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Elektrizität in Lettland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.615 kWh/person -197
Gesamtelektrizität
4.083 kWh/person +124
Kohlenstoffarmer Elektrizität
64 % -8,5
Kohlenstoffintensität
195 gCO2eq/kWh +23

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammten in Lettland rund 64 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit rund 34 % gut ein Drittel, Solarstrom weitere 21 %. Biokraftstoffe trugen etwa 5 % und Wind rund 4 % bei. Fossile Brennstoffe – ausschließlich Gas – deckten etwa 21 % des Stromverbrauchs. Weitere 14 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung sich aus diesen Angaben nicht ablesen lässt. Damit ist Lettlands Stromversorgung bereits überwiegend kohlenstoffarm, doch Gas spielt weiterhin eine bedeutende Rolle.

Wächst der Strom in Lettland?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst über seinen bisherigen Höchststand hinaus: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 4.080 kWh pro Person, verglichen mit 3.960 kWh im bisherigen Rekordjahr 2018. Das entspricht einem Zuwachs von rund 120 kWh oder 3 %. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung besteht dagegen Aufholbedarf: Mit rund 2.620 kWh pro Person liegt sie etwa 200 kWh beziehungsweise 7 % unter dem Rekord von 2017. Der neue Verbrauchsrekord ist ein positives Signal für die zunehmende Nutzung von Elektrizität; umso wichtiger ist es, dass die saubere Stromerzeugung wieder stärker wächst und zusätzlichen Bedarf durch Elektrifizierung und KI decken kann.

Vorschläge

Lettland sollte insbesondere die Solarstromerzeugung weiter ausbauen, die bereits rund ein Fünftel seines Stromverbrauchs deckt. Als Orientierung dienen Regionen mit hohen Solarstromanteilen: Nordmazedonien erreicht 40 %, der US-Bundesstaat Nevada 35 %. Für den Ausbau der Windkraft ist das benachbarte Litauen mit 41 % besonders relevant; auch Dänemark zeigt mit 59 %, welchen großen Beitrag Wind leisten kann. Ergänzend sollte Lettland den Aufbau von Kernenergie prüfen, auch durch regionale Zusammenarbeit. Finnland liefert mit 37 % Kernenergie und weiteren 25 % Wind ein geografisch relevantes Beispiel für die Kombination sauberer Stromquellen; Schweden erreicht bei beiden jeweils ungefähr ein Viertel. Ein breiterer kohlenstoffarmer Strommix könnte mehr heimischen Strom bereitstellen und die Nutzung von Gas samt ihren Klimagasemissionen und ihrer Luftverschmutzung verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch war Lettlands kohlenstoffarme Stromerzeugung stark von Schwankungen der Wasserkraft geprägt. Bereits 1987 und 1988 standen einem Zuwachs von 0,7 TWh ein ebenso großer Rückgang gegenüber. In den 1990er-Jahren wechselten deutliche Gewinne und Verluste: Nach einem Plus von 0,9 TWh im Jahr 1990 folgten 1991 und 1992 zusammen Verluste von 2 TWh; auf kräftige Zuwächse 1997 und 1998 folgte 1999 ein Rückgang um 1,6 TWh. Auch in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren setzte sich dieses Auf und Ab fort. Besonders auffällig waren der Zuwachs um 1,9 TWh im Jahr 2017 und der gleich große Rückgang 2018 – ein enttäuschender Rückschlag für die saubere Stromerzeugung. Neuere positive Impulse kamen 2023 durch zusätzlich 1 TWh Wasserkraft und 2026 durch ein Plus von 0,9 TWh Solarstrom. Gerade dieser Solarzuwachs ist ein ermutigender Schritt hin zu mehr kohlenstoffarmer Stromerzeugung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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