Elektrizität in Barbados im Jahr 2023
Im Jahr 2023 stammten in Barbados rund 92 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Gas machte dabei knapp 3 % des gesamten Strommixes aus. Kohlenstoffarmer Strom erreichte lediglich rund 8 % und kam vollständig aus Solarenergie. Damit dominieren fossile Brennstoffe die Stromversorgung weiterhin deutlich. Mehr saubere Stromerzeugung könnte diese Abhängigkeit verringern und zugleich Klimaschutz und bessere Luftqualität unterstützen.
Wächst der Strom in Barbados?
Beim Stromverbrauch pro Kopf hat Barbados seinen bisherigen Höchststand noch nicht wieder erreicht: 2023 lag er bei rund 3.900 kWh, gegenüber etwa 4.080 kWh im Rekordjahr 2012. Das entspricht einem Rückgang um 184 kWh oder rund 5 % gegenüber dem damaligen Höchststand; daraus allein lässt sich allerdings kein aktueller jährlicher Trend ableiten. Erfreulich ist der neue Rekord bei kohlenstoffarmer Stromerzeugung: Sie erreichte 319 kWh pro Kopf, rund 12 % mehr als der bisherige Höchstwert von 284 kWh im Jahr 2021. Dieser Fortschritt sollte beschleunigt werden, damit mehr sauberer Strom für die Elektrifizierung und den wachsenden Bedarf etwa durch KI-Anwendungen verfügbar wird.
Vorschläge
Barbados sollte vor allem den Ausbau der Solarenergie vorantreiben. Als Inselregionen bieten Zypern und der US-Bundesstaat Hawaii passende Orientierung: Beide erzeugen rund 23 % ihres Stroms aus Solarenergie, also einen deutlich größeren Anteil als Barbados. Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen, ergänzt durch Speicher und einen leistungsfähigen Netzausbau, können dazu beitragen. Für Windkraft ist der Inselstaat Cabo Verde mit einem Stromanteil von 14 % ein interessanter Vergleich. Darüber hinaus sollte Barbados die Nutzung von Kernenergie prüfen, etwa durch die Bewertung kleiner modularer Reaktoren und internationaler Kooperationen. Frankreich zeigt mit rund zwei Dritteln Kernenergie im Strommix, welchen großen Beitrag diese kohlenstoffarme Quelle leisten kann.
Geschichte
Die historischen Angaben für 2014 bis 2023 weisen für Solarenergie durchgehend eine jährliche Veränderung von 0 TWh aus. In dieser Darstellung sind somit weder Zuwächse noch Rückgänge erkennbar. Allerdings bedeutet ein auf 0 TWh gerundeter Wert nicht zwangsläufig, dass sich die Erzeugung tatsächlich überhaupt nicht verändert hat: Kleinere Veränderungen können bei dieser Genauigkeit unsichtbar bleiben. Der neue Pro-Kopf-Rekord von 2023 unterstreicht deshalb, wie wichtig genauer aufgelöste Daten sind. Für die kommenden Jahre sollte Barbados deutlich sichtbare Zuwächse bei sauberer Stromerzeugung anstreben.
















