In den letzten zwölf Monaten, von Juli 2025 bis Juni 2026, stammte mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Bosnien und Herzegowina aus fossilen Brennstoffen, hauptsächlich Kohle, die 53,34 % des Verbrauchs ausmachte. Die restlichen knapp 47 % des Stroms wurden aus kohlenstoffarmen Quellen wie Wasserkraft, Wind und Solar erzeugt. Wasserkraft dominiert die kohlenstoffarmen Energiequellen mit einem Anteil von fast 38 %, während Windenergie etwa 5 % und Solarenergie etwa 4 % der gesamten Stromerzeugung ausmachen. Diese Mischung zeigt, dass Bosnien und Herzegowina bereits einen bemerkenswerten Anteil an sauberer Energie aufweist, jedoch ist die Abhängigkeit von Kohle immer noch überwältigend.
Wächst der Strom in Bosnien und Herzegowina?
Im Hinblick auf das Wachstum des Stromverbrauchs verzeichnet Bosnien und Herzegowina derzeit jedoch eine Besorgnis erregende Stagnation oder gar einen Rückgang. Im Jahr 2026 betrug der Stromverbrauch 4454 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang von 1203 kWh pro Person gegenüber dem historischen Höchstwert von 5657 kWh im Jahr 2018 bedeutet. Auch in Bezug auf die kohlenstoffarme Stromerzeugung sank die Erzeugung von 2186 kWh pro Person im Jahr 2023 auf 2078 kWh pro Person im Jahr 2026, ein Rückgang um 108 kWh pro Person. Der Rückgang sowohl der Gesamt- als auch der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist besorgniserregend, vor allem in einer Zeit, in der die Elektrifizierung und der Bedarf an sauberer Energie weltweit zunehmen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Bosnien und Herzegowina die Erfahrungen erfolgreicher Regionen nutzen. Insbesondere der Ausbau der Kernenergie und der Solarenergie könnte sinnvoll sein. Frankreich und Slowakei, die ihren Strom zu über 65 % aus Kernenergie beziehen, könnten als Vorbilder dienen. Zudem könnte der Blick auf Staaten wie Nevada oder Kalifornien, die einen erheblichen Anteil ihres Stroms aus Solarenergie beziehen, hilfreich sein. Diese Beispiele zeigen, dass es durchaus möglich ist, den Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen erheblich zu steigern und so einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel und zur Förderung der nachhaltigen Elektrifizierung zu leisten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Rückblickend auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Bosnien und Herzegowina hat Wasserkraft in den letzten Jahrzehnten ein gemischtes, aber insgesamt positives Wachstum erlebt. In den frühen 1990er Jahren und Ende der 1990er Jahre gab es Schwankungen, doch die 2000er Jahre brachten fortläufige Zuwächse, insbesondere im Jahr 2013 mit einem Anstieg um 3 TWh. Bis ins Jahr 2018 hielt sich dieses Wachstum, jedoch folgte häufig ein Rückgang im darauffolgenden Jahr. Diese Schwankungen deuten darauf hin, dass eine konsistentere und stabilere Strategie zur Nutzung und Expansion der kohlenstoffarmen Energiequellen erforderlich ist, um den Energiebedarf in Bosnien und Herzegowina nachhaltiger zu decken und den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.










