In Bosnien und Herzegowina wird derzeit der Großteil der Elektrizität aus fossilen Brennstoffen gewonnen, wobei Kohle mit knapp über der Hälfte des Strommixes dominiert. Etwa 41% der Elektrizität stammen jedoch insgesamt aus kohlenstoffarmen Quellen. Mehr als ein Drittel davon wird durch Wasserkraft erzeugt, während Wind- und Solarenergie zusammen fast ein Zehntel des Stroms ausmachen. Der deutliche Unterschied zwischen fossilen und kohlenstoffarmen Energiequellen zeigt, dass es noch erheblichen Raum für den Ausbau von sauberer Energie gibt, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren und die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten.
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Wächst der Strom in Bosnien und Herzegowina?
Die Stromnachfrage in Bosnien und Herzegowina zeigt derzeit einen abnehmenden Trend. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch bei rund 4.373 kWh je Person, ein Rückgang gegenüber dem bisherigen Höchststand von 5.657 kWh je Person im Jahr 2018. Diese Abnahme um 1.284 kWh deutet auf ein ernstes Anliegen hin, insbesondere da auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung im Vergleich zum Rekordjahr 2023 um 389 kWh auf 1.797 kWh je Person zurückging. Dies ist bedauerlich, da der Rückgang in der Gesamt- und besonders in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung darauf hindeutet, dass Bosnien und Herzegowina bemüht sein sollte, seine Klimaziele durch eine zukunftsorientierte Energiepolitik zu unterstützen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Bosnien und Herzegowina von den Erfolgen anderer Regionen lernen, insbesondere beim Ausbau von Solar- und Kernenergie. Regionen wie Kalifornien und Nevada haben gezeigt, dass durch den starken Ausbau der Solarenergie erhebliche Fortschritte erzielt werden können. Die Nutzung von Windenergie, wie sie in Ländern wie Dänemark und Iowa erfolgreich ist, könnte ebenfalls eine wertvolle Ergänzung sein. Auch die Kernenergie ist ein entscheidender Bestandteil der Energiewende, wie Beispiele aus Frankreich oder Slovakei mit hohen Anteilen an Kernenergie im Strommix zeigen. Diese Strategien könnten Bosnien und Herzegowina helfen, den Anteil der sauberen Energie zu erhöhen und den fossilen Anteil drastisch zu senken.
Geschichte
In der Vergangenheit hat die Wasserkraft in Bosnien und Herzegowina eine wechselvolle Geschichte erlebt. Anfang der 1990er Jahre verzeichnete sie einen Anstieg, gefolgt von einzelnen Jahren mit Rückgängen. Die 2010er Jahre waren gekennzeichnet von beträchtlichen Schwankungen mit Jahren starker Zuwächse, wie 2013 mit einem Plus von 3 TWh, aber auch bedeutenden Rückgängen von bis zu 3,6 TWh im Jahr 2011. Diese unstete Entwicklung weist darauf hin, dass allein Wasserkraft möglicherweise nicht ausreichend ist, um die Stromnachfrage zu sichern und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Elektrizitätsversorgung erfolgreich zu gestalten. Eine geschickte Kombination aus Stabilität durch Kernenergie und Flexibilität durch Solar- und Windkraft könnte die Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit steigern.








