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Elektrizität in Armenien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Apr. 2025 – März 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.123 kWh/person -145
Gesamtelektrizität
3.405 kWh/person -118
Kohlenstoffarmer Elektrizität
62 % -17
Kohlenstoffintensität
198 gCO2eq/kWh +84

Von April 2025 bis März 2026 stammten in Armenien rund 62 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Kernenergie lieferte mit etwa 29 % fast ein Drittel, Wasserkraft rund ein Viertel und Solarenergie knapp 8 %. Fossile Brennstoffe machten die übrigen rund 38 % aus – vollständig in Form von Gas. Damit deckt sauberer Strom bereits deutlich mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs. Ein weiterer Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung könnte die Abhängigkeit von Gas und die damit verbundenen klimaschädlichen Emissionen verringern.

Wächst der Strom in Armenien?

Die jüngsten Zahlen zeigen allerdings keinen neuen Wachstumshöchststand: Der für 2026 ausgewiesene Stromverbrauch beträgt rund 3.405 kWh pro Person und liegt damit etwa 118 kWh beziehungsweise 3 % unter dem bisherigen Rekord von 2024 mit 3.522 kWh. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung bleibt hinter ihrem Höchststand zurück: Mit 2.123 kWh pro Person liegt sie 145 kWh beziehungsweise gut 6 % unter dem Rekord von 2024. Diese Rückstände sind besorgniserregend, gerade angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI. Aus dem Vergleich mit den Rekordwerten allein lässt sich jedoch nicht ableiten, ob der Stromverbrauch gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Jahr gesunken ist.

Vorschläge

Armenien sollte seine bestehende Kernenergie ausbauen und zugleich die Solarstromerzeugung deutlich erhöhen. Kernenergie liefert bereits große Strommengen; die Slowakei mit rund 66 % und Frankreich mit rund 67 % Kernenergieanteil zeigen, welchen tragenden Beitrag diese saubere Technologie leisten kann. Für Solarenergie bieten näher gelegene Regionen wie Zypern mit rund 23 %, Bulgarien mit rund 19 % und Nordmazedonien mit rund 20 % hilfreiche Orientierung. Auch der US-Bundesstaat Nevada erreicht mit Solarenergie rund 35 %. Ergänzend sollte Armenien geeignete Windstandorte erschließen: Die benachbarte Türkei erzeugt rund 12 % ihres Stroms aus Wind, während Litauen etwa 39 % erreicht. Diese Beispiele geben Orientierung für einen breiteren kohlenstoffarmen Strommix, auch wenn die jeweils geeigneten Ausbaupfade von den örtlichen Bedingungen abhängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Armeniens zeigt wiederholte Zuwächse, aber auch deutliche Rückschritte. Anfang der 1990er-Jahre nahm die Wasserkrafterzeugung zunächst kräftig zu: 1992 um 1,5 TWh und 1993 um 1,2 TWh. Darauf folgten Rückgänge um 0,8 TWh im Jahr 1994 und 1,6 TWh im Jahr 1995. Die Kernenergie legte 1996 um 2 TWh zu; nach einem Rückgang 1997 gewann sie 1999 und 2005 jeweils 0,5 TWh hinzu. Die Wasserkraft wuchs 2002 um 0,7 TWh und 2010 um 0,5 TWh. In der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre und Anfang der 2020er-Jahre blieb die Entwicklung wechselhaft: Kernenergie verzeichnete 2016, 2018 und 2021 Rückgänge, während sie 2020 um 0,4 TWh und 2022 kräftig um 1 TWh zunahm. Bei der Wasserkraft folgten auf einen Rückgang 2020 Zuwächse 2021 und 2022, erneut ein Rückgang 2023 und schließlich ein Plus von 0,4 TWh im Jahr 2024. Insgesamt unterstreicht dieser Verlauf, wie wichtig ein dauerhafter Ausbau sauberer Stromerzeugung ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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