Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Curaçao zeigt eine starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, insbesondere Öl, das mehr als zwei Drittel des Stroms ausmacht. Kohlenstoffarme Energien wie Wind- und Solarenergie bilden fast ein Drittel der Stromerzeugung. Windenergie hat dabei den größten Anteil unter den kohlenstoffarmen Energien mit über einem Viertel, während Solarenergie eher marginal ist und etwas über 2 Prozent des Stroms ausmacht. Diese Verteilung verdeutlicht den großen Spielraum für die Erhöhung der kohlenstoffarmen Energien, um nachhaltiger und weniger abhängig von fossilen Brennstoffen zu werden.
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Wächst der Strom in Curaçao?
Der Stromverbrauch in Curaçao ist seit dem historischen Rekord im Jahr 2010 deutlich zurückgegangen, was Anlass zur Besorgnis gibt. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 4770 kWh, was einer Reduzierung von 3666 kWh im Vergleich zum Spitzenjahr bedeutet. Positiv ist jedoch der Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die 2018 ihren Rekordwert mit 1394 kWh pro Person erreicht hat, was eine Zunahme von 278 kWh seit 2017 bedeutet. Diese positive Entwicklung in der Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms sollte weiter vorangetrieben werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu erhöhen, könnte Curaçao seine Windenergieerzeugung erweitern, die bereits bedeutend ist. Zusätzlich kann Curaçao von erfolgreichen Regionen lernen. Dänemark und Iowa haben beispielsweise beeindruckende Anteile von über 50 Prozent in der Windenergie erreicht, was zeigt, dass durch geeignete Politiken und Investitionen eine ernsthafte Verlagerung hin zu Windenergie möglich ist. In Bezug auf Solarenergie können Länder wie Nevada, Libanon und Kalifornien als Beispiele dienen, die jeweils über 30 Prozent ihres Stroms aus Solarenergie beziehen. Dies verdeutlicht das Potenzial zur Erhöhung der Solarstromerzeugung in Curaçao, das sich an diesen erfolgreichen Regionen orientieren kann.
Geschichte
Im Verlauf der Jahre hat Curaçao seine kohlenstoffarme Stromerzeugung durch Wind- und in geringerem Maße durch Solarenergie langsam, aber stetig aufgebaut. Seit 2001 ist Windenergie allmählich angestiegen und hat 2013 sowie 2018 bemerkbare Anstiege erfahren. Solarenergie ist seit 2013 Teil des Energiemixes, jedoch in sehr kleinem Umfang. Eine stärkere und konsistente Unterstützung sowie Investitionen könnten dabei helfen, die Nutzung dieser grünen Energieträger weiter auszubauen, um den Anteil kohlenstoffarmer Energie signifikant zu steigern und die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.








