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Elektrizität in Iran im Jahr 2025

Kohlenstoffarmer Elektrizität
41 kWh/person -436
Gesamtelektrizität
1.168 kWh/person -3.078
Kohlenstoffarmer Elektrizität
3,5 % -23
Kohlenstoffintensität
509 gCO2eq/kWh +53

Irans Stromverbrauch wurde 2025 nach den vorliegenden Daten fast vollständig durch fossile Brennstoffe gedeckt: Ihr Anteil lag bei rund 97 %. Gas lieferte etwa drei Viertel des Stroms, Öl weitere 22 %. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur rund 3,5 % aus und stammte in dieser Aufstellung ausschließlich aus Wasserkraft. Damit besteht großer Spielraum, die Stromversorgung durch mehr saubere Erzeugung auszubauen und zugleich die Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe zu verringern.

Wächst der Strom in Iran?

Die angegebenen Zahlen zeigen für 2025 kein Wachstum, sondern einen starken Rückgang des Stromverbrauchs pro Kopf. Mit rund 1.170 kWh je Person lag er etwa 3.080 kWh beziehungsweise 72 % unter dem bisherigen Höchststand von rund 4.250 kWh im Jahr 2024. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf blieb mit nur 41 kWh weit hinter ihrem Rekord von 477 kWh aus dem Jahr 2019 zurück: Das entspricht einem Rückgang um 436 kWh oder rund 91 %. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn Elektrifizierung und zusätzliche digitale Anwendungen benötigen eine wachsende, saubere Stromversorgung.

Vorschläge

Iran sollte vor allem Solarenergie und Kernenergie ausbauen und durch Wind ergänzen. Besonders relevante Vorbilder sind benachbarte oder klimatisch vergleichbare Regionen: Pakistan erzeugt rund 24 % seines Stroms aus Solarenergie und 13 % aus Kernenergie, während die Vereinigten Arabischen Emirate mit Kernenergie etwa ein Fünftel ihrer Stromerzeugung decken. Armenien erreicht mit Kernenergie fast 30 %, Frankreich sogar rund zwei Drittel. Für Solarenergie zeigt auch der trockene US-Bundesstaat Nevada mit einem Anteil von 35 % das Potenzial; Jordanien erreicht 15 %. Beim Wind kann Iran von der Türkei mit 12 % und Marokko mit 20 % lernen. Der gemeinsame Ansatz sollte sein, zusätzliche saubere Erzeugung aufzubauen, geeignete Standorte zu erschließen und die Stromnetze entsprechend zu erweitern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Iran ist in den aufgeführten Jahren von kräftigen Zuwächsen, aber auch deutlichen Rückschlägen geprägt. In den 1990er-Jahren folgte auf einen Wasserkraftzuwachs von 2,5 TWh im Jahr 1992 ein nahezu gleich großer Rückgang 1994. Zwischen 2002 und 2006 brachten die genannten Jahre zusammen knapp 14 TWh zusätzliche Wasserkrafterzeugung; 2008 gingen jedoch 13 TWh verloren. Von 2009 bis 2011 erholte sich die Wasserkraft mit jährlichen Zuwächsen von gut 2 TWh. Kernenergie steuerte 2013 weitere 2,7 TWh und 2016 weitere 3,7 TWh bei, während die Wasserkraft 2016 ebenfalls zulegte. Auf den außergewöhnlichen Wasserkraftzuwachs von rund 18 TWh im Jahr 2019 folgten 2020 und 2021 Verluste von zusammen rund 20 TWh. Auch der Verlust von 2,8 TWh sauberem Kernenergiestrom im Jahr 2021 war ein bedauerlicher Rückschritt für den notwendigen Ausbau; der Zuwachs um 3 TWh im Jahr 2022 war entsprechend erfreulich. Die Wasserkraft gewann 2023 rund 9 TWh hinzu, verlor 2025 aber 18 TWh. Diese starken Schwankungen unterstreichen, wie wichtig ein breiterer Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung mit Solar, Kernenergie und Wind ist.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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