Elektrizität in Grenada im Jahr 2022
Grenadas Stromverbrauch wurde 2022 laut den vorliegenden Daten vollständig durch fossile Brennstoffe gedeckt. Ihr Anteil betrug 100 %, während kohlenstoffarmer Strom keinen Anteil hatte. Damit war die Stromversorgung vollständig von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt. Der Aufbau sauberer Stromerzeugung wäre deshalb ein wichtiger Schritt.
Wächst der Strom in Grenada?
Ein Wachstum des Stromverbrauchs lässt sich gegenüber dem bisherigen Höchststand nicht erkennen: 2022 lag der Verbrauch bei rund 2.050 kWh pro Person, gegenüber rund 2.070 kWh im Rekordjahr 2019. Das entspricht einem Rückgang von 17 kWh pro Person beziehungsweise knapp 1 %. Daraus lässt sich allerdings kein durchgängiger Abwärtstrend ableiten. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb bei 0 kWh pro Person und damit unverändert gegenüber dem angegebenen Rekordwert von 1997. Diese Stagnation ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen bedenklich.
Vorschläge
Grenada sollte insbesondere Solarstrom ausbauen, etwa durch Anlagen auf Dächern und geeigneten Freiflächen, ergänzt durch Speicher und einen Ausbau des Stromnetzes. Besonders relevante Vorbilder sind Inselregionen: In Cabo Verde liefern Solar und Wind jeweils rund 14 % der Stromerzeugung, in Samoa und Vanuatu erreicht Solar jeweils rund 13 %. Im US-Bundesstaat Hawaii stammt sogar knapp ein Viertel des erzeugten Stroms aus Solar. Grenada kann daraus Anregungen für den Ausbau von Solar und für die Prüfung geeigneter Windstandorte gewinnen. Auch Kernenergie sollte als langfristige Option geprüft werden, einschließlich regionaler Kooperationen: Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie und zeigt damit, welchen großen Beitrag diese saubere Stromquelle leisten kann. Die Umsetzung in Grenada sollte sich an den örtlichen Voraussetzungen und dem künftigen Strombedarf orientieren.
Geschichte
Zur Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung enthält die Anfrage keine jährlichen Veränderungen nach Stromquelle; eine Entwicklung nach Jahrzehnten lässt sich deshalb nicht verlässlich beschreiben. Die verfügbaren Angaben nennen lediglich 0 kWh pro Person als bisherigen Höchstwert im Jahr 1997 und denselben Wert für 2022. Zwischen diesen beiden Vergleichspunkten ist somit kein Fortschritt erkennbar. Ein gezielter Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung könnte diese Stagnation überwinden und eine wachsende, saubere Stromversorgung ermöglichen.
















