Elektrizität in Aserbaidschan im Jahr 2024
In Aserbaidschan dominieren fossile Brennstoffe den Elektrizitätsmix, wobei mehr als 88% der Elektrizität aus diesen Quellen stammen, hauptsächlich aus Gas, das allein fast 88% ausmacht. Saubere, kohlenstoffarme Energiequellen machen knapp 12% der Gesamtstromerzeugung aus, wobei Wasserkraft den größten Anteil mit fast 10% hat. Solarenergie trägt nur 1,4% bei, was zeigt, dass der Anteil erneuerbarer Technologien noch gering ist. Es gibt also klare Anzeichen, dass Aserbaidschan stark auf fossile Brennstoffe angewiesen ist und in der Umstellung auf sauberere Energien noch Rückstände aufweist.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, Energy Institute und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Aserbaidschan?
Was das Wachstum des Stromverbrauchs betrifft, hat Aserbaidschan im Jahr 2024 einen Pro-Kopf-Stromverbrauch von 2818 kWh, was einem Rückgang von 511 kWh im Vergleich zum Höchststand von 1988 entspricht. Dies deutet auf einen negativen Trend hin. Auch die Erzeugung von kohlenstoffarmen Strom ist rückläufig, mit einem Rückgang von 40 kWh pro Person gegenüber dem Spitzenwert von 2010. Diese stagnierende oder rückläufige Entwicklung in der Stromproduktion und besonders in der sauberen Stromerzeugung ist besorgniserregend angesichts des Bedarfs an Elektrifizierung und dem Vormarsch von Technologien wie Künstliche Intelligenz.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, könnte Aserbaidschan von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die durch den starken Einsatz von Kernenergie beeindruckende Anteile von bis zu 70% erreicht haben. Zudem zeigt beispielsweise Kalifornien, dass Solarenergie bis zu einem Drittel des Strombedarfs decken kann. Die Erhöhung sowohl der Kern- als auch Solarenergie sollte im Fokus stehen. Durch den Ausbau in diesen Bereichen könnte Aserbaidschan nicht nur seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, sondern auch eine zukunftsfähigere, nachhaltige Energiewirtschaft etablieren.
Geschichte
In der Vergangenheit zeigte die Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen in Aserbaidschan größtenteils eine unstetige Entwicklung. In den späten 1980er Jahren gab es einen Rückgang der Wasserkraft um 0,5 TWh. Die 1990er Jahre brachten eine Mischung aus Anstiegen und Rückgängen, mit bemerkenswerten positiven Entwicklungen im Jahr 1990, als die Wasserkraft um 1 TWh zunahm. In den frühen 2000er Jahren stiegen die Werte leicht, wobei es 2010 eine signifikante Steigerung von 1,1 TWh gab. Leider ging es danach, insbesondere um 2011 und 2012, mit Rückgängen weiter. Im Jahr 2024 gab es wieder einen erfreulichen Aufwärtstrend mit einem Anstieg der Wasserkraft um 1,3 TWh und einem kleinen Zuwachs der Solarenergie um 0,3 TWh. Diese positiven Veränderungen sind Ansatzpunkte für die künftige Entwicklung.




