In Kuwait beträgt der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen derzeit 100% für den Zeitraum von November 2023 bis Oktober 2024. Etwas mehr als die Hälfte dieser Energie stammt aus Gas. Kohlenstoffarmer Strom spielt keine Rolle im Energiemix des Landes, da die Erzeugung aus Wind- und Solarenergie praktisch nicht existent ist. Diese Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat erhebliche Auswirkungen, da sie zur globalen Erwärmung und Umweltverschmutzung beiträgt.
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Kuwait von den Erfolgen anderer Länder lernen. Frankreich erzielt fast 70% seiner Stromversorgung aus Kernenergie, was eine zuverlässige und kohlenstoffarme Lösung bietet. Ähnliche Wege beschreiten die Slowakei mit 60% und die Ukraine mit 55% aus Kernenergie. Windenergie kann ebenfalls eine Rolle spielen, wie Dänemark mit einem Anteil von 59% zeigt. Für ein Land wie Kuwait, das reich an Sonneneinstrahlung ist, könnte auch der solare Fortschritt Griechenlands von 22% als Vorbild dienen. Diese Erfolge anderer Länder zeigen, dass eine Diversifizierung hin zu kohlenstoffarmen Energiequellen erreichbar ist.
In der Geschichte Kuwaits hat die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen bisher kaum Fortschritte gemacht. Seit 2013 gab es fast keine nennenswerte Erzeugung aus Wind- oder Solarenergie, mit minimalen Änderungen im Jahr 2019. Diese Entwicklung, oder besser gesagt das Fehlen davon, verdeutlicht die Notwendigkeit einer entschlossenen Strategieänderung. Die Entscheidungsträger in Kuwait sollten dringend verstärkt auf den Ausbau von kohlenstoffarmen Technologien wie Kernenergie sowie Wind- und Solarenergie setzen, um nachhaltige Energiesysteme zu etablieren und die Abhängigkeit von umweltschädlichen fossilen Brennstoffen zu verringern.