Georgien hat bereits einen beachtlichen Fortschritt in der Stromerzeugung erreicht, indem es mehr als 80% seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen bezieht. Ein Großteil dieses Stroms kommt aus Wasserkraft, die etwa 79% des gesamten Elektrizitätsbedarfs deckt. Allerdings verlässt sich Georgien nach wie vor zu etwa 20% auf fossile Brennstoffe, insbesondere auf Gas. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen, wie der notwendigen Elektrifizierung von Sektoren wie Transport, Heizung und Industrie, muss der Fokus auf die Erhöhung des Anteils kohlenstoffarmer Energiequellen gerichtet werden.
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Wächst der Strom in Georgien?
Der Stromverbrauch in Georgien zeigt einen rückläufigen Trend, da der aktuelle durchschnittliche Verbrauch bei 3760 kWh pro Person liegt, was einen Rückgang von 156 kWh pro Person im Vergleich zum Rekordjahr 2022 darstellt. Erfreulicherweise gibt es jedoch einen positiven Trend bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die aktuell bei 3011 kWh pro Person liegt und damit um 130 kWh höher ist als der Rekordwert von 2023. Dieses Wachstum ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bedarf weiterer Anstrengungen, um den gesamten Stromverbrauch zu steigern und gleichzeitig den Anteil kohlenstoffarmer Energien weiter auszubauen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Georgien weiter zu steigern, sollten Investitionen in nachhaltige und saubere Energien wie Solar- und Kernenergie priorisiert werden. Diese Technologien bieten zuverlässige und umweltfreundliche Optionen zur Deckung des wachsenden Strombedarfs. Darüber hinaus können sie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, was angesichts der negativen Auswirkungen dieser auf das Klima und die Luftqualität von entscheidender Bedeutung ist. Die Förderung neuer Projekte und Technologien könnte auch die Energieunabhängigkeit und die Resilienz des Landes stärken.
Geschichte
In den 1990er Jahren erlebte Georgien mehrere herausfordernde Jahre in der Wasserkraft, mit bemerkenswerten Rückgängen, wie 1992 und 1995, als die Stromerzeugung um 0,9 respektive 1,6 TWh sank. Die frühen 2000er Jahre sahen dann eine positive Veränderung mit einem Anstieg von 1,2 TWh im Jahr 2002, gefolgt von mehreren weiteren positiven Jahren, insbesondere 2010 mit einem Zuwachs von 2 TWh. Dieser Trend fortsetzend, zeigte 2021 auch einen Zuwachs, der die Wasserkraft wieder stärker in den Mittelpunkt rückte. In den letzten Jahren bleibt die Situation stabil mit einem leichten Anstieg von 0,5 TWh im Jahr 2024, was auf eine positive Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren Energiemix hindeutet.