Im Jahr 2022 war der Zustand des Stromverbrauchs in Aruba stark von fossilen Brennstoffen geprägt, die mehr als vier Fünftel des Strommixes ausmachten. Kohlenstoffarme Energiequellen trugen 17% zur Elektrizitätsversorgung bei, wobei Windkraft mit 14% den Löwenanteil dieser sauberen Energiequellen ausmachte und Solarenergie die restlichen 3% lieferte. Der geringe Anteil an kohlenstoffarmer Energie im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen zeigt, dass es erheblichen Raum für mehr Investitionen in nachhaltige Energielösungen gibt, um Aruba klimafreundlicher zu gestalten.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Aruba?
Trotz der globalen Trendwende hin zur Elektrifizierung stagniert der Stromverbrauch in Aruba. Im Jahr 2022 betrug der Pro-Kopf-Stromverbrauch 9281 kWh, was einen Rückgang von 454 kWh gegenüber dem Spitzenwert im Jahr 2007 bedeutet. Auch der Beitrag kohlenstoffarmer Energie zeigt einen besorgniserregenden Rückgang: Im Jahr 2022 betrug der Pro-Kopf-Anteil kohlenstoffarmer Stromproduktion 1578 kWh, was 150 kWh weniger als der Höchstwert von 2015 ist. Diese rückläufigen Zahlen deuten darauf hin, dass Aruba mehr Anstrengungen unternehmen muss, um Wachstumsbarrieren zu überwinden und die sauberere Stromerzeugung zu fördern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung auf Aruba zu steigern, sollte die bestehende Windkraftnutzung ausgebaut werden. Erfolgreiche Regionen wie Iowa und Dänemark generieren zwischen 56% und 59% ihres Stroms aus Windkraft, während Inselstaaten wie Hawaii mit 22% Solarstrom eine ständige Quelle für Praktiken bieten, die unter ähnlichen geografischen Bedingungen erfolgreich sind. Gleichzeitig könnte der Blick auf andere Länder mit hohem Anteil an Kernenergie eine Perspektive für mittelfristige Investitionen bieten, um den CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren und eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Aruba war in den letzten Jahrzehnten von einem langsamen Fortschritt begleitet. Im Jahr 2009 begann Aruba, Windenergie ohne signifikante jährliche Wachstumsraten einzusetzen, wobei 2010 ein leichter Anstieg von 0,1 TWh verzeichnet wurde. Zwischen 2014 und 2021 blieb der Ausbau von Wind- und Solaranlagen stagnierend ohne sichtbare jährliche Steigerungen. Dies weist auf eine Notwendigkeit hin, kontinuierlicher und intensiver in diese sauberen Technologien zu investieren. Die Nutzung kohlenstoffarmer Energie sollte nicht nur ein kurzfristiger Fokus sein, sondern eine nachhaltige Langzeitstrategie für Aruba, um nicht nur umweltfreundlicher zu werden, sondern auch, um die Versorgungsabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.