In Armenien stammen mehr als die Hälfte der Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen wie Kernenergie und Wasserkraft. Fast ein Drittel der Elektrizität wird aus Kernenergie gewonnen und etwa ein Fünftel stammt aus Wasserkraft. Solarenergie trägt mit rund 5% zur Energieerzeugung bei. Fossile Brennstoffe, konkret Gas, machen etwas mehr als 40% der Energieerzeugung aus. Diese Aufteilung zeigt, dass Armenien auf einem guten Weg zur Nutzung kohlenstoffarmer Energiequellen ist, dennoch bleibt die hohe Abhängigkeit von Gas eine Herausforderung, die zur Beeinträchtigung der Umwelt durch Treibhausgasemissionen beitragen kann.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Armenien?
Der aktuelle Elektrizitätsverbrauch in Armenien pro Person liegt bei 3043 kWh, was im Vergleich zum Rekordwert von 3176 kWh im Jahr 1990 einen leichten Rückgang darstellt. Diese Stagnation ist bedenklich, besonders in einer Zeit, in der der Bedarf an elektrischer Energie steigen sollte, um die zukünftige Nachfrage durch Elektrifizierung und KI-Wachstum zu decken. Auf der positiven Seite hat die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person ihren bisherigen Höchststand von 1789 kWh erreicht, ein Anstieg im Vergleich zu 1743 kWh im Jahr 2022. Diese Zunahme an sauberer Energie ist ein ermutigendes Zeichen für Armeniens Engagement zur Reduzierung fossiler Brennstoffe.
Vorschläge
Armenien sollte die Erweiterung seines bestehenden Kernkraftwerks in Betracht ziehen, da Kernenergie bereits einen beträchtlichen Anteil der sauberen Stromerzeugung ausmacht. Im Bereich der Solarenergie kann Armenien von Ländern wie Libanon und Kalifornien lernen, die bemerkenswerte Fortschritte im Ausbau der Solarkapazitäten gemacht haben. Auch die Erfahrung Frankreichs mit dem Ausbau der Kernenergie bietet wertvolle Einblicke. Zusätzlich könnte sich Armenien an Dänemark orientieren, das beim Einsatz von Windenergie führend ist, auch wenn Wind derzeit nicht stark vertreten ist. Ein solcher Ansatz würde Armenien helfen, seine kohlenstoffarme Elektrizitätsversorgung wesentlich zu steigern.
Geschichte
Historisch gesehen erlebte Armenien in den 1990er Jahren sowohl Anstiege als auch Rückschläge in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Während die Wasserkraft zu Beginn der 1990er Jahre anstieg, erfuhr sie ab Mitte des Jahrzehnts Rückschläge. In derselben Zeit begann der Ausbau der Kernenergie, obwohl ebenfalls signifikante Schwankungen auftraten. In den 2000er Jahren setzte sich dieses Wechselspiel fort, mit kleinen Anstiegen in der Wasserkraft. In den letzten Jahren gab es in der Kernenergie einige Rückschläge, aber auch Erholungen, wie das Jahr 2022 mit einem deutlichen Zuwachs von 1 TWh zeigt. Diese Geschichte zeigt, dass Armenien in der Lage ist, seine kohlenstoffarme Erzeugung trotz Herausforderungen zu stabilisieren und sogar auszubauen.








