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Elektrizität in Aserbaidschan im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Apr. 2025 – März 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
370 kWh/person -7,1
Gesamtelektrizität
2.525 kWh/person -804
Kohlenstoffarmer Elektrizität
15 % -3,8
Kohlenstoffintensität
422 gCO2eq/kWh +18

Aserbaidschans Stromverbrauch wurde in den zwölf Monaten von April 2025 bis März 2026 überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt: Ihr Anteil betrug rund 85 %, wobei fast alles auf Gas entfiel. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur knapp 15 % aus. Wasserkraft lieferte mit rund 13 % den größten sauberen Beitrag, während Wind etwa 1,4 % beisteuerte. Damit bleibt die Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt.

Wächst der Strom in Aserbaidschan?

Ob der Stromverbrauch zuletzt gewachsen ist, lässt sich aus dem Vergleich mit historischen Höchstständen allein nicht erkennen. Klar ist jedoch: Der jüngste Wert für 2026 liegt mit rund 2.525 kWh pro Person deutlich unter dem Rekord von 3.329 kWh aus dem Jahr 1988 – ein Abstand von 804 kWh beziehungsweise rund 24 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreicht mit 370 kWh pro Person noch nicht ihren bisherigen Höchststand von 377 kWh aus dem Jahr 2010, liegt aber nur etwa 2 % darunter. Dieser Rückstand ist angesichts des künftig steigenden Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend: Aserbaidschan braucht mehr Strom und insbesondere mehr saubere Stromerzeugung.

Vorschläge

Aserbaidschan sollte vor allem Solarenergie ausbauen, seine Windpotenziale erschließen und den Aufbau von Kernenergie prüfen. Als regional relevantes Beispiel liefert Armenien rund 29 % seines Stroms aus Kernenergie; die Vereinigten Arabischen Emirate erreichen etwa 20 %. Frankreich und die Slowakei zeigen mit jeweils rund zwei Dritteln, wie groß der Beitrag der Kernenergie zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung sein kann. Bei Solarenergie bieten die Türkei mit 11 % und Pakistan mit 24 % interessante Vergleichspunkte. Der US-Bundesstaat Nevada erzeugt sogar gut ein Drittel seines Stroms aus Solarenergie. Für Wind lohnt sich ebenfalls der Blick auf die Türkei mit 12 % sowie auf Dänemark mit deutlich mehr als der Hälfte. Aus diesen Regionen kann Aserbaidschan lernen, langfristige Ausbauziele, verlässliche Investitionsbedingungen und einen passenden Netzausbau miteinander zu verbinden.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Aserbaidschans ist vor allem durch Schwankungen der Wasserkraft geprägt. Nach einem Rückgang um 0,5 TWh im Jahr 1986 folgten 1990 und 1993 Zuwächse von 1 beziehungsweise 0,7 TWh, bevor 1994 und 1999 erneut Verluste auftraten. In den 2000er-Jahren stieg die Wasserkrafterzeugung 2002 und 2003 zusammen um 1,1 TWh, sank 2006 jedoch um 0,5 TWh. Auf den kräftigen Zuwachs von 1,1 TWh im Jahr 2010 folgten von 2011 bis 2013 Rückgänge von insgesamt 2 TWh – ein enttäuschender Rückschritt. Kleinere Erholungen 2015 und 2016 wurden 2020 durch einen weiteren Rückgang unterbrochen. Seit 2022 zeigen die aufgeführten Werte dagegen erfreuliche Fortschritte: Wasserkraft legte 2022 um 0,3 TWh, 2024 um 1,3 TWh und 2025 um 0,5 TWh zu. Hinzu kamen 2024 zusätzliche 0,3 TWh Solarstrom und 2026 zusätzliche 0,4 TWh Windstrom – wichtige Schritte zu einer breiteren sauberen Stromversorgung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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