Elektrizität in Bangladesch im Jahr 2024
Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Bangladesch zeigt ein starkes Übergewicht an fossilen Brennstoffen. Fast alles wird durch fossile Energie erzeugt, wobei Gas und Kohle zusammen mehr als zwei Drittel der Stromerzeugung ausmachen, und die Nettoimporte ebenfalls einen erheblichen Anteil liefern. Kohlenstoffarme Energiequellen spielen derzeit eine sehr geringe Rolle im Energiemix des Landes. Solarenergie macht knapp über 1% der Stromerzeugung aus und trägt damit zur noch relativ unbedeutenden Präsenz kohlenstoffarmer Energien bei. Diese Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Umwelt und den Klimawandel und unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Anteil an sauberer Energie zu erhöhen.
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Wächst der Strom in Bangladesch?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs in Bangladesch zeigt sich ein rückläufiger Trend. Der neueste Stromverbrauch liegt bei 608 kWh pro Person, was einen Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2022 bedeutet. Dies ist ein besorgniserregendes Zeichen in einer Welt, die immer mehr Elektrifizierung benötigt, insbesondere in Bezug auf das Wachstum von KI und anderen zukunftsträchtigen Technologien. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf leicht gestiegen ist und 12 kWh erreicht hat. Dies ist ein Fortschritt im Bereich der sauberen Energie und zeigt, dass trotz des allgemeinen Rückgangs des Stromverbrauchs erhebliche Fortschritte in Richtung sauberer Energie erzielt werden können.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen zu steigern, könnte Bangladesch aus den Erfolgen anderer Regionen lernen. Insbesondere die Förderung von Solarenergie bietet großes Potenzial, so wie es Länder wie Kalifornien oder Nevada erfolgreich demonstriert haben. Der Fokus sollte auch auf der Entwicklung von Kernenergie liegen, wie es beispielsweise in der Slowakei und Frankreich mit Erfolg der Fall ist. Bangladesch könnte von der Kombination dieser erfolgreichen Technologien lernen und in die Installation von Solaranlagen sowie die Entwicklung von Kernkraftwerken investieren, um seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und einen nachhaltigeren Energiemix zu erreichen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Bangladesch zeigt einen stark variierenden Verlauf, insbesondere bei der Wasserkraft. In den frühen 1980er Jahren gab es leichte Zunahmen, aber auch einige rückläufige Jahre, wie 1985 und 1986. In den 1990er Jahren konnte 1994 ein Zuwachs verzeichnet werden, gefolgt von einem bemerkenswerten Rückgang 1995. In den folgenden Jahrzehnten blieben positive wie negative Schwankungen, etwa 2010 und 2014. Seit 2022 ist ein wachsendes Interesse an Solarenergie zu beobachten, und ein leichter Anstieg der Wasserkrafterzeugung in den jüngsten Jahren deutet auf einen positiven Trend hin. Die gleichzeitige Ausweitung der Solarenergie seit 2022 zeigt, dass Bangladesch Potenzial in der Nutzung kohlenstoffarmer Energien trotz vergangener Herausforderungen entdeckt hat.