Elektrizität in Malta im Jahr 2025/2026
Von August 2025 bis Juli 2026 stammten in Malta rund 57 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen, fast ausschließlich aus Gas mit einem Anteil von 56 %. Netto-Importe deckten mit knapp 32 % fast ein Drittel des Stromverbrauchs; ihre Zusammensetzung nach Stromquellen geht aus den Angaben nicht hervor. Kohlenstoffarmer Strom aus heimischer Erzeugung machte gut 11 % aus, wobei Solar mit knapp 11 % nahezu den gesamten Beitrag lieferte. Damit dominieren weiterhin fossile Brennstoffe, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Malta?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei 6.074 kWh und übertrifft den bisherigen Rekord von 5.852 kWh aus dem Jahr 2025 um 222 kWh beziehungsweise knapp 4 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf erreichte einen neuen Höchststand: Sie stieg von 667 auf 688 kWh, also um 21 kWh oder gut 3 %. Diese Entwicklung ist erfreulich, allerdings wächst die saubere Stromerzeugung etwas langsamer als der gesamte Verbrauch. Für die zunehmende Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI ist ein noch stärkerer Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung wichtig.
Vorschläge
Malta sollte vor allem seine bereits etablierte Solarstromerzeugung ausbauen, etwa auf Dächern, über Parkplätzen und auf geeigneten Gewerbeflächen. Besonders relevante Vorbilder sind die sonnenreichen Mittelmeerregionen Zypern und Spanien, wo Solar jeweils rund 23 % der Stromerzeugung liefert; in Griechenlands Nachbarregion Nordmazedonien sind es sogar 40 %. Ergänzend lohnt sich die Prüfung von Windprojekten: Der Inselstaat Irland erzeugt rund ein Drittel seines Stroms aus Wind. Auch Kernenergie sollte Malta als langfristige Option prüfen, einschließlich regionaler Kooperationen für zusätzliche saubere Stromversorgung. Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie und zeigt damit, welchen großen Beitrag diese Technologie zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung leisten kann.
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die historischen Angaben weisen für Solar von 2011 bis 2026 durchgehend jährliche Veränderungen von 0 TWh aus. Auch die vereinzelt aufgeführten Werte für Biokraftstoffe aus den Jahren 2011, 2012, 2020 und 2025 liegen jeweils bei 0 TWh. Auf der dargestellten Genauigkeitsstufe sind somit keine jährlichen Zuwächse oder Rückgänge erkennbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass keine Erzeugung oder Entwicklung stattgefunden hat: Kleinere Veränderungen können durch die Rundung verdeckt sein, wie auch der jüngste Anstieg der kohlenstoffarmen Erzeugung pro Kopf nahelegt. Für eine genaue historische Bewertung wären feinere Angaben in GWh hilfreich; ein klar erkennbarer, kräftiger Ausbau sauberer Stromerzeugung bleibt für Malta das Ziel.
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.












