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Elektrizität in Bosnien und Herzegowina im Jahr 2024

1.764 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-422 #92
4.484 kWh/person Gesamtelektrizität
-1.173 #98
507 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+341 #168
39 % Kohlenstoffarmer Elektrizität

In Bosnien und Herzegowina, stammt der Großteil des Stromverbrauchs im Jahr 2024 aus fossilen Brennstoffen, wobei mehr als die Hälfte aus Kohle gewonnen wird, genauer gesagt etwa 61%. Kohlenstoffarme Energien machen knapp 40% des Stroms aus, was eine bedeutende, aber unzureichende Diversifizierung des Energiemixes darstellt. Wasserkraft ist der dominierende kohlenstoffarme Energieträger, verantwortlich für rund 35% der Gesamtstromerzeugung. Der Beitrag von Wind und Solar ist hingegen vergleichsweise gering, wobei Windkraft fast 3% und Solarenergie etwas mehr als 2% des Stroms ausmachen. Die Abhängigkeit von Kohle ist problematisch in Hinblick auf die negativen Auswirkungen auf das Klima und die Gesundheit, sodass eine Verlagerung zu mehr sauberer Energie dringend erforderlich ist.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Bosnien und Herzegowina?

Betrachtet man den Stromverbrauch pro Kopf, so zeigt sich in Bosnien und Herzegowina ein rückläufiger Trend. Der aktuelle Verbrauch von 4484 kWh pro Person im Jahr 2024 liegt deutlich unter dem Rekordwert von 5657 kWh im Jahr 2018. Dies entspricht einem Rückgang von 1173 kWh pro Person. Sowohl der allgemeine Stromverbrauch als auch der spezifische Anteil kohlenstoffarmer Energie haben abgenommen, was Anlass zur Besorgnis gibt. In Bezug auf kohlenstoffarme Erzeugung gab es einen Rückgang von 422 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Diese Abnahme kann nicht allein der bescheidenen Nutzung von Wind- und Solarenergie zugeschrieben werden; es bedarf dringend einer Strategie, um sowohl den Gesamtverbrauch als auch den Anteil sauberer Energie zu erhöhen.

Vorschläge

Um die Erzeugung kohlenstoffarmer Energie zu steigern, könnte Bosnien und Herzegowina von erfolgreichen Regionen lernen, die umfassend auf Wind, Solar und insbesondere Kernenergie setzen. Staaten wie Kalifornien und Nevada haben mit ihren beträchtlichen Solarerträgen eine Vorbildfunktion, während Iowa und Dänemark mit bedeutenden Windkraftanteilen beeindruckende Erfolge vorweisen können. Besonders erfolgversprechend ist jedoch der Ausbau der Kernenergie, wie in Frankreich und der Slowakei zu beobachten, wo Kernenergie bis zu 70% bzw. 66% der Stromerzeugung ausmacht. Ein klarer Ausbau in Richtung Solarenergie sowie die Einführung oder Stärkung der Kernenergie könnte Bosnien und Herzegowina in eine energieautarke und umweltfreundliche Zukunft führen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Bosnien und Herzegowina zeigt bedeutende Schwankungen, insbesondere im Bereich der Wasserkraft. Im Jahr 1991 stieg die Wasserkrafterzeugung um 2,1 TWh, gefolgt von einem Rückgang in den Jahren 1992 und 1993. In den späten 1990er- und 2000er-Jahren gab es sowohl Perioden des Wachstums als auch des Rückgangs, mit bemerkenswerten Anstiegen in den Jahren 1996, 1999 und 2009. Die Unstetigkeit der Erzeugung, gekennzeichnet durch plötzlich sinkende Produktionsjahre wie 2011 mit einem Rückgang von 3,6 TWh, zeigt, dass Wasserkraft allein keine verlässliche Grundlage für saubere Energie bieten kann. Daher ist es umso wichtiger, die Erzeugung durch andere kohlenstoffarme Quellen wie Kern- und Solarenergie auszuweiten, um eine stabile und nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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