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Elektrizität in Bolivien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juni 2025 – Mai 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
309 kWh/person -70
Gesamtelektrizität
953 kWh/person -46
Kohlenstoffarmer Elektrizität
32 % -55
Kohlenstoffintensität
341 gCO2eq/kWh +239

Die aktuelle Lage des Stromverbrauchs in Bolivien zeigt, dass über zwei Drittel des elektrischen Stroms, nämlich 67,53%, aus fossilen Brennstoffen, speziell Gas, gewonnen werden. Dagegen stammt fast ein Drittel, genauer gesagt 32,47%, der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Energiequellen. Die größte Quelle innerhalb der kohlenstoffarmen Energien ist Wasserkraft mit 26,09%, gefolgt von Solarenergie mit einem Anteil von 3,02% und Windenergie mit 2,35%. Biokraftstoffe tragen weniger als 2% zur Elektrizitätserzeugung bei. Diese Verteilung zeigt eine starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, während kohlenstoffarme Energieträger, obwohl sie einen respektablen Anteil haben, noch erheblich gesteigert werden könnten.

Wächst der Strom in Bolivien?

Obwohl kohlenstoffarme Energien einen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung in Bolivien leisten, zeigt der Vergleich jüngster Daten einen Rückgang in der Stromnutzung. Im Jahr 2026 beträgt der Stromverbrauch 953 kWh pro Person, was eine Verringerung im Vergleich zum Rekordhoch von 998 kWh im Jahr 2024 darstellt. Besonders kritisch ist der Rückgang in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung von 379 kWh pro Person im Jahr 2024 auf 309 kWh im Jahr 2026. Diese Abnahme von 70 kWh pro Person deutet darauf hin, dass Bolivien gegenwärtig nicht genügend Fortschritte in der Erhöhung der Nutzung kohlenstoffarmer Energietechnologien macht. Angesichts des Bedarfs an Elektrizität für künftiges Wachstum und die Elektrifizierung besteht dringender Handlungsbedarf, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu mindern und die grüne Stromerzeugung zu steigern.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Erzeugung von Strom effizient zu steigern, könnte Bolivien von erfolgreichen Regionen weltweit lernen. Betrachtet man zum Beispiel die Nutzung von Windenergie in Staaten wie Iowa und Dänemark, die beide mehr als 50% ihrer Elektrizität aus Wind schöpfen, zeigt sich, dass mit geeigneten Investitionen in Infrastruktur solche Ziele erreichbar sind. Ebenso beeindruckend ist die effektive Nutzung von Solarenergie in Regionen wie Kalifornien, wo über 30% des Stroms aus dieser Quelle stammt. Auch die Nutzung von Kernenergie sollte in Bolivien ernsthaft in Erwägung gezogen werden, da Länder wie Frankreich und die Slowakei beachtliche Anteile, nämlich weit über 60%, ihrer Elektrizität aus Kernkraftwerken decken. Durch eine ausgewogene Kombination von Wind-, Solar- und Kernenergie kann Bolivien seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Energiezukunft beitragen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Bolivien ist durch leichte Schwankungen in der Wasserkraftnutzung geprägt. Seit 1980 erlebte Bolivien mehrere Jahre des Anstiegs und Rückgangs der Wasserkrafterzeugung, insbesondere in den Jahren 1980, 1994, 2005 und vor allem 2016 mit einem signifikanten Rückgang um 0,7 TWh. In den letzten Jahren kommen auch Biokraftstoffe zum Einsatz, im Jahr 2025 jedoch mit einem leichten Rückgang. Insgesamt liegt der Schwerpunkt traditionell auf Wasserkraft, jedoch haben die letzten Jahre mit dem Beginn der Nutzung von Windkraft im Jahr 2022 einen Wandel hin zu einer diversifizierteren Nutzung kohlenstoffarmer Energiequellen eingeleitet. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass Bolivien bereits erste Schritte unternehmen könnte und sollte, um den Anteil an grüner Elektrizität weiter auszubauen.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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