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Elektrizität in Antigua und Barbuda im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
214 kWh/person -3,4
Gesamtelektrizität
3.859 kWh/person -102
Kohlenstoffarmer Elektrizität
5,6 % -0,16
Kohlenstoffintensität
621 gCO2eq/kWh +0,97

Antigua und Barbuda war 2023 bei der Stromversorgung fast vollständig von fossilen Brennstoffen abhängig: Rund 94 % des verbrauchten Stroms stammten aus fossilen Quellen. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur knapp 6 % aus und wurde ausschließlich durch Solarenergie bereitgestellt. Der Ausbau sauberer Stromerzeugung bietet deshalb großes Potenzial, fossile Brennstoffe zu ersetzen und damit Klimabelastung und Luftverschmutzung zu verringern.

Wächst der Strom in Antigua und Barbuda?

Ein neuer Wachstumshöchststand wurde 2023 nicht erreicht. Der Stromverbrauch lag bei rund 3.860 kWh pro Person und damit etwa 100 kWh beziehungsweise knapp 3 % unter dem bisherigen Rekord von 2018 mit rund 3.960 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb mit rund 214 kWh pro Person leicht unter ihrem Höchststand von rund 218 kWh im Jahr 2020. Diese Zahlen belegen zwar keinen durchgehenden Abwärtstrend, zeigen aber einen besorgniserregenden Abstand zu früheren Spitzenwerten. Für die zunehmende Elektrifizierung und zusätzlichen Strombedarf braucht es neue Wachstumsimpulse, insbesondere bei sauberem Strom.

Vorschläge

Antigua und Barbuda sollte vor allem Solaranlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen ausbauen und diesen Ausbau durch Speicher und ein leistungsfähiges Stromnetz unterstützen. Besonders relevante Vorbilder sind Inselregionen: Im US-Bundesstaat Hawaii liefert Solarenergie rund 23 % der Stromerzeugung, ebenso in Zypern. Cabo Verde zeigt mit rund 14 % Windstrom, dass auch Windenergie für Inselnetze einen wichtigen Beitrag leisten kann; geeignete Standorte sollten daher geprüft werden. Kernenergie sollte ebenfalls als langfristige Option untersucht werden, etwa durch internationale Zusammenarbeit und die Prüfung kleiner modularer Reaktoren. Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms mit Kernenergie und verdeutlicht damit deren möglichen Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung. Die genannten Anteile sind Orientierungspunkte, keine unmittelbar übertragbaren Zielwerte.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die historischen Angaben zeigen für die aufgeführten Jahre 2015 sowie 2017 bis 2023 jeweils eine Veränderung der Solarstromerzeugung von 0 TWh gegenüber dem Vorjahr. In der ausgewiesenen Genauigkeit ist somit über diesen Zeitraum kein Zuwachs erkennbar. Das bedeutet allerdings weder, dass kein Solarstrom erzeugt wurde, noch dass kleinere Veränderungen ausgeschlossen sind: Sie können durch die Rundung auf TWh verborgen bleiben. Insgesamt lässt die Zeitreihe keinen deutlichen Ausbau erkennen – umso wichtiger ist es, das Wachstum kohlenstoffarmer Stromerzeugung künftig spürbar zu beschleunigen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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