettland hatte die Wasserkraft eine entscheidende Rolle gespielt. In den späten 1980er Jahren und erneut in den späten 1990er Jahren gab es erhebliche Schwankungen in der Wasserkrafterzeugung. Während der 2000er Jahre war der Einfluss der Wasserkraft uneinheitlich mit mehreren negativen und positiven Veränderungen. Ab 2016 stieg die Erzeugung aus Wasserkraft einige Male an, bevor sie 2018 und nochmals 2023 positiv abgeschlossen wurde. Diese Entwicklung zeigt, dass wasserkraftbetriebene Initiativen eine solide Grundlage bilden, doch um den wachsenden Energiebedarf nachhaltig zu decken, ist eine Diversifizierung zu weiteren kohlenstoffarmen Technologien nötig.





