Elektrizität in St. Pierre und Miquelon im Jahr 2022
Im Jahr 2022 stammten in St. Pierre und Miquelon 100 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Kohlenstoffarme Quellen wie Kernenergie, Wind- und Solarenergie hatten dagegen keinen Anteil an der Stromversorgung. Damit war die Stromversorgung vollständig von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt.
Wächst der Strom in St. Pierre und Miquelon?
Der Stromverbrauch pro Kopf ist leicht gestiegen: Mit rund 8.735 kWh lag er 2022 um 50 kWh über dem bisherigen Rekord von 8.685 kWh aus dem Jahr 2021. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 0,6 %. Diese Zahlen belegen einen Anstieg pro Kopf; ob auch der gesamte Stromverbrauch wuchs, lässt sich ohne Bevölkerungsdaten nicht feststellen. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gab es hingegen keinen Fortschritt: Sie blieb bei 0 kWh pro Kopf und damit unverändert gegenüber dem bereits 2000 verzeichneten Höchststand. Diese Stagnation ist angesichts des Bedarfs an mehr sauberem Strom enttäuschend.
Vorschläge
Für den Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung sollte St. Pierre und Miquelon insbesondere Wind- und Solaranlagen prüfen. Als atlantische Inselregion kann es etwa von Irland lernen, wo Wind rund ein Drittel der Stromerzeugung liefert, und von Dänemark mit fast 60 %. Der US-Bundesstaat Maine bietet mit jeweils rund 18 % Wind- und Solarstrom einen weiteren geografisch relevanten Vergleich. Solaranlagen auf Dächern könnten die lokale saubere Stromversorgung ergänzen. Auch Kernenergie sollte als langfristige Option geprüft werden, etwa durch Zusammenarbeit mit Frankreich und die Bewertung geeigneter kleiner Reaktorkonzepte. Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie und bietet dafür umfangreiche Erfahrung. Standortbezogene Untersuchungen sollten klären, welche Kombination dieser sauberen Quellen den steigenden Strombedarf am besten decken kann.
Geschichte
Zur Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wurde keine jährliche Änderungsreihe übermittelt. Daher lassen sich weder einzelne Ausbauphasen noch Entwicklungen nach Jahrzehnten zuverlässig beschreiben. Die vorhandenen Vergleichswerte zeigen lediglich, dass der kohlenstoffarme Pro-Kopf-Rekord im Jahr 2000 bei null lag und auch 2022 keine kohlenstoffarme Stromerzeugung ausgewiesen wurde. Ein zeitnaher Einstieg in saubere Stromerzeugung wäre deshalb ein wichtiger Fortschritt für St. Pierre und Miquelon.













