Derzeit wird in Armenien mehr als die Hälfte des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt. Kernenergie macht dabei fast ein Drittel der Stromerzeugung aus, während die Wasserkraft einen Anteil von über 20% hält. Solarenergie steuert etwas mehr als 5% bei. Auf fossile Brennstoffe entfallen hingegen knapp über 40% der Stromerzeugung, wobei Gas die fossile Komponente dominiert. Insgesamt ist Armeniens Strommix ein erfreuliches Bild von Fortschritt in Richtung sauberer Energie, jedoch bleibt noch Raum für Verbesserungen, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau der kohlenstoffarmen Technologien.
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Wächst der Strom in Armenien?
Auch wenn Armeniens Stromverbrauch aktuell bei 3005 kWh pro Person liegt, hat das Land noch nicht das Niveau seines Verbrauchshöhepunkts von 1990 erreicht, als der Pro-Kopf-Verbrauch 3176 kWh betrug. Das bedeutet einen Rückgang von 171 kWh pro Person im Vergleich zu diesem historischen Höchststand. Auf der anderen Seite macht die kohlenstoffarme Stromerzeugung Fortschritte, da sie 1771 kWh pro Person erreicht und damit leicht über dem bisherigen Rekord von 2022 liegt. Dieser Anstieg von 29 kWh pro Person ist ein ermutigendes Zeichen, dass Armenien seinen Anteil an sauberer Energie steigert.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu erhöhen, könnte Armenien bestehende Kernkraftwerke ausbauen, da diese schon jetzt einen erheblichen Teil der sauberen Energie liefern. Inspiration könnte Armenien dabei aus Ländern mit fortgeschrittenen Technologien wie Frankreich ziehen, wo Kernenergie satte 70% des Stroms ausmacht. Zudem könnten die Erfolge in den USA, wie etwa in Nevada mit einem beachtlichen Solaranteil von 33%, als Vorbild dienen. Der Ausbau der Solarenergie ist ein realistischer Schritt für Armenien, um den Anteil der sauberen Stromerzeugung weiter zu steigern.
Geschichte
Ein Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Armenien zeigt einige Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Kernenergie. In den späten 1990er Jahren stellte man sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang der Kernstromproduktion fest, während die Wasserkraft im Laufe der Jahre volatil blieb. Ein wesentlicher Rückschritt trat 1997 mit einem Rückgang von 0,7 TWh bei der Kernenergie auf, gefolgt von weiteren Rückgängen in den 2010er Jahren. Dieser unregelmäßige Verlauf, insbesondere bei der Kernenergie, deutet darauf hin, dass eine konsequente Strategie notwendig ist, um die Zuverlässigkeit und Effizienz der kohlenstoffarmen Erzeugung sicherzustellen. Der jüngste Zuwachs im Jahr 2022 gibt jedoch Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft in Armeniens sauberer Energiepolitik.




