Dänemark ist ein Vorreiter in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Beeindruckende mehr als 92% des Stroms stammen aus kohlenstoffarmen Energiequellen. Windenergie steht an erster Stelle mit fast 60%, gefolgt von Biokraftstoffen mit etwa 19% und Solarenergie mit 14%. Nur ein kleiner Teil des Stroms, weniger als 8%, wird durch fossile Brennstoffe produziert. Hiervon entfallen etwa gleich große Teile auf Kohle und Gas, während Öl fast keine Rolle spielt. Darüber hinaus ist Dänemark ein bedeutender Netto-Stromexporteur, der den angrenzenden Regionen hilft, ihre Emissionen zu senken. Der nächste Schritt für Dänemark besteht darin, andere Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie zu elektrifizieren, was den Bedarf an noch mehr sauberem Strom erhöhen wird.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Dänemark?
Trotz dieser beeindruckenden Leistung sieht sich Dänemark mit Herausforderungen im Bereich der Stromnachfrage konfrontiert. Im Jahr 2025 betrug der Stromverbrauch in Dänemark 5339 kWh pro Person, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Rekord von 10181 kWh pro Person im Jahr 1996. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmen Strom hat im letzten Jahr einen leichten Rückgang erfahren, von 5035 kWh pro Person im Jahr 2024 auf 4931 kWh pro Person im Jahr 2025. Diese Entwicklungen sind besorgniserregend, da die Nachfrage nach Elektrizität aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung und der wachsenden Bedeutung von Technologien wie Künstlicher Intelligenz voraussichtlich weiter steigen wird.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu erhöhen, sollte Dänemark den Ausbau vorhandener Wind- und Solarenergie weiter vorantreiben. Diese Technologien haben sich als effizient und nachhaltig erwiesen und spielen bereits eine bedeutende Rolle in der dänischen Stromversorgung. Durch die Verstärkung der Investitionen in Wind- und Solarprojekte könnte Dänemark nicht nur seinen eigenen Bedarf decken, sondern auch seine Kapazität als Stromexporteur stärken. Eine verstärkte Nutzung von Wind- und Solartechnologien würde Dänemark dabei unterstützen, seine Rolle als globaler Vorreiter im Bereich der kohlenstoffarmen Energie noch weiter auszubauen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Dänemark zeigt bedeutende Fortschritte, insbesondere im Bereich der Windenergie. In den späten 1990er Jahren begann der Ausbau der Windkapazitäten mit einem jährlichen Zuwachs, der sich bis in die 2010er Jahre fortsetzte. Zwischen 2011 und 2014 erlebte die Windenergie einen weiteren Anstieg und verzeichnete bedeutende Zuwächse. Auch die Bioenergie hat mit zusätzlichen Kapazitäten im Jahr 2010 und später in den Jahren 2017 und 2021 ihren Teil zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung beigetragen. Ab den frühen 2020er Jahren kamen auch zunehmend Solaranlagen hinzu und verbesserten die Energiemix. Allerdings gab es in den Jahren 2016 und 2018 auch Rückschläge in der Windenergieerzeugung. Diese Herausforderung unterstreicht die Wichtigkeit, kontinuierliche Investitionen in saubere Technologien zu sichern, um die Stromversorgung nachhaltig und zuverlässig zu gestalten.








