Im Jahr 2022 stammte auf den Cookinseln genau die Hälfte des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmer Solarenergie. Die andere Hälfte entfiel auf fossile Brennstoffe. Solarenergie trägt damit bereits wesentlich zur sauberen Stromversorgung bei. Zugleich bleibt viel Potenzial, fossilen Strom zu ersetzen und dadurch klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung zu verringern.
Wächst der Strom in Cookinseln?
Beim Stromverbrauch pro Person ist bislang kein neuer Höchststand erreicht: 2022 lag er bei rund 2.720 kWh und damit knapp 300 kWh beziehungsweise etwa 10 % unter dem Rekord von 2018 mit rund 3.015 kWh. Dieser Rückstand ist angesichts des künftig durch Elektrifizierung und KI wachsenden Strombedarfs bedenklich, belegt allein jedoch keinen kontinuierlichen Rückgang. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 2022 rund 1.360 kWh pro Person, etwa 40 kWh beziehungsweise 3 % mehr als beim bisherigen Höchststand von 2021.
Vorschläge
Die Cookinseln sollten vor allem ihre bereits starke Solarstromerzeugung ausbauen und durch Speicher sowie geeignete Netzinfrastruktur ergänzen. Als vergleichbare Inselregion bietet Cabo Verde Anregungen für eine zusätzliche Nutzung von Wind: Dort liefert Wind etwa 14 % des Stroms. Auch Irland zeigt mit rund 35 % Windstrom, welchen Beitrag diese Technologie leisten kann. Für Kernenergie können die Cookinseln Erfahrungen erfolgreicher Regionen prüfen: Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms mit Kernenergie, der US-Bundesstaat South Carolina etwa die Hälfte. Diese Beispiele zeigen den möglichen Beitrag verlässlicher kohlenstoffarmer Stromerzeugung; welche Lösungen auf den Cookinseln umsetzbar sind, muss anhand ihrer lokalen Versorgungssituation geprüft werden.
Geschichte
Für die Jahre 2017 bis 2022 weisen die historischen Angaben bei Solarenergie durchgehend eine jährliche Veränderung von 0 TWh aus. In der dargestellten Genauigkeit ist damit weder ein Zuwachs noch ein Rückgang erkennbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass kein Solarstrom erzeugt wurde: Kleine Änderungen können bei einer Darstellung in TWh un sichtbar bleiben. Der neue Pro-Kopf-Rekord von 2022 lässt sich deshalb mit diesen Angaben vereinbaren. Für eine genauere Bewertung der bisherigen Entwicklung wären feinere Erzeugungsdaten hilfreich; künftig sollte ein deutlich messbarer Ausbau sauberer Stromerzeugung angestrebt werden.















