Elektrizität in Iran im Jahr 2025
Aktuell wird der Stromverbrauch im Iran hauptsächlich durch fossile Brennstoffe angetrieben. Mehr als 96% des Stroms stammt aus fossilen Quellen, wobei Gas mit fast 75% den größten Anteil einnimmt. Im Gegensatz dazu machen kohlenstoffarme Energien, wie Wasserkraft, nur knapp 3,5% des gesamten Strommixes aus. Diese geringe Nutzung sauberer Energiequellen hebt die große Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen hervor, was negative Auswirkungen auf die Umwelt wie Luftverschmutzung und den Klimawandel verstärkt.
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Wächst der Strom in Iran?
Die Stromerzeugung im Iran zeigt derzeit leider keine wachsende Tendenz. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist im Jahr 2025 signifikant auf 1168 kWh gesunken, verglichen mit einem Rekordwert von 4245 kWh im Jahr 2024. Dies entspricht einem dramatischen Rückgang um 3078 kWh. Auch im Bereich kohlenstoffarmer Energie gibt es einen alarmierenden Rückgang: Der Pro-Kopf-Stromverbrauch aus diesen Quellen fiel von einem Höchststand von 477 kWh im Jahr 2019 auf nur noch 41 kWh. Die Zahlen zeigen deutlich, dass sowohl die Gesamtstromerzeugung als auch der Einsatz sauberer Energien im Iran rückläufig sind.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung im Iran zu erhöhen, kann das Land von erfolgreichen Regionen lernen, die stark auf saubere Energie setzen. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen, wie eine hohe Abdeckung durch Kernenergie erreicht werden kann, mit 67% bzw. 66%. Windkraftregionen wie Dänemark mit 60% und der Staat Iowa mit 58% demonstrieren die Potenziale von Windenergie. Besonders wichtig für den Iran könnte die Entwicklung der Solarenergie sein, wie erfolgreiche Beispiele aus Kalifornien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigen, die hohe Anteile dieser Energieform erschlossen haben. Durch Investitionen in Kern- und Solarenergie könnte der Iran seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und seinen Strombedarf auf nachhaltigere Weise decken.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung im Iran zeigt, dass es in der Vergangenheit einige positive Entwicklungen gab, die jedoch oft von Rückschritten überschattet wurden. In den frühen 1990er Jahren wurden moderate Fortschritte bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft erzielt, doch der Rückgang in den Jahren 1994 und 2008 markiert tiefe Einbrüche. Die 2010er Jahre brachten einen vorübergehenden Anstieg sowohl in der Wasserkraft, als auch in der Nutzung von Kernenergie 2013 und 2016. Doch in den den frühen 2020er Jahren gingen die Beiträge dieser sauberen Energiequellen stark zurück, insbesondere 2021 mit einem Rückgang in der Kernenergie. Diese Schwankungen deuten darauf hin, dass der Iran eine nachhaltige und stetige Entwicklung seiner kohlenstoffarmen Elektrizitätserzeugung dringend braucht, um langfristige Erfolge zu erzielen.





