In Französisch-Polynesien wird der Großteil der Elektrizität nach wie vor aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die mehr als zwei Drittel des gesamten Stroms ausmachen. Kohlenstoffarme Energiequellen machen etwa ein Drittel des Elektrizitätsmixes aus, wobei die Wasserkraft den Löwenanteil mit knapp 27% übernimmt. Solarenergie trägt etwa 7% zum Gesamtverbrauch bei. Es ist bemerkenswert, dass bei den kohlenstoffarmen Energien hauptsächlich Wasserkraft zum Einsatz kommt, während Solarenergie einen kleineren, aber bedeutsamen Anteil bildet. Der hohe Anteil fossiler Brennstoffe deutet darauf hin, dass es wichtig ist, kohlenstoffarme Technologien aggressiv auszubauen, um die Umweltauswirkungen zu mindern und das Angebot nachhaltiger Energie zu erhöhen.
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Wächst der Strom in Französisch-Polynesien?
Die Elektrizitätsnutzung pro Person in Französisch-Polynesien hat im Laufe der Zeit abgenommen. Im Jahr 2022 lag der Stromverbrauch bei 2533 kWh pro Person, das sind fast 400 kWh weniger im Vergleich zum Rekordjahr 2010 mit 2920 kWh pro Person. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung sind die Erzeugungszahlen seit 2010 zurückgegangen, heute bei 856 kWh gegenüber 998 kWh pro Person damals. Dieser Rückgang ist besorgniserregend, da er zeigt, dass der Ausbau kohlenstoffarmer Energiequellen in den letzten Jahren nicht Schritt gehalten hat. Dies ist besonders problematisch angesichts der zunehmenden globalen Dringlichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen und nachhaltigere Energiequellen auszubauen.
Vorschläge
Französisch-Polynesien könnte von Regionen lernen, die erfolgreich kohlenstoffarme Energieanteile erhöht haben. Beispielsweise könnte das Land, inspiriert von Ländern wie Frankreich und der Slowakei, den Ausbau der Kernenergie in Erwägung ziehen, die dort über die Hälfte der Elektrizität ausmacht. Auch Solarenergie bietet großes Potenzial, wie erfolgreiche Beispiele aus Nevada oder Kalifornien zeigen, wo Solar strom einen erheblichen Anteil des Strombedarfs deckt. Der gezielte Ausbau dieser Energiequellen könnte nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren, sondern auch die Energiesicherheit erhöhen und den Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft ebnen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Französisch-Polynesien zeigt eine gewisse Stagnation, besonders im Bereich der Wasserkraft, wo seit den frühen 2000er Jahren kaum Veränderungen zu verzeichnen waren. Ein Lichtblick gab es 2010, als die Stromerzeugung aus Wasserkraft ein wenig zunahm, jedoch zeigte sich bald darauf ein Abfall. Seit 2011 wurden auch kleine Beiträge aus Solarenergie registriert, aber auch dies ohne signifikante Zunahmen in den folgenden Jahren. Dieser Mangel an Wachstum in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung unterstreicht die Dringlichkeit für Französisch-Polynesien, mehr Anstrengungen in den Ausbau nachhaltiger Energietechnologien zu investieren, um langfristig mehr Energie aus umweltfreundlichen Quellen bereitzustellen.