Im Jahr 2023 erreicht Paraguay einen bedeutenden Meilenstein, indem es 100% seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen bezieht, was vor allem auf die umfangreiche Nutzung der Wasserkraft zurückzuführen ist, die fast die gesamte Elektrizität des Landes ausmacht. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, dass Paraguay durch seine kohlenstoffarme Stromerzeugung zur Emissionsreduktion in den Nachbarländern beiträgt, da es ein bedeutender Netto-Exporteur von Strom ist. Die nächste Herausforderung besteht jedoch darin, die Elektrizität in anderen Bereichen wie dem Transport, der Heizung und der Industrie zu erhöhen, um so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
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Wächst der Strom in Paraguay?
Trotz dieser beeindruckenden Leistung hat Paraguay im Verlauf der Jahre einen bemerkenswerten Rückgang seines Stromverbrauchs erlebt. Der derzeitige Verbrauch liegt bei 6464 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang von über 4000 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 1997 bedeutet. Dieser Rückgang spiegelt sich auch in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wider, die von damals 10607 kWh pro Person auf jetzt 6464 kWh gesunken ist. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da der Rückgang das Potenzial zur emissionsfreien Entwicklung bremsen könnte.
Vorschläge
Um Paraguays kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte das Land die Installation von Solarenergiesystemen in Erwägung ziehen. Die Ergänzung der bestehenden Wasserkraft durch Solarenergie könnte nicht nur die Stromproduktion erhöhen, sondern auch die Energieversorgung stabiler und flexibler gestalten. Außerdem könnte Paraguay die Möglichkeit der Kernenergie in Betracht ziehen, die eine saubere und zuverlässige Stromquelle darstellt, die helfen könnte, zukünftigen Energiebedarf zu decken und die Abhängigkeit von kommunalen Energieimporten weiter zu verringern.
Geschichte
In den späten 1980er Jahren und den ersten Jahren der 1990er Jahre verzeichnete Paraguay bemerkenswerte Zuwächse in der Wasserkraft, darunter ein Zugang von mehr als 7 TWh im Jahr 1986 und ein bemerkenswertes Wachstum zwischen 1985 und 1997. Im Jahr 2001 fiel die Wasserkraft jedoch deutlich um 8.2 TWh, was einen dramatischen Einschnitt in die Produktion darstellt. In den letzten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts erlebte die Wasserkraft wiederholt Schwankungen mit Höhen und Tiefen, darunter Zuwächse wie 5 TWh im Jahr 1994 oder 8 TWh im Jahr 2016, aber auch signifikante Rückgänge, insbesondere in den Jahren 2019 und 2021. Dieses Auf und Ab zeigt die Notwendigkeit einer stabileren und anpassungsfähigeren Energiepolitik auf, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen.