LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Georgien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.780 kWh/person -188
Gesamtelektrizität
3.974 kWh/person +96
Kohlenstoffarmer Elektrizität
70 % -23
Kohlenstoffintensität
155 gCO2eq/kWh +96

Von August 2025 bis Juli 2026 wurden in Georgien rund 70 % des Stromverbrauchs durch kohlenstoffarme Stromerzeugung gedeckt. Den mit Abstand größten Beitrag lieferte Wasserkraft mit rund 69 %; andere saubere Stromquellen spielten bislang kaum eine Rolle. Fossile Brennstoffe deckten knapp 19 % des Stromverbrauchs, vollständig durch Gas. Die verbleibenden rund 11 % entfielen auf Netto-Importe. Deren Zusammensetzung ist in den vorliegenden Daten nicht ausgewiesen, weshalb sie nicht eindeutig als kohlenstoffarm oder fossil eingeordnet werden können.

Wächst der Strom in Georgien?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 3.974 kWh und übertrifft den bisherigen Rekord von 3.878 kWh aus dem Jahr 2025 um 96 kWh beziehungsweise etwa 2,5 %. Bei der heimischen kohlenstoffarmen Stromerzeugung bleibt die Entwicklung dagegen hinter dem Höchststand zurück. Sie erreicht zuletzt rund 2.780 kWh pro Kopf, gegenüber 2.968 kWh im Rekordjahr 2024. Das entspricht einem Rückstand von 188 kWh oder gut 6 %. Der neue Verbrauchsrekord ist ein positives Signal für die wachsende Bedeutung von Elektrizität; umso wichtiger ist es, dass die saubere Stromerzeugung wieder stärker zunimmt und die Elektrifizierung sowie zusätzliche Nachfrage, etwa durch KI, tragen kann.

Vorschläge

Georgien sollte seine starke Wasserkraftbasis insbesondere durch Solarstrom und die Prüfung eines eigenen Kernenergieprogramms ergänzen. Für Solar bieten sich regionale Vorbilder an: Nordmazedonien erzeugt bereits 40 % seines Stroms aus Solarenergie, Bulgarien rund 19 % und die benachbarte Türkei rund 12 %. Georgien kann daraus Anregungen für den Ausbau großer Solaranlagen und von Dachanlagen sowie für passende Netzanschlüsse gewinnen. Bei der Kernenergie ist das benachbarte Armenien mit einem Anteil von rund 29 % besonders relevant; auch die Slowakei mit rund 66 % und Bulgarien mit 37 % zeigen ihren möglichen Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung. Ergänzend lohnt sich die Erschließung geeigneter Windstandorte, orientiert etwa an der Türkei, wo Wind rund 12 % des Stroms liefert. Eine breitere saubere Stromerzeugung könnte den Einsatz von Gas und damit klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Georgiens ist in den vorliegenden Daten vor allem eine Geschichte schwankender Wasserkrafterzeugung. In den 1990er-Jahren standen Rückgängen von 0,9 TWh im Jahr 1992 und 1,6 TWh im Jahr 1995 eine Erholung um 0,8 TWh im Jahr 1996 gegenüber. In den 2000er-Jahren wechselten sich weitere Rückgänge mit deutlichen Zuwächsen ab, insbesondere um 1,2 TWh 2002 und 1,5 TWh 2007. Auf den kräftigen Anstieg um 2 TWh im Jahr 2010 folgten 2011 und 2012 zusammen Rückgänge von 2,2 TWh. Neue Zuwächse gab es 2013, 2016 und 2018, bevor die Erzeugung 2019 und 2020 erneut sank. Erfreulich waren die Erholung um 1,9 TWh 2021 sowie weitere Zuwächse um 0,6 TWh 2022 und 0,5 TWh 2024. Der erneute Rückgang um 0,4 TWh 2025 unterstreicht jedoch, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung für einen verlässlichen Wachstumskurs ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub