Elektrizität in Singapur im Jahr 2024
In Singapur wird der Großteil des Stromverbrauchs durch fossile Brennstoffe gedeckt, insbesondere durch Gas. Über 95% der Elektrizität stammen aus fossilen Quellen, wobei Gas mit einem Anteil von über 92% dominiert. Demgegenüber ist der Anteil an kohlenstoffarmer Energieproduktion gering, mit nur knapp 5% des Stroms, der aus saubereren Quellen stammt. Innerhalb dieser Gruppe machen Biokraftstoffe und Solarenergie fast den gesamten Anteil aus, wobei Biokraftstoffe leicht über 2,5% und Solarenergie knapp über 2% ausmachen. Dies zeigt einen deutlichen Kontrast zwischen den dominierenden fossilen Brennstoffen und den zaghaften Ansätzen zur Nutzung kohlenstoffarmer Energiequellen in Singapur.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Singapur?
Der Stromverbrauch in Singapur zeigt ein leichtes Wachstum. Im Jahr 2024 erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch mit 10.400 kWh eine neue Höchstmarke, was einem Anstieg von 293 kWh pro Person im Vergleich zum vorherigen Rekordjahr 2022 entspricht. Gleichzeitig erleben wir auch eine erfreuliche Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die von 449 kWh pro Person im Jahr 2023 auf 511 kWh im Jahr 2024 gestiegen ist, was einen Anstieg von 62 kWh pro Person bedeutet. Diese Zahlen deuten auf eine gewisse Verlagerung hin, bei der sowohl der Gesamtstromverbrauch als auch der Anteil der kohlenstoffarmen Energien langsam zunehmen, obgleich die Herausforderungen zur weiteren Reduktion des fossilen Energieanteils bestehen bleiben.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Elektrizität in Singapur weiter zu erhöhen, könnten Lektionen von anderen erfolgreichen Regionen angewendet werden. Länder wie Frankreich und die Slowakei setzen stark auf Kernenergie, die in beiden Ländern über 65% der Stromproduktion ausmacht. Diese Technologie könnte auch Singapurs Energieunabhängigkeit und Nachhaltigkeit stärken. Ebenso könnte die Förderung der Solarenergie, wie es in Nevada der Fall ist, wo Solarstrom 33% der Elektrizität ausmacht, erheblich zur Diversifizierung beitragen. Mit ausreichend Platz auf Dächern und städtischen Flächen kann Singapur seine Solarstromerzeugung effizient ausbauen. Der Einsatz von einer Kombination aus Kern- und Solarenergie könnte die Umstellung auf eine kohlenstofffreie Zukunft wesentlich beschleunigen.
Geschichte
Rückblickend auf die Entwicklung der kohlenstoffarmen Elektrizität in Singapur lässt sich feststellen, dass es in den frühen 1980er Jahren mit Biokraftstoffen begann und sich bis 2015 zunächst nur langsam entwickelte. Seit 2016 ist ein Wachstum in der Solarnutzung spürbar, wobei sich der Ausbau in den letzten Jahren beschleunigte. Besonders in den Jahren 2022 bis 2024 wurden bemerkenswerte Fortschritte erzielt, insbesondere in der Solartechnologie, die sich beachtlich steigerte. Während dieser Zeitraum eine positive Entwicklung markiert, ist eine konsequente Fortsetzung dieser Politik entscheidend, um den Anteil fossiler Brennstoffe langfristig zu reduzieren und das Ziel einer stärker kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu erreichen.




